Theater

Seelenbrecher in der Lichtburg in Wetter

Szene aus dem neuen Koffertheater-Stück: Das Ensemble zeigt Sebastian Fitzeks „Der Seelenbrecher“.

Szene aus dem neuen Koffertheater-Stück: Das Ensemble zeigt Sebastian Fitzeks „Der Seelenbrecher“.

Foto: Manuela Pavlovskis

Wetter.   Das Koffertheater feiert am Samstag Premiere mit einem Psychothriller von Sebastian Fitzek. Aktionsreiches und mysteriöses Stück.

Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den „Seelenbrecher“ nennt, genügt: Als man die Frauen wieder aufgreift, sind sie verwahrlost, psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem eigenen Körper begraben.

Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. Verzweifelt versuchen die Eingeschlossenen einander zu schützen – doch in der Nacht des Grauens zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt.

Belastungsprobe für die Tür

Noch wenige Proben bis zur Premiere am 10. November hat das Ensemble des Koffertheaters unter der Regie von Denise Förster eingeplant. Bis dahin muss alles sitzen, und das nicht nur bei den Darstellern. „Auch das Bühnenbild und die Requisiten müssen hier einwandfrei funktionieren“, so Denise Förster. „Alleine die in die Kulisse eingebaute große Schiebetür muss bei den vielen aktionsreichen Szenen einiges aushalten“, lacht sie. „Das sind so etliche Kleinigkeiten, die bedacht werden müssen. Keine Luft in den Reifen eines Rollstuhles ist bei den Proben echt lustig, es schiebt sich aber halt schwer“, erzählt sie noch immer sichtlich amüsiert. „Aber während der Vorstellungen ist es schon besser, wenn es rollt.“

Glücklicherweise hat die Regie eine Assistenz an ihrer Seite, Kirsten Gürster, die Frau für alle Fälle. „Ohne Regieassistenz wären wir verloren“, erzählt Förster. „Sie ist die Einzige, die immer weiß, was gerade genau passiert und welche Szene gerade gespielt wird.“

Acht Charaktere beinhaltet das Stück, beim Koffertheater besetzt durch zehn Darsteller, und das hat auch organisatorische Gründe. Lien Noll und Josefine Eckhardt zum Beispiel besetzen die Rolle der „Yasmin Schiller“. „Lien und Josefine gehören noch nicht so lange zum Darstellerkreis, durch das Aufteilen der Rolle können sich die Beiden ausprobieren und haben nicht gleich den Druck des kompletten Stückes auf ihren Schultern“, erklärt Förster.

Altersempfehlung beachten

Die weiteren Rollen werden besetzt durch Nils Findling als Caspar, Ramona Köhler als Dr. Sophia Dorn, Kris Köhler als Dr. Jonathan Bruck, Annette Montag und Michael Westerweller als Prof. Dr. Samuel Rasfeld, Peter Steinmeyer als Tom, Frank Hebenstreit als Greta Kaminsky und Guido Dubilzig als Dirk Bachmann. Für das Stück „Der Seelenbrecher“ gibt das Koffertheater eine Altersempfehlung ab 12 Jahren heraus. „Das Stück geht teilweise an die Nerven und es wird auch ab und zu etwas blutig. Wir möchten einfach vermeiden, dass das unter Umständen bei den ganz jungen Besuchern zu Irritationen führen könnte“, erläutert Denise Förster diese freiwillige Altersempfehlung.

Die Proben ließen es erahnen, es wird spannend. Mit der Mischung aus Psychothriller und Krimi zeigt das Koffertheater ein aktionsreiches, mysteriöses Stück mit vielen Irrungen, Wirrungen und Rätseln, aber auch gewürzt mit einer Prise Humor. Und am Ende kommt es wie immer: Anders als man denkt

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