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Shakespeare im Schnelldurchlauf

Das Koffertheater hat „Shakespeares sämtliche Werke ... leicht gekürzt" einstudiert.

Foto: Jonas Zerweck

Das Koffertheater hat „Shakespeares sämtliche Werke ... leicht gekürzt" einstudiert. Foto: Jonas Zerweck

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Wetter.  „Die Drei sind ein Hammer! Sie haben immer noch mehr Ideen und setzen ständig einen drauf“, freut sich Regisseurin Sabine Gruß an der Arbeit mit „ihren drei“ Schauspielern. Die geben das Lob zurück: „Bei so guter Regiearbeit macht das einfach Spaß!“

Jetzt fand eine öffentliche Probe zum Stück „Shakespeares sämtliche Werke (leicht gekürzt)“ statt. Dafür waren Jugendliche aus den Jugendprojekten des Koffertheaters eingeladen. „Wir haben so viel Interaktion mit dem Publikum im Stück, dass diese öffentliche Probe unbedingt nötig war, um auch das einmal durchzugehen“, erklärt die Regisseurin.

„Da hat alles seinen Witz!“

Vor der Probe herrscht eine lockere und fröhliche Atmosphäre. Es wird gescherzt und viel gelacht. „Kris kann schon sehr verliebt gucken“ setzt Schauspieler Marc Gruß an, „so wie er Niklas anschaut, hab ich ihn noch nie eine Frau angucken gesehen.“ Alle lachen, Kris Köhler, auch Schauspieler, winkt ab und kontert: „Ich denk dann einfach immer: es hätte schlimmer kommen können!“ „Und so liefen die Proben“ stellt Sabine Gruß fest. „Aber das passt zum Stück. Da hat alles seinen Witz!“

„Das liegt auch am Original, das ist schon so super! Als ich das Stück das erste Mal in London gesehen habe, konnte ich mich nicht mehr halten vor Lachen“, gesteht Marc Gruß. „Ich muss auch sagen, dass mir die Regie am lockersten von allen bisherigen von der Hand gegangen ist“, sagt Sabine Gruß. „Bei uns sieht das aber anders aus,“ entgegnet Kris Köhler, „ vom Spielerischen war das echt eine Herausforderung. Man muss so schnell die Figuren wechseln, das ist so ein hin und her, das ist nicht einfach.“ „Und dann kommt noch dazu, dass zwischendurch in dem alten Versmaß vorgetragen wird“, ergänzt Marc Gruß.

Romeo und Julia mit viel Spaß

Trotz der vielen Figuren verspricht die Regisseurin, dass in den Rahmenfiguren Tiefe entsteht und stellt auch richtig, dass das Stück nicht nur aus Komik besteht: „Als wir zum Beispiel zu Romeo und Julia kamen, sind wir das schon ernsthaft angegangen und haben es auch so inszeniert. Trotzdem bleibt auch da der Spaß nicht wirklich aus, wenn Kris Niklas küssen muss, aber nicht wirklich will.“ Geprobt wurde viel, jetzt freuen sich alle Beteiligten auf die Auftritte.

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