Freizeit

Publikum rockt den Herdecker Ruhrfestsaal

Besser kann die Stimmung nicht sein: Die Besucher der 2. Herdecker Rocknacht jubeln und singen lauthals mit.

Besser kann die Stimmung nicht sein: Die Besucher der 2. Herdecker Rocknacht jubeln und singen lauthals mit.

Foto: Jana Peuckert

Herdecke.   Ausverkauftes Haus bei 2. Herdecker Rocknacht. Besucher bei Songs von RePlay, Audiospace, Stovecorner und Crunchic textsicher. Gänsehautmomente.

Die Besucher der 2. Herdecker Rocknacht sprangen, jubelten und sangen lauthals mit. Kurzum: Die Stimmung hätte kaum besser sein können. Das Konzert vom Vereinsheim der Schützen – wo die 1. Rocknacht stattfand - in den Ruhrfestsaal im Zweibrücker Hof zu verlegen, war die richtige Entscheidung.

Das zeigte auch die Anzahl der Besucher. „Ausverkauft“, bestätigte Thomas von den Bergen, Mitglied der Gruppe RePlay und Mitorganisator der Veranstaltung. Seine Band betrat als zweite von vier Gruppen die Bühne. Eröffnet worden war das Konzert von Audiospace aus Hagen. Die Band präsentierte ausschließlich eigene, deutschsprachige Lieder, die beim Publikum gut ankamen. Sogar eine Zugabe wurde gefordert. Mit RePlay wurden die Töne härter. Es gab unter anderem Coverrock von ACDC, Manowar und Motörhead auf die Ohren. Bei „Purple rain“ von Prince sorgte ein lauter Publikumschor für Gänsehaut.

Bei Michaels Jacksons „Billie Jean“ holte die Band weibliche Unterstützung auf die Bühne. Anna-Lena Drom verstärkte mit beeindruckender Stimme das Quartett. Nach einer knappen Stunde übergaben RePlay das Mikrofon an Stovecorner. Die Lokalmatadore brachten das Publikum schnell dazu, zu tanzen und mitzusingen. Textsicherheit herrschte vor allem bei Liedern von Westernhagen, den Ärzten, den Sportfreunden Stiller und den Toten Hosen. Inzwischen stand kaum noch ein Zuhörer still.

Gemeinsam abgerockt

Bei „Sex on fire“ von Kings of Leon gab es schließlich kein Halten mehr. Tanzwütige drängten sich dicht an die Bühne. Den Refrain schmetterte das Publikum der Band nur so entgegen. Ebenso bei Billy Idols „Rebel Yell“. Noch aufgeheizt von Stovecorner hatte die letzte Band des Abends – Crunchic – leichtes Spiel. Auch sie spielten Coverhits, darunter „Eye of the tiger“ von Survivor. Die Gruppe füllte mit neun Mitgliedern die gesamte Bühne aus. Die Zuhörer kamen ebenso in den Genuss von Saxophon und Trompete, wie Mundharmonika. Für Stephan Scheene war es ein ganz besonderer Abend. An MS erkrankt, kann er nur wenig laufen und ist daher auf den Rollstuhl angewiesen. Den Anfang des Konzertes verbrachte er auch in diesem. Doch dann kamen plötzlich ihm bis dato unbekannte andere Konzertbesucher auf ihn zu, halfen ihm aus seinem Gefährt, nahmen ihn zwischen sich und rockten mit ihm ab. Davon motiviert, kamen auch andere immer wieder zum 41-Jährigen, um sich in Rockermanier mit zwei ausgestreckten Fingern zu begrüßen und sich gemeinsam, jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten, von der Musik treiben zu lassen.

„Musik verbindet“

„Das war toll“, freute sich Stephan Scheene,, dazugehört zu haben. Und ein anderer Besucher erklärte: „Musik verbindet, da spielt es keine Rolle, woher jemand kommt oder welches Handicap er hat.“

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