Piraten-Kritik am Ausbau der Internetleitung

Ennepe-Ruhr.  Die Piratenpartei erneuert ihre Kritik an der Breitband-Politik im Ennepe- Ruhr-Kreis. Der Anlass: Insgesamt fast 18 Millionen Euro Steuergelder sollen in Privatunternehmen fließen, die Vectoring-Ausbau im EN-Kreis betreiben.

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Die Piratenpartei erneuert ihre Kritik an der Breitband-Politik im Ennepe- Ruhr-Kreis. Der Anlass: Insgesamt fast 18 Millionen Euro Steuergelder sollen in Privatunternehmen fließen, die Vectoring-Ausbau im EN-Kreis betreiben.

„Der Vectoring-Ausbau im Kreis ist kein Grund zur Freude, sondern ein Trauerspiel. Privatunternehmen erhalten jetzt auch noch Steuergelder, um mit einer veralteten Technologie einen echten Breitbandausbau auf Jahre hin zu verhindern“, so Roland Löpke, Bundestagskandidat der Piratenpartei im Wahlkreis Ennepe-Ruhr II. „Absehbar wird die Telekom den Zuschlag für Vectoring für weitere Gebiete des Kreises erhalten. Da bei Vectoring zwingend ein Anbieter das gesamte Kabelbündel auf den letzten Metern zum Kunden kontrollieren muss, kann sich die Telekom so nebenbei lästige Konkurrenz vom Halse schaffen.“

Glasfasernetze voran treiben

Unterstützung für ihre Position erhielten die Piraten nach eigenen Angaben zuletzt vom Präsidenten des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, nachdem sich der Landkreistag für eine Intensivierung des Breitbandausbaus ausgesprochen hatte: Demnach finde gerade bei der Deutschen Telekom – aber auch anderen Unternehmen – nach wie vor ein Ausbau mit der kupferbasierten Vectoring-Technik statt. Dieses verhindere den Ausbau mit Glasfaser. Das gelte es, zu unterbinden.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes NRW, Bernd Jürgen Schneider, forderte laut Mitteilung der Piraten bereits im Juni 2015, dass Förderrichtlinien so ausgestaltet sein müssten, dass ausschließlich die durchgehende Verlegung von Glasfaserkabeln bis zum Endkunden gefördert würde. „Vectoring darf nicht länger förderfähig sein!“, so Löpke weiter.

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