Naturschutzbund

Nabu Ennepe-Ruhr fordert ein Verbot von Schottergärten

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Schottergärten helfen nicht: Die Pelzbiene gehört zu den sehr frühen Wildbienenarten, für sie ist jeder Tropfen Nektar wichtig. Jede Traubenhyazinthe, jedes Gänseblümchen zählt!

Schottergärten helfen nicht: Die Pelzbiene gehört zu den sehr frühen Wildbienenarten, für sie ist jeder Tropfen Nektar wichtig. Jede Traubenhyazinthe, jedes Gänseblümchen zählt!

Foto: Thomas Griesohn-Pflieger

Ennepe-Ruhr.  Weniger PS tun der Natur gut: Der Naturschutzbund Ennepe-Ruhr ruft zu mehr Muße bei der Gartenarbeit auf. Und will ein Verbot von Schottergärten.

Auch wenn es kürzlich noch geschneit hat: Der Frühling kehrt nun wieder langsam zurück – damit ist nun die Gartensaison endgültig eröffnet. Der hiesige Naturschutzbund (Nabu) wirbt bei den Menschen, die jetzt im Garten aktiv werden, für mehr Muße bei der Gartenpflege. Mehr Naturnähe und weniger PS tun Igeln, Rotkehlchen und Marienkäfer gut.

Zu Beginn der Gartensaison wird vielerorts erst mal aufgeräumt, so der Nabu. Dann wird alle zwei Wochen der Rasen gemäht, am besten mit dem Mähroboter. Unter Hecken und Gebüschen muss der Freischneider ran. Später im Jahr folgen Laubbläser- oder -sauger. Elektrische Gartenhelfer liegen im Trend. Sie sollen für Erleichterung bei der Gartenarbeit sorgen. Ebenso wie die Umwandlung eines grünen Vorgartens in eine Schotterwüste.

Doch der Wunsch nach weniger anstrengender Arbeit mit dem Garten ist für die Artenvielfalt ein Graus. Der Nabu wirbt deshalb für mehr Muße bei der Gartenpflege. Mehr Naturnähe und weniger PS tun Igeln, Rotkehlchen und Marienkäfer gut – und auch den Menschen, die im Garten arbeiten und den Nachbarn obendrein.

Ute Matzkows vom Nabu Ennepe-Ruhr: „Es reicht, ab Ende März nach und nach Stauden zurückzuschneiden, alte Pflanzenstängel zu entfernen und Laubreste zusammenzuharken und auf den noch ruhenden Kompost zu geben. So haben überwinternde Insektenlarven von Wildbienen und Schmetterlingen noch Zeit zu schlüpfen. Und der ersten Rasenschnitt muss auch noch nicht sein.“

Mit Mähen warten

Wer Frühlingsblüher wie Schneeglöckchen, Blausterne und Narzissen im Rasen blühen lässt, der weiß: Hier muss man mit dem Mähen warten, bis die Pflanzen vergilbt sind. Erst dann haben die Zwiebeln für den Austrieb im nächsten Frühjahr wieder genug Kraft gesammelt.

Werden Grünflächen lediglich ein oder zwei Mal im Jahr gekürzt, siedeln sich von alleine heimische Wildblumen an. Wer also ein bisschen mehr Wildnis wagt, Blüten stehen lässt und nur Fußwege im Garten häufiger mäht, schafft so ein kleines Paradies für Schmetterlinge, Grashüpfer, Wildbienen. Käfer und Schwebfliegen. Ute Matzkows: „Jedes Gänseblümchen und jeder Löwenzahn produziert Nektar und Pollen, den Bienen und andere Insekten jetzt dringend brauchen!“

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