Freibad Wetter

Nach guter Saison folgt erstes Hundeschwimmen im Naturbad

Hundeschwimmen am letzten Sonntag im Hengsteybad: Das gibt es nun auch am Samstag, 21. September, in Wetter.

Hundeschwimmen am letzten Sonntag im Hengsteybad: Das gibt es nun auch am Samstag, 21. September, in Wetter.

Foto: Michael Kleinrensing

Wetter.  Der Vorsitzende des Trägervereins „Unser Freibad am See“ blickt zufrieden auf die Saison 2019. Und freut sich auf das erste Hundeschwimmen.

Premiere in Wetter: An diesem Samstag, 21. September, bietet der Trägerverein „Unser Freibad am See“ ein Hundeschwimmen im Naturbad an. Von 11 bis 17 Uhr sind Frauchen und Herrchen mit ihren Vierbeinern willkommen. Der Eintritt kostet vier Euro pro Hund.

„Einige haben uns auf solch eine Aktion hingewiesen, wobei auch wir gehört haben, dass solch ein Angebot andernorts gut angenommen wird“, sagt Trägervereins-Vorsitzender Bernd Hagedorn. Nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt des Ennepe-Ruhr-Kreises, wonach es keine Bedenken gebe (Hundehaare lassen sich demnach beim Ablassen des Wassers entfernen), begann die Vorbereitung. „Wir haben zur Bedingung gemacht, dass wir genug Personal stellen können und es noch warm genug ist“, so Hagedorn, der am Samstag mit Temperaturen von rund 20 Grad rechnet.

Dann nahm er Kontakt zum Schäferhundverein Volmarstein auf. Ergebnis: Dieser schickt drei Hundetrainer ins Freibad und bietet dort Waffeln sowie Wein an, der Trägerverein sorgt für Eis, Bratwurst und Getränke. Hinweise für die Begleiter, die für ihren Vierbeiner haften: Jeder Hund muss über einen ausreichenden Impfschutz plus Haftpflichtversicherung verfügen. Für nicht sozialisierte Hunde besteht Leinenpflicht.

Mit Saisonbilanz zufrieden

Ein anderes Thema. Wer sich in den vergangenen Jahren mit dem Vorsitzenden des Trägervereins über die Saisonbilanz unterhielt, erlebte Bernd Hagedorn meist in neutraler Tonlage. Sogar im Rekord-Sommer 2018 blieb er sachlich, schließlich hatte er im Jahr zuvor das zweitschlechteste Besucherergebnis zu verdauen.

Seit 15 Jahren organisiert der Trägerverein nun schon die Abläufe im Freibad am Harkortsee. Bei 20.000 Schwimmgästen und mehr sei eine Saison zufriedenstellend, pflegt Bernd Hagedorn zu sagen. Somit fällt die Bilanz für 2019 bei einem Durchschnitt von 21.000 in den Vorjahren gut aus. „Wir liegen über dem Schnitt“, sagt der Vorsitzende und freut sich über 21.991 zahlende Besucher in den vergangenen Monaten. Darunter 10.395 Kinder und Jugendliche sowie 11.596 Erwachsene. Hinzu kommen Kinder unter sechs Jahren, Zehner-Karten- und Saisonkarten-Inhaber, die in der Statistik nicht erfasst sind.

Realistische Erwartungen

Hagedorn ist weiter um realistische Einschätzungen bemüht. „Vergleichszahlen mit dem Jahrhundert-Sommer 2003 oder gar mit den 1960-er Jahren, als über 100.000 Besucher in einer Saison ins Freibad nach Wetter kamen, sind angesichts komplett anderer Rahmenbedingungen nicht relevant.“

Also hinein in die Gegenwart. Technisch sei alles glatt gelaufen in der abgelaufenen Saison, die jetzt am Freitag, 13. September, traditionell vor dem Kanupolo-Turnier endete. „Wir mussten nur am 25. August die Besucher vorzeitig am Nachmittag nach Hause schicken, weil ein Filter verstopft war und es dadurch auf den Toiletten kein Wasser gab.“ Kleine Ursache, große Wirkung. Denn die Fehlerquelle konnten die Mitglieder des Trägervereins nicht sofort finden. Als diese die entsprechende Stelle dann mit problematischen Kunststoffteilchen entdeckt hatten, dauerte die Reparatur nur wenige Minuten, so dass tags darauf alles wieder seinen gewohnten Gang nehmen konnte.

Dank an die Stadt Wetter

Dankbar ist der Vereinsvorsitzende für die Unterstützung der Stadt Wetter. Die stiftete neue Handläufe und Sprungbretter. „Die Neuerungen, die wir unseren Gästen 2019 anbieten konnten, wurden gut angenommen und haben sich bewährt.“ Gleiches gelte für eine neue Markise, die der Trägerverein über Sponsorengelder und dank des guten Wirtschaftsergebnisses 2018 selbst bezahlen konnte. Erfreulich war demnach auch wieder die DLRG-Unterstützung, speziell von den Jugendlichen.

„Auch für 2020 sehen wir uns gut aufgestellt, wobei es auch dann wieder auf konstant gutes Wetter ankommen wird“, sagt Hagedorn im Namen der rund 40 Mitglieder des Trägervereins. Nach dem Hundeschwimmen jetzt am Samstag und der anschließenden Schließung folgt das übliche Prozedere für die Winterzeit, ehe die Vorbereitungen für die neue Saison voraussichtlich Anfang März starten.

Nachtschwimmen wieder denkbar

Bei der Vorschau haben die Badbetreiber auch Sonderaktionen im Blick. Ob es 2020 erneut ein Hundeschwimmen geben wird, ist völlig offen. Hagedorn und Co. wollen erst einmal die Premiere jetzt am Samstag abwarten und mit dem Kooperationspartner, der Ortsgruppe Volmarstein vom Verein für Deutsche Schäferhunde, auswerten. Denkbar ist im nächsten Jahr auch wieder ein Nachtschwimmen, das 2019 mangels Personal nicht stattfinden konnte. „Für so etwas braucht es eine stabile Wetterlage und eine Woche Vorlauf, damit wir genug Leute am Beckenrand zusammen bekommen.“

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