Konzert

Musikalische Reise mit den Grooving Voices aus Wetter

Alle Kirchenbänke sind voll besetzt beim Benefizkonzert der Grooving Voices in der kath. Kirche St. Liborius in Wengern, während die Stimmen durch das Kirchenschiff hallen.

Alle Kirchenbänke sind voll besetzt beim Benefizkonzert der Grooving Voices in der kath. Kirche St. Liborius in Wengern, während die Stimmen durch das Kirchenschiff hallen.

Foto: Jana Peuckert

Wetter.   Der Gospelchor begeistert das Publikum beim Benefizkonzert in der katholischen Kirche St. Liborius Wengern.

„Nun Freunde, lasst es mich einmal sagen: Gut, wieder hier zu sein, gut, euch zu seh`n“, hallte es am Sonntag in Wengern durch die katholische Kirche Sankt Liborius. Der Chor Grooving Voices hatte zum Benefizkonzert geladen. Und die Menschen kamen zahlreich. Als sämtliche Kirchenbänke besetzt waren, der Strom der Besucher aber noch kein Ende nahm, wurden kurzerhand zusätzliche Stühle herangeschafft. Wer einen Platz ergattert hatte, konnte mehr als eine Stunde lang eine musikalische Reise quer durch verschiedene Länder und Kontinente erleben. So ging es vom afrikanischen Mantra „I paradise“ zum irischen Volkslied „Molly Ma-lone“, bei dem die Zuhörer dank Textzetteln mitsingen konnten.

Ungeahnte Höhen

Mit „You raise me up“ präsentierten die Sänger einen von mehreren Gänsehautmomenten des Konzerts. Das Stück widmete der Chor seinem Leiter, Jürgen Merkel. „Wir können Töne singen, von denen wir vorher nicht gedacht hätten, dass wir sie singen können“, dankte Heike Depprich dem überraschten Leiter im Namen aller Chormitglieder. Auf das verträumte „You raise me up“ folgte mit Johann Sebastian Bachs „Jesus bleibet meine Freude“ barocke Fröhlichkeit und anschließend durch „Mama Loo“ ein gewaltiger Sprung in die Hippie-Zeit der 1960/70er Jahre.

Dabei saß kaum jemand still auf seinem Platz. Hier wippte ein Fuß mit, dort wurde im Takt auf den Oberschenkel geklopft. Ebenso bei Ausschnitten des Musicals „Hair“. Mit „Halleluja“ lieferten die Sänger weitere Gänsehautmomente. Chorleiter Merkel hatte das Stück in einer eigenen Version an die Stimmen seiner Sänger angepasst. Sehr bewegend kam „Adiamus“ daher. In einer Fantasiesprache gesungen, lud es zum Träumen ein. Ebenfalls zu hören gab es „Can`t help falling in love“ von Elvis Presley und ein weiteres irisches Lied mit deutschem Text. Nicht nur die verschiedenen Genres machten das Konzert kurzweilig, auch der Wechsel von Instrumenten wie Akkordeon, Gitarre und Flöte zu A cappella Einlagen sorgten für jede Menge Abwechslung.

Und so war es kein Wunder, dass die Zuhörer am Ende aufstanden, um zu applaudieren und eine Zugabe zu fordern. Dem kamen die Sänger gern nach und schmetterten „Oh happy day“. Der Eintritt zum Benefizkonzert war frei. Am Ende hatten die Besucher jedoch die Möglichkeit, Geld für das mobile Hospiz Wetter zu spenden.

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