Umwelt

Radweg von Ruhr zu Ruhr ohne Mülltonnen

Bei einer Probefahrt mit Straßen-NRW zwischen Wittener Straße und Albringhausen testeten Leser die neue Trasse. Ihr Eindruck: Schön! Aber ob es so bleibt?

Foto: Steffen Gerber

Bei einer Probefahrt mit Straßen-NRW zwischen Wittener Straße und Albringhausen testeten Leser die neue Trasse. Ihr Eindruck: Schön! Aber ob es so bleibt? Foto: Steffen Gerber

Wengern.   Eine Anliegerin des Radwegs von Ruhr zu Ruhr ärgert sich, dass dort keine Mülltonnen stehen. Und auch Tiere sind dort schon gestorben.

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Heidi Hubert ist vom neuen Radweg in Wengern (Von Ruhr zu Ruhr) begeistert. „Das ist wirklich traumhaft geworden“, sagt die Wetteranerin. Doch noch bevor der Weg offiziell eröffnet ist, übt sie auch Kritik. „An den Bänken gibt es keine Mülleimer, da liegt schon jetzt alles Mögliche drum herum“, so Hubert.

Und dann sind da noch die Hundehalter, die den neuen Weg zum Gassi-Gehen nutzen, die Hinterlassenschaften ihrer Tiere aber nicht beseitigen. „Wenn es warm wird, dann stinkt es an den Aufgängen aus den Wohngebieten richtig“, ärgert sich Heidi Hubert, die selbst mit ihrem Hund schon auf der Trasse unterwegs war. Allerdings immer mit einer Tüte bewaffnet, mit der sie die Häufchen einsammelt. „Manchmal sogar auch die von fremden Hunden.“

Tütchen in den Bäumen

Wie man die anderen Hundebesitzer zu mehr Sauberkeit bringen kann, da ist Hubert ratlos. Beim Thema Abfall würde sie sich dagegen ein paar Mülltonnen wünschen. „In die könnten die Hundehalter, die die Häufchen tatsächlich aufsammeln, dann auch ihre Hundetütchen werfen, statt sie in die Bäume zu hängen.“

Müllbehältnisse sind allerdings bislang nicht geplant. „Die Stadt will zunächst darauf verzichten“, sagt Hans-Jürgen Heidenreich, bei Straßen-NRW für die Planung des Radweges zuständig. Die Stadt Wetter übernimmt im Auftrag des Landesbetriebs die Pflege der Trasse. Und stimmt mit Straßen-NRW überein, dass es sinnvoll ist, auch an den Bänken keine Mülleimer aufzustellen. „Die Erfahrungswerte zeigen, dass weniger Müll anfällt, wenn es keine Eimer gibt“, so Stadtsprecherin Marietta Elsche.

Nachlässigkeit der Baufirma

Neben den Problemen mit Müll und Hundekot hat Heidi Hubert aber noch eine ganz andere Sache Sorgen gemacht. An der neuen Trasse waren für die Fundamente der geplanten Geländer etwa 40 Zentimeter tiefe Plastikrohre in den Boden eingelassen worden. In die stürzten Mäuse, Maulwürfe und auch schon einmal Igel hinein. „Einen Igel konnten wir retten, für Mäuse und Maulwürfe kam aber nach dem ganzen Regen jede Hilfe zu spät“, ist Hubert traurig über diese Nachlässigkeit der Baufirma. Sie selbst hat an einigen Stellen versucht, die Röhren mit Steinen abzudecken, doch entlang der ganzen Strecke waren es zu viele „Fallen“, die gesichert werden müssten.

Straßen-NRW hat sich sofort gekümmert und die Fundament-Röhren mit Deckeln versehen. „Problem gelöst“, freut sich Heidi Hubert. Zumindest was die Sicherheit der Tiere an der Trasse angeht.

Leser-Meinungen sind willkommen

Was halten Sie, liebe Leserinnen und Leser, vom Verzicht auf Mülleimer am neuen Radweg in Wengern?

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Fehlende Mülleimer – Pro & Contra

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