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MINT-NetzEN in Herdecke: Zeitgemäß unterrichten per App

Timo Schöneberg zeigt Michaela Hartmann, Gabriele Streckert und Julian Osterburg (von links) eine App, mit der Erklärvideos einfach und schnell erstellt werden können.

Timo Schöneberg zeigt Michaela Hartmann, Gabriele Streckert und Julian Osterburg (von links) eine App, mit der Erklärvideos einfach und schnell erstellt werden können.

Foto: Ramona Richter

Herdecke.  Erklärvideos leicht gemacht: Beim sechsten MINT-NetzEN im Herdecker Cuno-Forum dreht sich alles um die digitale Unterrichtsgestaltung.

Vorsichtig tippt Timo Schöneberg mit dem Finger auf seinem iPad. Dann öffnet er eine der vielen Apps. Ein weißes Feld ist zunächst zu sehen, dann wird die Kamera gestartet. „Mit dieser App können Sie problemlos Erklärvideos für Ihren Unterricht gestalten“, sagt er der Gruppe, die ihm im Cuno-Forum in Herdecke gegenüber sitzt. Denn dort findet am Mittwoch das sechste MINT-NetzEN zum Thema „Digitalisierung“ statt.

Timo Schöneberg ist einer von drei Medienberatern der Bezirksregierung, die an diesem Nachmittag verschiedene Anwendungen vorstellen, um den Unterricht an Schulen digital zu gestalten. Er selbst arbeitet als Lehrer an der Sekundarschule in Ennepetal.

Gut 60 Menschen sind zu dem Treffen in das Forum gekommen – darunter unter anderem Schulleiter, interessierte Lehrer und Vertreter der Bezirksregierung. Gespannt hören sie den Vorträgen der drei Medienberater zu, notieren sich Ideen und fotografieren einige der Folien ab.

Digitalisierung sinnvoll nutzen

Wie kann Digitalisierung in den Unterricht eingebunden werden? Dieser Frage gehen nicht nur die Medienberater nach, sondern alle Teilnehmer. Matthias Wittler, Schulleiter der Werner Richard Schule in Herdecke, ist einer von ihnen. „Wir sind immer auf der Suche nach neuen Impulsen, um uns in Sachen Digitalisierung weiterzuentwickeln. Aber wir müssen uns auch überlegen, wann und wo Digitalisierung im Unterricht sinnvoll ist. Wenn ich einfach ein gedrucktes Werk 1:1 in digitaler Form wiedergebe, kann ich es auch sein lassen. Das wäre so, als würden wir nebeneinander sitzen und uns eine WhatsApp-Nachricht schreiben. Digitalisierung muss einen Mehrwert haben, dann macht sie Sinn.“

Nach 25 Minuten heißt es: Bitte wechseln. „So haben alle drei Gruppen die Chance, alle Beiträge zu hören“, sagt Julian Osterburg, Leiter des Regionalen Bildungsbüros des Ennepe-Ruhr-Kreises. Gleich im Eingang des Forums zeigt Kristina Hesse ebenfalls Programme, mit denen einfach und schnell Erklärvideos erstellt werden können – vorausgesetzt es gibt eine funktionierende Internetverbindung.

In den anschließenden Gesprächen und in den Workshops werden eigene Ideen der Teilnehmer vorgestellt und neue Netzwerke untereinander geschaffen. „Lernen von und miteinander – das ist es, was das MINT-NetzEN ausmacht“, so Gabriele Streckert, Leiterin des Arbeitskreises MINT. Welches Thema beim nächsten Treffen besprochen wird, ist noch unklar. „Digitalisierung ist ein brandaktuelles und weites Themengebiet. Vielleicht wird es noch einmal ein Treffen zu diesem Thema geben“, so Osterburg.

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