Unfall

Ölspur macht Mühlencenter-Rampe zur Rutschbahn

Bei der Auffahrt zum Mühlencenter-Parkdeck geriet eine Fahrerin auf die Mittelinsel. Wie das geschehen konnte, kann sie sich nicht erklären.

Foto: Feuerwehr Herdecke

Bei der Auffahrt zum Mühlencenter-Parkdeck geriet eine Fahrerin auf die Mittelinsel. Wie das geschehen konnte, kann sie sich nicht erklären. Foto: Feuerwehr Herdecke

Herdecke.   Eine extrem glatte Ölspur hat in Herdecke für einen ungewöhnlichen Einsatz der Feuerwehr gesorgt. Betroffen waren die Kunden des Mühlencenters.

Der zweite große Öleinsatz innerhalb von zwei Wochen hat die Herdecker Feuerwehr in Atem gehalten. Vom Parkdeck des Mühlencenters bis zum Kreisverkehr am Zweibrücker Hof zog sich eine breite Ölspur, nachdem eine Frau mit ihrem Wagen auf der Auffahrt zum Parkdeck auf die Mittelinsel geraten war.

„Als wir an der Unfallstelle eintrafen, lief das Öl die Abfahrt hin­unter. Die Ölwanne war komplett abgerissen worden“, sagt Christian Arndt, Sprecher der Herdecker Feuerwehr und Einsatzleiter an diesem Mittag. Folgendes war passiert: Gegen 13 Uhr wollte eine 61-Jährige mit ihrem Polo auf das Parkdeck fahren. Dabei geriet sie aus noch ungeklärter Ursache auf die Fahrbahnabgrenzung in der Mitte der gewendelten Auffahrt. Der Wagen blieb stecken, riss an der Unterseite auf und das Öl floss die Abfahrt hinunter.

„Durch die spezielle Beschichtung der Fahrbahn an dieser Stelle wurde es extrem glatt“, so Christian Arndt. Autofahrer, die an der Unfallstelle vorbei das Parkdeck verlassen wollten, seien zum Teil heftig ins Schlingern geraten. Weit aus schlimmer war allerdings, dass all diese Fahrzeuge das Öl über die Mühlenstraße bis zum Kreisel verteilten. „Obwohl zu sehen war, dass dort Öl ausgetreten war, fuhren die Autofahrer die Rampe hinunter und haben den Schaden so vergrößert“, sagt der Feuerwehrsprecher.

Die alarmierte Polizei und Feuerwehr sperrten die Auffahrt zum Parkdeck, um zu verhindern, dass weitere Fahrzeuge auf den Parkplatz gelangten. Die Kunden, die den Parkplatz verlassen wollten, konnten so nun über die saubere Auffahrt abfahren.

Während zwischen Auffahrt und Kreisel die üblichen Maßnahmen ergriffen werden konnten, um die Ölspur zu beseitigen, gab es an der Rampe ein Problem: „Das Bauwerk darf nur von Fahrzeugen mit einem Gesamtgewicht von 2,5 Tonnen befahren werden“, so Arndt. Der Einsatzwagen der Feuerwehr wiegt 14 Tonnen und auch ein Abschleppwagen sowie die Kehrmaschine der Technischen Betriebe dürfen die Rampe nicht befahren.

Die außergewöhnliche Situation erforderte also außergewöhnliche Maßnahmen. Da die Fahrerin angesichts des Malheurs nicht mehr in der Lage war, ihren Wagen die Rampe hinunter zu steuern, musste sich einer der Hilfskräfte hinters Steuer setzen, um den Polo Richtung Abschleppwagen zu lenken. „Eigentlich dürfen wir das nicht“, so Arndt. Eine andere Möglichkeit habe es aber nicht gegeben.

Die Geschwichtsbeschränkung macht nun auch die Reinigung der Rampe schwierig. Die Feuerwehr übergab die Einsatzstelle am Nachmittag in die Verantwortung der Mühlencenter-Verwaltung. Die wollte mit Unterstützung einer Spezialfirma die Rampe reinigen lassen.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik