Beratung

Sexualisierte Gewalt: Kosten für Anlaufstelle aufteilen

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Knapp 82000 Fälle von sexualisierter Gewalt wurden im vergangenen Jahr von der Polizei bundesweit erfasst.

Knapp 82000 Fälle von sexualisierter Gewalt wurden im vergangenen Jahr von der Polizei bundesweit erfasst.

Foto: imago/bonn-sequenz

Herdecke.  18.000 Euro müsste die Stadt Herdecke für eine Beratungsstelle trotz Förderung aufbringen. Die Kosten könnten mit der Nachbarstadt geteilt werden.

Im Rahmen der Sitzung des Jugendhilfeausschusses der Stadt Herdecke wurde bekannt, dass das NRW-Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration ein Interessenbekundungsverfahren zur Förderung des Ausbaus der spezialisierten Beratung bei sexualisierter Gewalt durchgeführt und sich pro familia zur Einrichtung einer solchen Stelle für die Städte Herdecke und Wetter beworben hat.

Die Sozialausschüsse der CDU (CDA) im Ennepe-Ruhr-Kreis und in Herdecke begrüßen, dass hier schon zu Beginn einer Entwicklung Planungssicherheit besteht, da eine dauerhafte 80-prozentige Förderung der Stelle zugesagt wird. Christian Brandt, Kreisvorsitzender der CDU-Sozialausschüsse im Ennepe-Ruhr-Kreis und Ruhrgebiet und Landtagskandidat für Hattingen, Schwelm, Sprockhövel und Wetter macht deutlich, dass es sich um „ein sehr wichtiges Angebot in unserem Kreis, vor allem für betroffene Kinder, handelt. Neben den psychosozialen Beratungs- oder Therapieangeboten für Opfer als auch für deren Angehörige sollen ebenfalls Fachberatungsangebote für Einrichtungen und Institutionen, wie Kindertageseinrichtungen, Schulen und freie Träger zur Verfügung stehen“.

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„Der Austausch im Jugendhilfeausschuss war parteiübergreifend positiv“, so Matthias Zankl, Mitglied der CDA Herdecke und Mitglied im Jugendhilfeausschuss der Stadt Herdecke. Seitens der Verwaltung wurde allerdings deutlich gemacht, dass es sich um eine freiwillige Leistung der Stadt handeln würde und auch geschätzte 18.000 EUR Eigenanteil bei einer defizitären Haushaltslage erstmal aufgebracht werden müssten.

Abstimmung mit Wetter

„Aus Sicht der CDA Herdecke ist hier definitiv die Abstimmung mit der Stadt Wetter hilfreich und wichtig, um diese Chance der Einrichtung einer solchen Stelle nicht ungenutzt zu lassen. Bei einer Kooperation beider Städte würden „lediglich“ jeweils 9000 Euro Kosten für Herdecke und Wetter entstehen“, so Matthias Zankl weiter. Auch die Kooperation zwischen der Erziehungs- und Familienberatungsstelle des GVS und pro famila sollten im Falle der Einrichtung dieser Stelle intensiviert beziehungsweise abgestimmt werden.

Im Rahmen der Jugendhilfeausschusssitzung fanden zwischen der Vertreterin der Erziehungs- und Familienberatungsstelle des GVS und dem Vertreter der pro familia direkt positive Gespräche statt, und Beide bekräftigten die Bedeutung einer solchen Stelle und verdeutlichten, dass durch die Finanzierungszusage durch das Land eine große Planungssicherheit existieren würde und empfahlen die Chance zu nutzen

„Die Entwicklungen in den letzten Monaten in diesem Bereich haben gezeigt, dass ein entsprechendes Angebot wichtig ist, und wir hoffen sehr, dass diese Möglichkeit der Landesregierung durch die beide Städte genutzt werden und die Bedeutung wie bspw. in Hattingen gesehen wird“, so Christian Brandt und Matthias Zankl abschließend.

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