Stadtentwicklung

Richtkranz weht über neuer Kita im Schöntal

Zum Richtfest waren Eltern, Großeltern, Kinder und Erzieher ins Schöntal gekommen.

Zum Richtfest waren Eltern, Großeltern, Kinder und Erzieher ins Schöntal gekommen.

Foto: Susanne Schlenga

Wetter.   In Rekordzeit ist in Wetter der Rohbau für einen neue Kindertagesstätte entstanden. Jetzt durften die Kinder zum ersten Mal hinein.

„Stein auf Stein“ heißt es, wenn Kinder das Lied „Wer will fleißige Handwerker sehn“ singen. Für die neue Kita im wetterschen Schöntal passt das nicht. In gerade einmal acht Wochen wurde der Rohbau errichtet, aus Holz. Jetzt hatten Investor, Erbauer und die künftigen Mieter zum Richtfest eingeladen.

Karl Bröcker Stiftung als Investor

„In Rekordzeit“ hätten die Handwerker den Bau errichtet, gab es Lob von Stefan Nöcker, einem von drei Geschäftsführern der Materio GmbH, die im Auftrag der Karl Bröcker Stiftung die neue Kita baut. Nach dem Brand des Reuterhauses vor fast vier Jahren hatten sich Verwaltung und Politik dazu entschieden, für einen Neubau einer Groß-Kita – die Reuter- und Harkorthaus ersetzen soll – einen Investor zu suchen. Die Lippstädter Stiftung bekam den Zuschlag. Und sieht ihren Stiftungszweck erfüllt: „Wir sind stolz auf dieses ökologische und nachhaltige Projekt“, so Susanne Brandherm, ehrenamtlich im Stiftungsvorstand tätig. „Wir engagieren uns für das Wohl der Kinder, das wird hier verwirklicht.“

Richtfest für neue Kita in Wetter
Richtfest für neue Kita in Wetter

Am Freitag konnten sich nun nicht nur diese offiziellen Bauherren vom Fortgang der Arbeiten überzeugen, es waren auch ganz viele „kleine Bauherren“ gekommen, die mit Neugier einen ersten Blick in ihr künftiges Domizil warfen. Ausgestattet mit leuchtend gelben Bauhelmen stürmten die Jungen und Mädchen aus Reuter- und Harkorthaus die neuen Räume. Und eines wurde schnell klar: Ihr Wunsch nach viel Platz wird im Schöntal wahr. Was sie sonst noch für die neue Kita auf den Wunschzettel geschrieben haben, hängten sie an den Richtkranz.

Dank für gute Zusammenarbeit

Bürgermeister Frank Hasenberg sah dagegen seine Wünsche schon fast erfüllt. „Das ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Kinder und ein Ausdruck einer kinderfreundlichen Gemeinschaft“, formulierte er es in einem Grußwort. Wünsche sind auch für die künftigen Mieter in Erfüllung gegangen, durften sie sich doch aktiv an der Planung beteiligen. „Wir sind beeindruckt, wie schnell es geht und danken für die gute Zusammenarbeit“, betonte Ulrike Lettermann, Geschäftsführerin des Trägervereins Soziale Einrichtungen (TSE).

Rotwein zum Richtspruch

„Ein Kinderhaus voll Freud’ und Wonne“, wünschte sich Rolf Schottmüller, Zimmermann und ebenfalls Geschäftsführer der Materio GmbH, in seinem Richtspruch. Drei Mal erhob er sein Glas, gefüllt mit rotem Wein (nicht wie manch einer vermutete mit Traubensaft), um auf „alle treuen Geister, die dieses Werk vereint hat“, zu trinken. Drei Mal leerte er sein Glas in einem Zug, um es zum guten Schluss auf dem Boden zersplittern zu lassen. Eine Tradition, die die Kinder mit Staunen verfolgten, um sich dann wieder dem bereits vorhandenen Spielplatz zu widmen: dem Matsch rund um den Neubau.

PLATZ FÜR SECHS GRUPPEN

  • Die Karl-Bröcker-Stiftung sieht die Investition in den Kita-Neubau als Alternative zur klassischen Geldanlage, die derzeit kaum Zinsen bringt.
  • Zum Start des neuen Kindergartenjahres im August soll die nach Ökostandard gebaute Kita fertig sein und sechs Gruppen Platz bieten.
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