Wirtschaft

Offene Tür bei der Demag: Gucken, wo der Papa arbeitet

Großes Interesse hat der Tag der offenen Tür bei der Demag hervorgerufen. Die Besichtigung der Anlage wurde ebenso gut angenommen, wie die verschiedenen Attraktionen, angefangen vom Überschlagssimulator bis hin zur Gondel, die auf 80 Meter Höhe von einem Kran hochgezogen wurde und einen spektakulären Blick über Wetter bot. 

Großes Interesse hat der Tag der offenen Tür bei der Demag hervorgerufen. Die Besichtigung der Anlage wurde ebenso gut angenommen, wie die verschiedenen Attraktionen, angefangen vom Überschlagssimulator bis hin zur Gondel, die auf 80 Meter Höhe von einem Kran hochgezogen wurde und einen spektakulären Blick über Wetter bot. 

Foto: Manuela Pavlovskis

Wetter.  Ein Blick hinter die Kulissen der Demag – das bleibt den meisten Menschen sonst verwehrt. Kein Wunder, dass am Samstag großer Andrang herrschte.

Im Rahmen des 200-jährigen Jubiläums öffnete die Demag am Samstag die Tore zum Tag der offenen Tür. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten mit ihren Familien, Ehemalige sowie Bürger aus Wetter und Umgebung waren eingeladen, gemeinsam mit dem Unternehmen Geburtstag zu feiern.

Sehr zur Freude des Unternehmens brachte ein Besucher spontan ein Geschenk mit. Uli Weishaupt vom Herdecker Onikon hatte zwei Filmrollen aus 1978 im Gepäck. Die 16 mm Filmrollen zeigen kurze Reportagen aus dem Schaffen der Demag. „Wir haben vor Kurzem unser Filmarchiv aufgeräumt.“ erzählt Weißhaupt. „Dabei fielen uns diese beiden Filme in die Hände. Nach dem Einverständnis des Vorstandes stand fest, dass wir die Filme dem Unternehmen überreichen.“ Klaus Hoffmann, Vice President Distribution, und seit 31 Jahren für das Unternehmen tätig, nahm die beiden Filme mit großer Freude entgegen.

Angehörigen den Arbeitsplatz zeigen

Viele Mitarbeiter nutzen die Gelegenheit um ihren Angehörigen einmal zu zeigen, wo und wie sie arbeiten. So auch Thomas Arndt, der seine Ehefrau Anne und seinen Sohn Michael durch das Werk führte. Der Technische Leiter arbeitet seit 1990 für das Unternehmen. „Toll, dass ich ich heute die Gelegenheit habe meiner Familie meinen Arbeitsplatz zu zeigen“, lacht er. Auch seine Frau Anne ist begeistert „Ich bin das erste Mal hier und finde es sehr interessant.“ strahlt sie.

Viele Teile der Produktion und des Logistikzentrums waren geöffnet, ein Market Place zeigte aktuelle Produkte, die Demag Research Factory gab Einblick in das Kranlabor der Zukunft und in der Lehrwerkstatt könnte selbst Hand angelegt und Fertigkeiten unter Beweis gestellt werden. Auf dem Platz vor dem Distributionszentrum und dem Werksgelände präsentierten sich Wetteraner Vereine und Organisationen. Das THW, die Feuerwehr, die Sportgemeinschaft Demag aber auch die Kreis-Verkehrswacht Ennepe-Ruhr e.V und die Polizei NRW standen den Besuchern mit reichlich Information zur Verfügung.

6000 Besucher

„Um einen Anhaltspunkt zu haben was die etwaige Besucherzahl betriff, haben wir an die Belegschaft des Standortes Einladungen verschickt“, so Geschäftsführerin Carolin Paulus. „Innerhalb kürzester Zeit hatten wir mehr als dreitausend Zusagen. Wir rechnen heute mit fünf- bis sechstausend Besuchern.“ Und so sollte es auch kommen. Bereits kurz nach dem Starschuss um 11 Uhr füllte sich das Veranstaltungsgelände. Neben der Besichtigung der Logistik- und Produktionshallen fanden die Besucher viele weitere Attraktionen und Stände. Auf dem gesamten Werksgelände verteilten sich Stände mit Speisen und Getränken zu äußerst moderaten Preisen. Eine Vielzahl an Aktionsständen wie Kinderschminken, Eisstockschießen und Kerzen-Ziehen oder Torwandschießen ließ auch bei den kleinen Besuchern keine Langeweile aufkommen.

Schwindelfreie Mutprobe

Publikumsmagneten waren eindeutig das Auto des ADAC mit dem man sich einmal auf den Kopf stellen lassen konnte und der Kran der die Besucher in luftige Höhen beförderte. Hier riss während der gesamten Veranstaltungsdauer die meterlange Schlange nicht ab. In einer acht Personen fassenden Gondel konnten sich Mutige mit einem Kran auf achtzig Meter Höhe ziehen lassen und von dort aus einen umwerfenden Blick auf Wetter genießen. Diese Höhe war allerdings nichts für Jedermann. „Mich bekommen dort keine zehn Pferde hoch“, lachte Claudia Wevelsberg aus Witten. „Mein Vater zeigt uns heute seinen Arbeitsplatz und ist gerade mit meinem Sohn da oben“, lacht sie, während sie gen Himmel auf die Gondel zeigt. Und während die einen noch auf dem Kopf standen oder über dem Werk schwebten, war der dreijährige Noah schwer beeindruckt, als ihm ein eigens für diesen Tag umprogrammierter Roboter einen Kreisel aus Stahl in die Hand legte. Dirk Hachenberg, seit 31 Jahren Mitarbeiter in Wetter nutzte den Tag um Sohn und Ehefrau Katharina auch einmal seinen Arbeitsplatz zu zeigen.

Aber nicht nur Produktion und Werksbesichtigung zogen die Besucher in ihren Bann. Schön war es auch, einfach nur mit süßen oder herzhaften Leckereien und einem Getränk auf dem Platz vor dem Distributionszentrum zu sitzen und sich die Auftritte der Demag Big Band, dem HeartChoir, der Band Maraton oder der Aufführung der Streetdancer der THG Wetter anzusehen. Ein rundum gelungener Tag, der mit Sicherheit den Gastgebern und tausenden von Besuchern gleichermaßen Spaß bereitete.

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