Serie

Schule ist gar nicht immer doof

Schule macht nicht immer Spaß, aber die meisten Kinder gehen gerne zur Schule.

Schule macht nicht immer Spaß, aber die meisten Kinder gehen gerne zur Schule.

Foto: Susanne Schlenga

Wetter/Herdecke.   Was sagen Kinder über das Thema Schule? Sehr viel und gar nicht viel Schlechtes. Wir haben in Wetter und Herdecke nachgefragt.

Schule, das ist ein Thema bei dem jeder mitreden kann, der einmal eine besucht hat. Schule, das ist aber auch ein System, das von ganz vielen Seiten beeinflusst, gesteuert, reformiert und bewertet wird. Wir wollen in einer elfteiligen Serie die unterschiedlichen Aspekte von Schule betrachten. Aus Sicht der Schulplaner, der Schüler, der Schulleiter, der Lehrer, der Integrationsbeauftragten und Inklusionshelfern. Und wir wollen von unseren Lesern wissen, was sie mit Schule verbinden, welche Probleme und (vielleicht auch) welche Lösungen sie sehen. Zum Auftakt haben wir die Schüler gefragt, wie sie Schule finden und was sie verbessern würden.

Differenzierte Sicht

„Schule ist doof“. Wer hat das nicht irgendwann an einer Wand oder auf der Tafel gelesen oder gar selbst geschrieben. Doch so pauschal und vor allem negativ besetzt das manchmal im ersten Moment klingt, ist das Thema Schule nicht. Auch Schülerinnen und Schüler urteilen sehr differenziert. Und vor allem finden sie Schule meist gar nicht doof, sondern in vielen Punkten gut.

Kochen und Nähen lernen

Freunde treffen, das ist ein wichtiger Aspekt für die Jungen und Mädchen, wenn es um die Zeit in der Schule geht. Überzeugt sind sie alle, dass Schule wichtig für ihre eigene Zukunft ist. „Der Horizont wird erweitert“, sagt zum Beispiel Cara Hower aus Wetter.

Nur würden die Kinder gerne mehr mitbestimmen, was gelernt wird: Yannik Matthé wünscht sich zum Beispiel Kochen oder Nähen, Leoni Grabinski will lernen, wie man eine Versicherung abschließt.

Griesgrämige Lehrer nerven

Ganz oben auf der Liste der Wünsche steht der nach guten und vor allem motivierten Lehrern. Dass das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern nicht immer ganz einfach ist, weiß jeder. Interessant ist aber, dass gleich mehrere Kinder davon berichten, dass Pädagogen zum Teil keine Lust auf ihren Job haben.

„Griesgrämig“ seien die Lehrer, die eigentlich gar nicht mehr unterrichten wollten, hat der zehnjährige Torin Noll gesagt. Seine Schwester Lien liefert auch gleich einen Vorschlag, wie man die Situation verbessern könnte. Nicht nur Lehrer sollten Kritik an Schülern üben dürfen, sondern auch sie sollten „überprüft werden“. Und noch etwas stört: der Zustand von Toiletten und Klassenzimmern. Hier kann sich einiges verbessern, meinen die Schüler.

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