Freizeit

Plan für Radfähre in Wetter und Herdecke gescheitert

Ähnlich wie an der Burgruine Hardenstein hätten die Radfahrer das gesperrte Wegstück unterhalb der Klippen mit einer Fähre umfahren können, doch es scheitert an den langen Wegen und der geringen Kapazität.

Ähnlich wie an der Burgruine Hardenstein hätten die Radfahrer das gesperrte Wegstück unterhalb der Klippen mit einer Fähre umfahren können, doch es scheitert an den langen Wegen und der geringen Kapazität.

Foto: Jürgen Theobald / FUNKE Foto Services

Herdecke/Wetter.  Die Sperrung des Ruhrtalradwegs unterhalb der Klippen sollte mit einer Fähre umgangen werden. Daraus wird aber erstmal nichts.

Die Bürgermeister von Herdecke und Wetter, Dr. Katja Strauss-Köster und Frank Hasenberg, haben gemeinsam zur Sperrung des Ruhrtalradweges aufgrund der Steinschlaggefahr Stellung genommen. Er sei ein großes Ärgernis. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Herdeckes Bürgermeisterin Dr. Katja Strauss-Köster und ihr Amtskollege aus Wetter, Frank Hasenberg, hatten gemeinsam mit den Verwaltungsexperten aus den Bereichen Wirtschaftsförderung und Tourismus intensiv nach alternativen Lösungen für die heimischen Bürgerinnen und Bürger und die zahlreichen Touristen aus nah und fern gesucht. Die beiden Städte hatten überlegt, eine Fahrradfähre zwischen dem Seeplatz in Wetter und der Minigolfanlage im Zillertal in Herdecke für die Nutzer des Ruhrtal Radweges pendeln zu lassen. Daraufhin wurden Gespräche mit der WABE geführt, die noch eine nicht mehr im Betrieb befindliche Fähre zur Nutzung auf Trockendock liegen hat. „Wir haben zusammen mit der WABE überlegt und uns die Entscheidung nicht leicht gemacht“, so Frank Hasenberg. Aber letztlich wäre die Kapazität der Fähre zu gering gewesen und deren Fahrzeit für die kurze Pendelstrecke zu lang.

Zu lange Wartezeit

Schließlich wurde die Fähre seinerzeit in Witten gegen eine größere ausgetauscht, da mit ihr die große Anzahl der Radwegtouristen nicht mehr zu bewältigen war. „Das wäre kein gutes Signal für die Touristen gewesen. Eine Wartezeit von 2 bis 3 Stunden am jeweiligen Haltepunkt ist schwer vermittelbar“, so Dr. Katja Strauss-Köster. Bürgermeister Hasenberg ergänzt: „Eine echte Alternative sieht anders aus.“ Die beiden Stadtspitzen bedauern das sehr – insbesondere im Blick auf die zahlreichen Nutzer des Ruhrtal Radweges und der Gastronomen an der Strecke. Damit seien die Möglichkeiten, die gesperrte Seeseite doch zu nutzen, nahezu ausgeschöpft – vor allem in Hinblick auf die Finanzierbarkeit anderer Varianten. Und: Sicherheit müsse immer höchste Priorität haben.

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