Weltweite Aktion

Rotarier pflanzen neue Obstbäume

Der Rotary Club Wetter-Herdecke Ruhrtal hat am Sandberg im Rahmen einer weltweiten Aktion Bäume gepflanzt.

Foto: Svea Wenderoth

Der Rotary Club Wetter-Herdecke Ruhrtal hat am Sandberg im Rahmen einer weltweiten Aktion Bäume gepflanzt. Foto: Svea Wenderoth

Wetter.   Die Rotarier Wetter/Herdecke haben im Rahmen einer weltweiten Aktion zahlreiche neue Obstbäume gepflanzt.

Prinz Albrecht von Preußen, Jakob Lebel und der Schöne aus Nordhausen stehen künftig auf der Wiese von Jürgen Nottenkämper. Doch bei den Dreien handelt es sich nicht um prominenten Besuch, sondern um Obstbäume.

Mit Beginn des Rotary-Jahres im Juli rief der amtierende Rotary-Weltpräsident Ian Riseley alle Rotarier dazu auf, einen Baum zu pflanzen. Der Club hat weltweit 1,2 Millionen Mitglieder, die alle potenziell an der Aktion teilnehmen könnten.

„Wir haben uns daraufhin überlegt, ob es Sinn macht, wenn jeder in seinem eigenen Garten einen Baum pflanzt, oder ob wir hier in Wetter und Herdecke daraus nicht besser eine Gemeinschaftsaktion machen wollen“, erklärt Clubmeister Ralph Näscher.

Der Experte hilft

Das nötige Wissen über die Pflanzen brachte Elmar Kersting mit. Er ist Obmann für Naturschutz des Hegerings Volmarstein und hat solche Pflanz-Aktionen bereits mehrfach durchgeführt. So konnte er bei der vorherigen Planung und auch bei der Bepflanzung selbst mit Rat und Tat zu Seite stehen.

Die jeweiligen Obstsorten bräuchten unterschiedliche Lichtverhältnisse und bestimmte Abstände untereinander, was bei der vorherigen Planung berücksichtigt wurde. Mit Pinnen wurden die jeweiligen Bepflanzungsstellen im Vorhinein markiert und die vorgesehenen Sorten zusätzlich ausgeschildert. Außerdem wusste Kersting, welche Utensilien beschafft werden mussten, um die frisch gepflanzten Bäume allesamt nachhaltig schützen zu können.

So wurden beispielsweise Holzstäbe im Boden um das Loch verankert, um Verbiss durch Rehe vorzubeugen und ein Gitter in der geschaufelten Grube angebracht, das die Wurzeln vor Nagern schützen sollte. Die künftige Pflege der Bäume übernimmt Nottenkämper selbst. Damit das möglichst problemlos funktioniert, wurden die Abstände der Bäume so gewählt, dass sein Rasentrecker zwischenherfahren kann.

Nach einigen Stunden des schweißtreibenden Grabens wurden die Bäume schließlich noch mit den zugehörigen Etiketten ausgestattet. So können gegebenenfalls auch Schulklassen oder Kindergartengruppen die Wiese besuchen und etwas über die verschiedenen Sorten lernen.

Vielfalt statt Monokultur

„Wir haben bewusst alte Obstbaumsorten gepflanzt und eine Vielzahl verschiedener Sorten ausgewählt, anstelle auf Monokultur zu setzen“, so Näscher.

Die Rotarier hätten nach dem Aufruf des Weltpräsidenten noch bis zum November gewartet, da man am besten im Frühjahr oder Herbst Bäume pflanzen solle. Zudem sei es günstig gewesen, dass die Bäume derzeit bereits ihr Laub abgeworfen haben.

„Der Fokus des Rotary Clubs lag bisher eigentlich nicht so sehr auf Umwelt, sondern es standen eher Aspekte wie z.B. Bildung auf dem Programm“, erklärt Clubpräsident Bernhard Alshut.

Allerdings sei vor etwa 35 Jahren schon mal eine einzelne Linde von den Rotariern gepflanzt worden. Diese stehe immer noch gegenüber der Eisdiele an der oberen Kaiserstraße in Wetter. „Einen Obstbaum zu pflanzen, ist mit Sicherheit nachhaltiger als das Pflanzen eines normalen Baumes. Ich kenne Projekte, wo Schulklassen das Fallobst aufgelesen haben und es in einer Mosterei zu Apfelsaft haben verarbeiten lassen. Anschließend haben sie den Saft auf dem Wochenmarkt verkauft und den Erlös für einen guten Zweck gespendet“, erzählt Alshut.

Derzeit führen die Rotarier Gespräche mit der Stadt Wetter und der Stadt Herdecke, ob es künftig auch an öffentlichen Plätzen ähnliche Aktionen geben kann.

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