Sozialer Treff

Neuer Treffpunkt im Ennepe-Ruhr-Kreis in Planung

Menschen aus Witten, Wetter und Herdecke, die sich mehr soziale Kontakte wünschen, sollen sich bald in einer neuen Gruppe treffen können. Die Planungen dafür laufen.

Menschen aus Witten, Wetter und Herdecke, die sich mehr soziale Kontakte wünschen, sollen sich bald in einer neuen Gruppe treffen können. Die Planungen dafür laufen.

Foto: Frank Rumpenhorst (dpa)

Ennepe-Ruhr.   Menschen aus Witten, Wetter und Herdecke, die sich mehr soziale Kontakte wünschen, sollen sich bald in einer neuen Gruppe treffen können.

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In der Selbsthilfe-Kontaktstelle in Witten ist eine neue Gruppe in Vorbereitung: für Menschen aus Witten, Wetter und Herdecke, die sich mehr soziale Kontakte wünschen und sich gegenseitig unterstützen wollen.

„Mir ist aufgefallen, dass bei den bestehenden Selbsthilfegruppen meist Menschen angesprochen sind, die entweder die gleiche Erkrankung oder das gleiche soziale Problem haben oder bei denen das Alter ein verbindendes Element ist. Ich möchte eine Gruppe ins Leben rufen, die als Gemeinsamkeit den Wunsch der Teilnehmer hat, sich gegenseitig zu unterstützen – sei es bei Freizeitaktivitäten, problembezogenen Gesprächen und Hilfen oder dem Bedürfnis, Zugehörigkeit und Solidarität zu erleben und zu geben“, erklärt die Initiatorin ihren Grundgedanken. Eine bestimmte Erkrankung oder ein bestimmtes Thema soll dabei aber nicht im Vordergrund stehen.

Jeder gehört dazu

Die Idee zu der Gruppengründung entstand der Initiatorin aus der Erfahrung heraus, auf einem Bauernhof aufgewachsen zu sein. „Da gab es Junge und Ältere, Mägde und landwirtschaftliche Gehilfen, durch angeborene oder erworbene Einschränkungen nicht voll Arbeitsfähige – und jeder hatte eine Aufgabe in dem landwirtschaftlichen System und bekam Anerkennung und Respekt für sein Tun. So funktionierte der große Haushalt mit unterschiedlichen Menschen, jeder gehörte dazu. Diese Art von Solidargemeinschaft, die gekennzeichnet war durch Toleranz und ein Miteinander erscheint vielleicht als Idealbild aus einer vergangenen Zeit – ich denke jedoch, dass die Idee einer solchen Gruppe, die besonders Menschen, die alleine leben oder ganz einfach Bedarf an Kommunikation und Gemeinsamkeit haben, etwas geben beziehungsweise in unterschiedlicher Weise unterstützen könnte“.

Selbsthilfe-Kontaktstelle unterstützt die Initiative

„Wir unterstützen diese Initiative sehr gerne.“, erklärt Anke Steuer von der Selbsthilfe-Kontaktstelle. „Einerseits ist der inklusive Gedanke der Gruppe sehr spannend, weil das ja etwas ist, was wir uns alle wünschen, dass wir mehr voneinander und miteinander lernen. Andererseits ist das Thema Einsamkeit und fehlende soziale Kontakte eines, das scheinbar wirklich ein Querschnittsthema unserer Gesellschaft ist. Gerade jetzt in der Weihnachtszeit wird uns dies wieder deutlich. Je mehr Angebote wir haben und schaffen, umso besser.“

Wer sich für die neue Gruppe interessiert, kann sich bei der Selbsthilfe-Kontaktstelle melden unter Telefon: 02302 1559 oder E-Mail: selbsthilfe-witten@paritaet-nrw.org. Es gibt eine Interessentenliste, Anfang des nächsten Jahres soll es ein erstes gemeinsames Treffen zusammen mit der Initiatorin geben.

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