Schnupperangeln

Nach Peta-Anzeige befragt nun Polizei Sportfischerei-Verein

40 Kinder nahmen im Rahmen einer Aktion des Ferienfrosches Herdecke und der Ferienmaus Hagen am „Schnupperangeln“ beim Sportfischereiverein Herdecke, Hagen und Umgegend teil.

40 Kinder nahmen im Rahmen einer Aktion des Ferienfrosches Herdecke und der Ferienmaus Hagen am „Schnupperangeln“ beim Sportfischereiverein Herdecke, Hagen und Umgegend teil.

Foto: Peuckert

Herdecke/Hagen.   Anzeige von Peta nach „Schnupperangeln“ beim Sportfischerei-Verein Hagen-Herdecke: Die Staatsanwaltschaft Hagen lässt die Polizei ermitteln.

In den Sommerferien lockte das „Schnupperangeln“ für Kinder des Sportfischerei-Vereins Hagen, Herdecke und Umgegend zum fünften Mal in Folge wieder viele Teilnehmer an. Über diese Veranstaltung aus den städtischen Angeboten Ferienfrosch in Herdecke bzw. Ferienmaus in Hagen berichtete diese Lokalredaktion.

Auf die Aktion und die Berichterstattung wurde die Tierschutzorganisation Peta aufmerksam. Der Verein stellte am 18. September Anzeige, sowohl wegen der konkreten Umsetzung am Ufer als auch wegen genereller Bedenken. Die zuständige Staatsanwaltschaft Hagen vergab ein Aktenzeichen und erklärte nun auf Anfrage, dass die entsprechende Akte an die Polizei zwecks weiterer Ermittlungen gegangen sei.

Verstoß gegen Tierschutzgesetz?

„Die Ferienaktion selbst war rechtlich völlig in Ordnung“, sagte Staatsanwalt Bernd Maas. „Wir müssen aber prüfen, ob dort gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wurde.“ Aus diesem Grund sollen nun Polizisten Vereinsmitglieder vernehmen.

Hintergrund: In der Berichterstattung hieß es u.a., dass ein Kind einen Fisch nicht vom Haken bekam. Ob den Tieren grundlos ein längeres Leiden zugefügt und damit strafrechtlich relevant gegen geltende Gesetze verstoßen wurde, sei nun zu ermitteln. „Es ist zum derzeitigen Stand aber nicht absehbar, ob eine Anklage erhoben wird“, so Maas.

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