Solaranlagen

Mietshäuser von EN Wohnen in Wengern liefern Energie

Auf zwei Mietshäusern von EN-Wohnen an der Straße Im Brömken in Wengern hat die Bürger-Energie-Genossenschaft Photovoltaikanlagen angebracht. Von links Alexander Dyck von EN-Wohnen, Dirk Locatelli von AVU, Rolf Weber und Dieter Röllke von der Bürger-Energie-Genossenschaft und Handwerker Jürgen Blasius (von links). 

Auf zwei Mietshäusern von EN-Wohnen an der Straße Im Brömken in Wengern hat die Bürger-Energie-Genossenschaft Photovoltaikanlagen angebracht. Von links Alexander Dyck von EN-Wohnen, Dirk Locatelli von AVU, Rolf Weber und Dieter Röllke von der Bürger-Energie-Genossenschaft und Handwerker Jürgen Blasius (von links). 

Foto: Klaus Görzel / WP

Wengern.  Die Bürger-Energie-Genossenschaft hat auf zwei Hausdächern in Wengern Solaranlagen anbringen lassen. EN-Wohnen und AVU unterstützen das Projekt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Menschen haben einen Pass. Die Häuser Am Brömken 7 und 9 in Wengern auch: Statt Geburtsdatum und Augenfarbe stehen da technische Daten über Dachneigung und geplanten Jahresertrag. Die beiden Mietshäuser von EN-Wohnen tragen neuerdings Solarzellen auf der Haube. Der Anlagenpass verrät, wie viel Strom sich damit gewinnen lässt.

„Die Zukunft hat begonnen“, freut sich die Bürger-Energie-Genossenschaft (BEG 58) mit dem Wetteraner Rolf Weber an der Spitze. Die Mietshäuser Am Brömken verbrauchten nicht nur Energie, sie würden auch zu Energie-Lieferanten. Die BEG hat die Dächer der beiden Häuser angemietet und zwei Solarstromanlagen anbringen lassen. Eine freiwillige Förderung macht den Versorger AVU zum Dritten im Bunde.

Von AVU-Vorstand Uwe Träris kommt großes Lob für das Engagement der Genossenschaft. Sie ist „ein unermüdlicher Motor der Energiewende in der Region“, lobt Träris. Und beim Ortstermin vor den frisch renovierten Häusern zeigt sich auch EN-Wohnen-Geschäftsführer Alexander Dyck in Aufbruchstimmung: „Heute ist es nicht mehr genug, nur zu wollen“, sagt er, „sondern man muss es auch tun.“ Solarstrom sei ein Gewinn für alle. Bei der dezentralen Energieversorgung, wie sie auf den Dächern Am Brömken zu sehen sei, liege der entscheidende Schlüssel. EN-Wohnen unterstütze den Ausbau im EN-Kreis und trage somit zur Energiewende bei.

In Wetter gibt es bereits Vorbilder

EN-Wohnen und BEG 58 haben in neun Jahren elf gemeinsame Projekte auf den Weg gebracht. 27 Solaranlagen sind dabei montiert worden, unter anderem auch auf Dächern der Häuser von EN-Wohnen an der Schillerstraße und der Goethestraße in Grundschöttel und der Breslauer Straße in Oberwengern.

EN-Wohnen hat die Häuser Am Brömken zunächst energetisch aufgerüstet. Für die Solaranlagen hat sie die Dächer zur Verfügung gestellt, die Rechnung für Kollektoren und Generatoren zahlt die Bürger-Energie-Genossenschaft. Sie konnte dazu davon profitieren, dass für die neuen Dächer im Auftrag von EN-Wohnen die Gerüste schon mal standen. Kommt die finanzielle Unterstützung der AVU hinzu. Das Unternehmen habe „von Anfang an alle regenerativen Ansätze mit Wohlwollen verfolgt“, so Dirk Locatelli von der AVU. Und Vorstand Uwe Träris hat ihm mit auf den Weg gegeben: „Für uns ist es selbstverständlich, dass wir die BEG unterstützen - sei es bei konkreten Projekten wie hier in Wengern, andererseits aber auch als Mitglied der Genossenschaft – und das schon seit fünf Jahren.“

Pate kümmert sich um die Anlagen

Die laufende Nummer 104 und 105 tragen laut Anlagenpass die beiden Solarstromanlagen Am Brömken. Insgesamt gibt es 107 Photovoltaikanlagen der BEG im EN-Kreis, in Hagen und in Bochum. Die beiden Neuen liefern Strom für schätzungsweise sieben Haushalte. Die Energie gleich an die Wohnungen unter dem Dach zu geben, ist hier technisch noch nicht möglich. Auskunft darüber gibt den Bewohnern gerne Dieter Röllke, den die BEG zum Kümmerer vor Ort gemacht hat. Als Pate der beiden Anlagen weiß er auch, wie Bürger zu Genossen der Bürger-Energie-Genossenschaft werden können.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben