Innenstadt

Neue Möbel für die Fußgängerzone in Herdecke

„Die Anzahl der Bänke mit Lehnen ist deutlich erhöht worden.“: Michael Rösner aus dem Technischen Rathaus an einer Rundbank am Viehmarktbrunnen. Die Bank ist in der Waage, auch dies ein Wunsch von zahlreichen Bürgern. Das Gefälle anderer Bänke, passend zum Gefälle der Straße, gefiel ihnen nicht

Foto: Klaus Görzel

„Die Anzahl der Bänke mit Lehnen ist deutlich erhöht worden.“: Michael Rösner aus dem Technischen Rathaus an einer Rundbank am Viehmarktbrunnen. Die Bank ist in der Waage, auch dies ein Wunsch von zahlreichen Bürgern. Das Gefälle anderer Bänke, passend zum Gefälle der Straße, gefiel ihnen nicht Foto: Klaus Görzel

Herdecke.   Die Hochbeete verschwunden, neue Bäume gepflanzt und zusätzliche Bänke aufgestellt: Auf dem Pflaster sieht es aufgeräumt und aufgewertet aus

Keine Hochbeete mehr, neue Bänke, Fahrradbügel und Mülleimer – die Herdecker Fußgängerzone sieht neuerdings aufgeräumter aus und soll bald auch noch in neuem Licht erscheinen. Dann sind rund 300 000 Euro ausgegeben, und das Projekt Revitalisierung der Einkaufsstraße ist abgeschlossen.

30 Jahre ist es jetzt her, dass der Autoverkehr aus diesem Abschnitt der Hauptstraße verschwunden ist. Michael Rösner aus dem Technischen Rathaus hat Fotos vor Augen, auf denen sich Lastwagen auf einer engen B 54 aneinander vorbei quälen. Und Andreas Schliepkorte, Chef der Technischen Betriebe, weiß noch, wie eine Böschung vor dem Rathaus abfiel, wo sich heute die Arkaden erheben. Aber nach einem Vierteljahrhundert war die Fußgängerzone „ziemlich in die Jahre gekommen“, so Michael Rösner, was dem Technischen Rathaus einen Planungsauftrag zur Auffrischung bescherte.

Mehr Platz für Rettungskräfte

Viel ist seit einer Bürgerinformation im Oktober 2015 geschehen. Die Hochbeete sind verschwunden, obwohl es auch Fürsprecher für sie gab. Rösner zeigt Bilder von den Abrissarbeiten, die zugleich erklären sollen, warum die fünf Baumhasel und vier Weißdornen verschwinden mussten: Ihr Wurzelwerk hatte den Beton, der sie ummantelte, teils zum Platzen gebracht. Jetzt sind die Lücken mit dem gleichen Pflaster ausgefüllt, das die Herdecker Fußgängerzone von Anbeginn ausgezeichnet hat – ein Nebeneinander von Melaphyr und rotem Sandstein, unterbrochen von Betonplatten.

Neue Bäume sind gepflanzt, neue Bänke aufgestellt worden. Aber es ist darauf geachtet worden, dass nur eine Seite der Fußgängerzone „möbliert“ ist. So haben es die Rettungskräfte einfacher, wenn sie sich im Bedarfsfall einen Weg durch die Menge bahnen müssen. Denn die Fußgängerzone ist für die Passanten an ganz normalen Wochentagen eingerichtet, vor allem aber auch für Märkte und Extra-Veranstaltungen wie die Maiwoche. Und da waren die Hochbeete stark im Weg.

Ärger gab es nicht nur, weil die lieb gewordenen Beete verschwinden mussten. Auch mit den Bänken im unteren Bereich der Fußgängerzone waren nicht alle Herdecker einverstanden. Sie waren so konstruiert, dass sie die Neigung der Hauptstraße aufnahmen. Ganz anders dagegen die Rundbank um einen Baum am oberen Ende am Viehmarktbrunnen. Die Sitzfläche ist in der Waage, die Sitzhöhe dadurch recht unterschiedlich. In die eine Himmelsrichtung passt sie für Senioren, die lieber nicht so tief auf eine Sitzfläche sinken möchten. In eine andere Himmelsrichtung können auch kleine Kinder mit noch kurzen Beinen auf ihr Platz nehmen. „Und auch die Anzahl der Bänke mit Lehnen ist deutlich erhöht worden“, zeigt Michael Rösner, dass Bürgerkritik an den Planer nicht vorbei gegangen ist.

Lampen werden noch ersetzt

Auf den ersten Blick „ist alles aufgeräumter“, kann Andreas Schliepkorte feststellen. Ziel also erreicht. Weitere Aufgabenstellung: Eine Anpassung an die optischen Veränderungen im Anschluss an die Fußgängerzone. So gibt es hier jetzt Spielpunkte wie an der Ruhrpromenade und auf dem Kampsträter Platz. Die neuen Mülleimer in ihrem Anthrazit oder die Fahrradbügel sind schon alte Bekannte von kürzlich umgestalteten Flächen in Herdecke. Auch die Edelstahl-Treppengeländer sind ein Beispiel für die Vereinheitlichung: Dreimal führen sie von der Hauptstraße runter in die Neue Bachstraße, einmal hinauf zur Stiftskirche – mit eingebauten LED-Strahlern, die für einen schönen Anblick und mehr Sicherheit bei den Fußgängern sorgen.

200 000 Euro haben die Arbeiten gekostet, die jetzt abgeschlossen sind. Noch einmal 100 000 Euro sind eingeplant für den Austausch der Straßenlaternen. Die Arbeit wird von Mitarbeitern der Technischen Betriebe geleistet. Gleich mehrere Ausschreibungsversuche, Lieferung und Anbringung der Lampen aus der Hand zu geben, sind ins Leere gelaufen. Ein paar Monate im neuen Jahr wird es noch dauern, bis neues Licht auf die neu gestaltete Fußgängerzone in Herdecke fällt.

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