Leseraktion

„Mönche“ finden ein liebevolles Zuhause

| Lesedauer: 3 Minuten
Was mag wohl in dem Päckchen sein? Gespannt warten Redaktionsleiterin Yvonne Held, Losfee Paula, Projektmanager Jörg Ruhrmann und Café Herzgold-Chef Dirk Jaeger (von links) darauf, dass die Leserin (Mitte) das Geschenk auspackt.

Was mag wohl in dem Päckchen sein? Gespannt warten Redaktionsleiterin Yvonne Held, Losfee Paula, Projektmanager Jörg Ruhrmann und Café Herzgold-Chef Dirk Jaeger (von links) darauf, dass die Leserin (Mitte) das Geschenk auspackt.

Foto: Jens Feierabend / JFX-Pictures

Wetter/Herdecke.  Eine Bleikristallschale, ein Tassenset oder der nostalgische Puppenwagen: Beim Schrottwichteln im Café Herzgold fanden Kuriositäten neue Besitzer.

Die Premiere ist geglückt. 14 vormals ungeliebte Geschenke haben ein neues Zuhause bei Lesern gefunden. Dabei stand das erste Schrottwichteln der Lokalredaktion im Café Herzgold nicht unter dem besten Stern.

Pünktlich zum Termin in Wetter wurden die Corona-Regeln noch einmal verschärft. Das bedeutete: 2G-plus in der Gastronomie und somit banges Warten, ob denn Leser ins Café kommen. Doch die Sorge war unbegründet. Bereits um 17.30 Uhr öffnete sich die Tür, die ersten Gäste kamen in Form der Volmarsteiner Schützen. Im Gepäck: Drei liebevoll verpackte Geschenke.

Während des Wartens auf weitere Teilnehmer an der Aktion stellte der Chef vom Café Herzgold, Dirk Jaeger, seine Entertainerqualitäten unter Beweis. Mit dem Mikrofon in der Hand gab er schwungvoll eine Kurzversion von „What shall we do with a drunken sailor“ zum Besten und erntete dafür den ersten Applaus des Abends.

Geschenke gegen Losnummern

Der Gabentisch füllte sich zusehends. Jeder Gast, der ein Geschenk mitbrachte, erhielt neben kleinen Geschenken der Lokalredaktion einen Getränkegutschein und natürlich eine Losnummer. Das Pendant der Nummer landete in einem großen Topf. Um 19 Uhr war es endlich soweit. Die Spannung stieg. Projektmanager Jörg Ruhrmann platzierte das erste Geschenk auf einer übergroßen Hand. Losfee Paula zog dann die erste Nummer aus dem großen Topf. Und die erste Leserin durfte ihr Geschenk auf der Bühne auspacken. Unter großen „Hallo“ kamen so nach und nach einige Schätzchen zum Vorschein. Eine Leserin offenbarte auf der Bühne, dass sie erst am Vortag Geburtstag hatte und freute sich über die doppelte Bescherung. Sie brachte beispielsweise eine übergroße Tasse mit Tee zum Vorschein, einen Schokoladennikolaus und eine DVD. „Die habe ich noch nicht“, frohlockte sie.

Kirsten Arend-Wagener war ebenfalls zur Kaiserstraße gekommen. Ihr zugelostes Geschenk war sehr gut eingepackt. Unter verschiedenen Schichten kam letztlich ein Schüssel zum Vorschein, darauf Fischmotive. Nach kurzer Überlegung war der Einsatz für dieses Geschenk gleich klar: „Darin kriegen die Katzen demnächst ihr Futter. Die mögen doch schließlich Fisch“, meinte sie pragmatisch und lachte.

Box mit Häkeltasche

Das letzte Geschenk des Abends ging letztlich an Christine Neuburg. Als sie die Verpackung sah, musste sie schon schmunzeln. „Nein, das ist nicht das Geschenk, das ich mitgebracht habe. Das ist von Erika“, erklärte sie lachend und deutete auf ihre Freundin, ebenfalls von den Schützen Volmarstein. „Aber ich weiß nicht, was drin ist.“ Beherzt griff sie zu und wickelte das Päckchen aus. Zum Vorschein kam eine hübsche Geschenkbox mit Strandmotiv und innen liegend eine gehäkelte Einkaufstasche. „Die kann ich aber tatsächlich gut gebrauchen“, meinte Neuburg und freute sich.

Für sie war der Abend überaus erfolgreich, denn zuvor hatte bereits ihr Mann sein Geschenk abholen können: drei kleine Steinmönche, die für Ruhe, Besinnlichkeit und Lebensfreude stehen sollen. „Die kommen bei uns ins Badezimmer“, bestimmt Christine Neuburg fröhlich. Wie ernst sie ihre Worte meinte, bewies sie noch am gleichen Abend und schickte eine E-Mail mit einem Foto in die Redaktion. Darauf zu sehen: die drei putzigen Mönche und auf der Fensterbank im Badezimmer nebst einem Teelicht.

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