Ausbildung

Mini-Messe informiert über Top-Jobs vor der Haustüre

André Gustki, Ausbildungsleiter für Technisch-Gewerbliche bei Dörken in Herdecke, am Stand seiner Firma beim Berufsinfotag der Stadt im Zweibrücker Hof.

Foto: Klaus Görzel

André Gustki, Ausbildungsleiter für Technisch-Gewerbliche bei Dörken in Herdecke, am Stand seiner Firma beim Berufsinfotag der Stadt im Zweibrücker Hof. Foto: Klaus Görzel

Herdecke.   Beim Berufsinformationstag der Stadt präsentierten sich heimische Betriebe. Schüler der 9. und 10. Klassen nutzten Chance zur Orientierung.

Gerade noch hat Nikita Moor einen Vortrag über Hörgeräteakustiker verfolgt. Jetzt steht er vor dem Stand von Hörgeräteakustik Steneberg und könnte sich weiter beraten lassen. Will er aber nicht. „Der Vortrag war interessant“, sagt er, Hörgeräteakustik aber ist doch nichts für ihn und auch nicht für seinen Mitschüler Miguel Gaspar. Dem Neuntklässler der Realschule wäre das zu viel Schule nach der Schule. Aber beim Berufsinformationstag im Zweibrücker Hof gibt es ja noch ein paar Ausbildungsmöglichkeiten mehr.

Nicht zum ersten Mal hat die Wirtschaftsförderung der Stadt Schüler der Klassen 9 und 10 von Realschule und Gymnasium eingeladen. Dörken und das Gemeinschaftskrankenhaus sind dabei feste Größen. Der GVS war es bisher auch, musste wegen der finanziellen Turbulenzen in diesem Jahr aber absagen. Dafür kann sich Gundula König von der städtischen Wirtschaftsförderung über Neuzugänge freuen. Die Landschaftsgärtnerei Neuhoff und Bönte stellt sich als Ausbilder vor, und aus Wetter ist die Firma Bleistahl mit einem richtig starken Team angerückt. „Die haben einfach bei mir nachgefragt“, berichtet Gundula König. „Wenn das Feuerwehr, Rotes Kreuz oder Rebional auch mal täten...“ verrät sie, welche Neuzugänge sie sich in der Zukunft gut vorstellen könnte.

Vor den Tischen sind die Stühle besetzt, manchmal bilden sich dahinter kleine Schlangen. Und auch auf den Flächen dazwischen stehen überall Grüppchen. Nico Fischer von Bleistahl ist umringt von einigen Realschülerinnen. Ob sie denn schon eine Berufsidee haben, will er wissen. Automobilkauffrau, sagt Alison Grodek, Immobilienkauffrau Lena Günther, Kauffrau Enie Knoth. Sind nach Vortrag und Infoständen im Saal andere Berufsvorstellungen dazu gekommen? Zwei der drei Mädchen schütteln den Kopf. Die Dritte hat entdeckt, dass es auch noch artverwandte Jobs neben ihrem Traumjob gibt.

Praktikum als erster Schritt

„Die Schüler sind zur Orientierung hier“, weiß Ralph Näscher von der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, und rät: „Früh am Ball sein ist wichtig.“ André Gurski von Dörken kann das bestätigen. Meist ist das Unternehmen im Vorjahresherbst schon weit. Aktuell muss eine Neuerung erst mal integriert werden: Dörken hat jetzt auch ein Online-Management für Ausbildungsstellen freigeschaltet.

Ob aus der Messe auch Ausbildungsverhältnisse hervor gehen, hält die Wirtschaftsförderung nach. „Manchmal ist es auch ein Praktikum“, weiß Gundula König, „aber das ist ja ein erster Schritt.“

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik