Fußgängerzone

Regen lässt selten Urlaubsgefühl bei „Herdecke karibisch“ zu

Schlechtes Wetter trübte die Neuauflage von „Herdecke karibisch“, bei der  Tom Gräfen Cocktails mixte.  

Schlechtes Wetter trübte die Neuauflage von „Herdecke karibisch“, bei der Tom Gräfen Cocktails mixte.  

Foto: Jana Peuckert

Herdecke.  Drei Tage lang „Herdecke karibisch“: Zum zweiten Mal wollte ein Veranstalter in der Fußgängerzone für sommerliche Gefühle sorgen. Dann kam Regen.

43er Rum, Ananas-, Maracuja- und Zitronensaft plus Kokossirup. Das alles im richtigen Mischungsverhältnis – und schon ist der „Prince“ fertig. Einer von vielen Cocktails, den Tom Gräfen bei „Herdecke karibisch“ mit einer ordentlichen Portion Coolness und Lässigkeit mixt. Als Teil des Veranstalterteams sorgt er am Wochenende dafür, dass sich die Besucher mitten im Stadtzentrum wie im Urlaub fühlen.

Rezepte braucht Gräfen nicht mehr: „Ich mache das seit vier Jahren. Das ist schon Routine. Und es macht mir viel Spaß.“

Während Gräfen fleißig schüttelt und mixt, kann Wibke Büring ihren Caipirinha bereits genießen. Als gebürtige Herdeckerin begrüßt sie das Angebot sehr: „Ich finde das schön. Das ist auch mal was für junge Leute. Bei der Maiwoche wird sich ja immer darüber beschwert, dass die Jugendlichen am See Party machen. Aber irgendwo müssen sie ja hin.“

Anreise aus Köln

Inzwischen ist der „Prince“ fertig. Er ist für Simone Adler-Lies. Sie hat es sich am Samstag mit Monika Elias und Amelie Sareika auf den Liegestühlen bequem gemacht, deren Füße sich in die eigens für die Veranstaltung herangeschafften 80 Tonnen Sand vergraben haben. Die drei Frauen genießen die Atmosphäre. Amelie Sareika ist sogar extra aus Köln nach Herdecke gekommen, um am Abend der Gruppe „Latino Total“ zu lauschen.

Das musikalische Trio hat es aber nicht leicht, die wenigen Zuschauer mitzureißen. Statt in T-Shirts und Bermuda sind die Besucher in langen Hosen und Jacken gekommen. Einige haben einen Schirm dabei, unter dem sie Schutz vor dem immer wieder einsetzenden Regen suchen. An Mittanzen ist für die meisten nicht zu denken. Da können auch bekannte Stücke von Enrique Iglesias und das berühmte „Guantanamera“ nicht viel ausrichten.

Maria Lennhoff und Helmut Schiefenbusch lassen sich die gute Laune durch das Wetter nicht so schnell verderben. Sie zeigen zum Rhythmus der karibischen Klänge ihre flotten Salsaschritte. Helmut Schiefenbusch fühlt sich dabei an seinen Urlaub auf Kuba erinnert. Die beiden lieben das Tanzen, und das ist an diesem Abend deutlich zu spüren.

Auch tags darauf haben die Veranstalter kein Glück mit dem Wetter. Nach reichlich Regen am Sonntagmittag bleiben nachmittags die Liegestühle meist unbesetzt. Immerhin signalisiert laute Musik aus den Boxen, das rund um den Viehmarktbrunnen was los ist.

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