Rechtsprechung

Nach Unfall in Herdecke: Gericht hört zwei Versionen

Das Verfahren wurde gegen eine Zahlung eingestellt.

Foto: Kurt Michelis

Das Verfahren wurde gegen eine Zahlung eingestellt.

Herdecke/Wetter.   Die Abwicklung eines Autounfalls in Herdecke landete vor Gericht. EIn 42-Jähriger musste sich nun in Wetter verantworten.

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Bei einer Kollision in Herdecke wurde eine Autofahrerin im Sommer verletzt. Der andere Unfallbeteiligte musste sich jetzt vor dem Amtsgericht Wetter verantworten. Dem Herdecker (42) wurde fahrlässige Körperverletzung zur Last gelegt. Am 12. August, so der Vorwurf gegen den 42-Jährigen, befuhr dieser die Dortmunder Landstraße, missachtete an einer Kreuzung die Vorfahrt der jungen Frau, und es kam zum Zusammenstoß, bei dem die Unfallgegnerin verletzt wurde. Das wollte der Mann so jedoch nicht stehen lassen. Er habe die Wittener Landstraße befahren, und die Frau sei auf der Dortmunder Landstraße unterwegs gewesen. Mitten auf der Kreuzung sei es zur Kollision gekommen. Aber: „Ich bin definitiv bei Grün losgefahren.“ Sein Verteidiger fügte hinzu: „Sie ist ihm quasi in die Seite gefahren.“

Richter Dr. Johannes Kuhn insistierte. Unfall und Verletzung habe es gegeben – unabhängig davon, von wo der Angeklagte gekommen sei. Es stelle sich die Frage, inwiefern der Unfall für ihn vermeidbar gewesen sei. Dennoch hatte das Gericht ein Einsehen mit dem bis dato völlig unbescholtenen Mann. Das Verfahren wurde gegen Zahlung von 400 Euro Geldbuße zugunsten des Kinderschutzbundes eingestellt.

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