Soziales

Sonnenlicht in Ghana persönlich überreicht

Die Funktion der Lampen muss den Kindern erst noch erklärt werden, damit sie die Sonnen auch richtig nutzen können

Die Funktion der Lampen muss den Kindern erst noch erklärt werden, damit sie die Sonnen auch richtig nutzen können

Foto: Verein Amaraaba

Wetter.   Lernen in den Abendstunden ist dank Hilfe aus Wetter für die Kinder kein Problem mehr. Ihre Schule wird neu gebaut.

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Katharina Gerlach, Vorsitzende des Vereins Amaraaba-Ghana aus Wetter und ihr Mann und Projektkoordinator Latif Ibrahim sind aktuell zu Besuch in Ghana. Dort haben die Beiden bereits einige Dörfer besucht, in denen Projekte des Vereins erfolgreich umgesetzt wurden, haben einen weiteren Schulbau ins Rollen gebracht und die über den Verein vermittelten Patenkinder besucht und Geschenke überbracht.

Spendenaktion zeigt Früchte

Außerdem verteilten Katharina und Latif die solarbetriebenen Sonnen-Lampen, die über eine Spendenaktion Ende des vergangenen Jahres in Kooperation mit der Organisation „Little Sun“ gespendet wurden. Mit strahlenden Augen nahmen die Kinder im Dorf Kochim die Sonnen entgegen. Das Dorf liegt weit außerhalb von Tamale und verfügt weder über Strom oder Wasser, noch gibt es dort ein richtiges Schulgebäude. Die Lampen laden sich am Tag über die Sonne auf und geben nach Einbruch der Dunkelheit noch wertvolles Licht. Sie sollen einem Teil der Kinder helfen, die bald wichtige Prüfungen schreiben und in den Abendstunden noch lernen möchten. „Aktuell haben wir oft abends Stromausfall“, erzählt Katharina Gerlach. „Durch das Licht der Lampen können die Familien abends trotzdem gemeinsam kochen, und auch die Schneiderin kann hier noch abends weiter arbeiten“, betont sie.

Der Verein Amaraaba-Ghana bedankt sich ganz herzlich bei allen Spendern sowie bei der Organisation „Little Sun“ für die gewinnbringende Kooperation und den reduzierten Preis für die Sonnen-Lampen.

Nicht nur eine Erweiterung

In dem genannten Dorf Kochim hat inzwischen auch das nächste Projekt mit einem Schulbau begonnen. Hier wurden bereits die ersten Schritte wie die Anlieferung des Materials unternommen. Ursprünglich sollte das nächste Projekt mit einem Erweiterungsbau der bereits durch den Verein gebauten Schule in dem Dorf Nyarizegu realisiert werden. „Wir sind sehr stolz, sagen zu können, dass die ghanaische Regierung Dank unseres bisherigen Einsatzes auf das Dorf aufmerksam wurde und dort drei weitere Klassenzimmer finanziert und gebaut hat“, freuen sich Katharina und Latif.

Das ist ein großer Erfolg für den kleinen Verein aus Wetter, denn damit steht dem Dorf eine komplette Mittelschule zur Verfügung. „Wir sind gerührt, unendlich dankbar, stolz und total glücklich“, übermittelt Katharina Gerlach die freudige Nachricht. Unter anderem haben Katharina und Latif bei ihrem Besuch in Ghana bereits einen Spielplatz in dem Dorf Bogu Naayili nahe der vom Verein erbauten und eingerichteten Computerschule eröffnet sowie Matratzen für ein Waisenhaus in dem Dorf Kpawumo gekauft, in dem einige Kinder bis dahin auf dem Boden schlafen mussten.

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