Freizeit

Radweg von Ruhr zu Ruhr wartet auf die Freigabe

Wengern.   Der Radweg von Ruhr zu Ruhr ist noch nicht komplett fertig. Zäune sollen die weitere Nutzung verhindern. Leser dürfen am 13. Juli losradeln.

Immer noch keine Freigabe: Der neue Radweg in Wengern ist zwar so gut wie fertig, doch es dauert noch einige Tage, bis der Abschnitt des Teilstücks „Von Ruhr zu Ruhr“ offiziell für alle befahrbar ist. Wann genau das der Fall sein wird, kann Straßen-NRW als verantwortliche Behörde erst nach Abstimmungen mit der ausführenden Baufirma und der Stadt Wetter in Kürze bekannt geben.

3,8 Kilometer neue Strecke

Dabei kennen doch bereits viele Spaziergänger und Pedaltreter die 3,8 Kilometer vom Abzweig des Ruhrtalradwegs an der Wittener Straße hoch bis nach Albringhausen. Da diese Strecke, auf der früher die Elbschebahn unterwegs war, schon länger nicht mehr durch Bauzäune oder Absperrungen abgeriegelt war, waren zuletzt immer wieder Wengeraner und Radler aus der Region dort unterwegs.

Das soll sich nun ändern, wie Straßen-NRW nach Gesprächen mit der Baufirma berichtet. „Die will das Teilstück nun einzäunen“, sagt Hans-Jürgen Heidenreich vom Landesbetrieb. Der zuständige Projektleiter kann nur davor warnen, Gitter zur Seite zu räumen und sich auf den Weg zu begeben. „Wer dort unterwegs ist, handelt auf eigene Gefahr.“

Brücken-Geländer noch nicht montiert

Damit zum Hauptproblem, warum es mit der Freigabe noch etwas dauert. „Manche Brücken-Geländer sind noch nicht fertig montiert“, sagt Heidenreich. So lange Sicherheitsaspekte abzuklären sind, will Straßen-NRW vorsichtig agieren. Sobald die Behörde grünes Licht für Radler und Fußgänger erteilt, ist sie auch für Haftungsfragen und die Verkehrssicherheit zuständig. Dementsprechend gab es noch keine abschließende Verständigung mit der Baufirma zur Abnahme der Arbeiten. Dass auch noch nachgearbeitet werden muss, ist an einige Stellen offensichtlich. Schäden am Asphalt sind markiert.

Gleichwohl wissen die Projekt-Verantwortlichen um das Dilemma, das sich aus einer fertigen Strecke und der erneuten Verzögerung ergibt. Der Weg ist seit Wochen asphaltiert, die Rampen befahrbar, am Rand des Asphalts ist Saatgut erkennbar, auch dekorative Stein-Elemente stehen an der Strecke.

Informationen von den Bauherren

Für alle Neugierigen bietet Straßen-NRW mit der Lokalredaktion eine Probefahrt an. Bis zu 20 Leser (Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erziehungsberechtigter) können am Donnerstag, 13. Juli, um 17 Uhr für knapp zwei Stunden auf ein verkehrssicheres Fahrrad steigen. Auf dem ersten Bauabschnitt in Wengern geben die Fachleute Erläuterungen zum Viadukt, zur Instandsetzung von Brücken und zum Landschaftsbau. Bei entsprechenden Fragen erläutern die Tour-Begleiter auch die Planungen für den zweiten und dritten Bauabschnitt von Albringhausen bis Gevelsberg. Gevelsberg hofft auf innovative Lösung für Radweg Serpentinen bis die Oberschenkel brennen

Im Mittelpunkt soll aber das Beschnuppern der neuen Strecke stehen. Wer dabei sein will, kann sich in der Lokalredaktion melden. Mit Angabe des Namens, der gewünschten Personenanzahl, einer Telefonnummer und bitte einem kurzen Satz, warum er oder sie gerne den Radweg austesten will, reicht eine E-Mail. Sollte es mehr Anfragen als Plätze geben, entscheidet das Los über die Teilnahme. Die Redaktion informiert jene Bewerber, die den Zuschlag erhalten (dann gibt es auch genauere Informationen zum Treffpunkt).

  • Die Hoffnungen, dass der neue Radweg in Wengern schon 2016 fertig werden könnte, zerschlugen sich u.a. wegen umfangreicher Sanierungen der Bauwerke und intensiverer Hangsicherungsarbeiten.


  • Nach der Stilllegung der Bahnstrecke im November 1979 konnte sich die Natur hier bis zum Baubeginn im Juni 2014 satte 35 Jahre ausbreiten.


  • Mit dem zweiten und 1,8 Kilometer langen Bauabschnitt von Albringhausen bis Silschede will Straßen-NRW 2018 beginnen.
  • Auf dieser Strecke verlassen die Radler einige Male die ursprüngliche Trasse.
  • Geplant wird auch die dritte und letzte Etappe zum Lückenschluss des Radwegs „Von Ruhr zu Ruhr“ über 3,1 Kilometer in Gevelsberg, die die Bauarbeiter frühestens 2019/2020 herrichten wollen.