Serie

Mit Handicap durch den Alltag – Alle Folgen im Überblick

Marcel Hörenbaum spielt nicht nur selbst seit zwölf Jahren Badminton, sondern trainiert seit einigen Jahren auch Kinder und Jugendliche in Wengern.

Marcel Hörenbaum spielt nicht nur selbst seit zwölf Jahren Badminton, sondern trainiert seit einigen Jahren auch Kinder und Jugendliche in Wengern.

Foto: Ramona Richter

Ennepe-Ruhr.  Einkaufen, arbeiten, Sport machen: In der neuen Serie hat die Lokalredaktion Menschen mit einer Behinderung in ihrem Alltag begleitet.

Inklusion oder Barrierefreiheit– kaum ein anderes Wort habe ich in den vergangenen Jahren häufiger gehört als diese. Inklusionsfeier, Inklusionsschule, Inklusion am Arbeitsplatz, barrierefreier Zugang, barrierefreie Haltestellen – überall wird versucht, Inklusion zu leben. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Vereinfacht gesagt sollen Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam und selbstbestimmt leben können, ohne Barrieren – doch geht es dabei nur um Worte?Für viele von uns ist es normal, sehen zu können, sich uneingeschränkt zu unterhalten, einzukaufen, etwas greifen zu können und jemanden face to face zu umarmen. Selbst die alltäglichen Dinge, wie anziehen, schminken, auf Toilette gehen oder sich einfach einen Kaffee machen oder etwas zu essen, ohne jemanden um Hilfe zu fragen, sind für viele Menschen eben nicht selbstverständlich.

Doch kaum jemand macht sich Gedanken darüber, wie es ist, plötzlich nichts mehr zu sehen oder zu hören, unsere Arme und Beine nicht zu spüren oder in unserer Alltagsgestaltung wodurch auch immer beeinträchtigt zu sein. Dabei kann es jeden von uns treffen – sei es durch einen Unfall oder durch eine plötzlich diagnostizierte Muskelerkrankung. Im Ennepe-Ruhr-Kreis lebten laut IT.NRW Ende 2017 rund 46.030 schwerbehinderte Menschen – davon allein 4561 in Ennepetal und 4117 in Wetter.

In unserer neuen Serie möchten wir im EN-Kreis Menschen mit einem Handicap – egal ob es sich um eine körperliche, geistige oder sonstige Behinderung/Beeinträchtigung handelt – in ihrem Alltag begleiten. Wir haben Betroffene bei sich Zuhause und auf ihrer Arbeit besucht und den Unterricht an verschiedenen Schulen. Zudem haben wir mit Experten unter anderem über technische Fortschritte und barrierefreie Möglichkeiten im Bereich Wohnen gesprochen. Vor welchen Barrieren stehen Menschen mit einer Behinderung/einem Handicap auch heute noch? Welche Möglichkeiten haben sie im Bereich Sport, Freizeitgestaltung und im Beruf?Eins kann vorab schon festgehalten werden: Die Grundbedürfnisse sind bei allen Menschen gleich. Sie haben das gleiche Bedürfnis nach Liebe, nach Sex, nach einem Traumjob oder einfach nach einem bestimmten Hobby.

Die einzelnen Folgen im Überblick:

3. Januar: Marcia Kemper wird rund um die Uhr beatmet und hat daher eine 24-Stunden-Pflege.


7. Januar: Hannah Bücken ist aus dem Mutterschutz zurück und arbeitet als Buchhalterin in Volmarstein.


10. Januar: Förderschule und Inklusion – Die Lokalredaktion besucht drei verschiedene Schulstunden.


14. Januar: Michael Hubert vom FTB zeigt, wie Technologie den Alltag vereinfachen kann.


17. Januar: Verena Engler berichtet von ihren Erfahrungen beim Einkaufen und mit der Gesellschaft.


21. Januar: Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr – Joachim Tarne zeigt Schwachstellen auf.
24. Januar: Zu Besuch bei den Proben der integrativen Rockband Alles Gut.


28. Januar: So setzt sich Detlef Wapenhans für die Belange der Menschen mit Behinderung ein.
31. Januar: Marcel Hörenbaum ist Badminton-Trainer im Rollstuhl.

4. Februar: Selbstbestimmt leben in den eigenen vier Wänden – Wohnberatungen im EN-Kreis


7. Februar: Fabian Jacobi spricht über den Wunsch nach Zweisamkeit.

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