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Sparkasse spendet auch für drei Vereine in Wetter

Michael Hedtkamp, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gevelsberg-Wetter, und Thomas Biermann (Vorstandsvorsitzender, hinten von links) mit Vereinsvertreten bei der symbolischen Scheckübergabe. 

Michael Hedtkamp, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Gevelsberg-Wetter, und Thomas Biermann (Vorstandsvorsitzender, hinten von links) mit Vereinsvertreten bei der symbolischen Scheckübergabe. 

Foto: Sparkasse

Wetter/Gevelsberg.  Die Spenden der Sparkasse Gevelsberg/Wetter sind für Vereine oft der rettende Anker. Drei Vereine in Wetter können sich freuen.

„Bei einer Spende ist nicht nur der Betrag wichtig. Sie ist auch ein Zeichen der Wertschätzung gegenüber unserer Arbeit“, sagt Hans Günther Adrian; Vorsitzender des Ortsvereins Gevelsberg des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), voller Überzeugung. Aber noch nie haben die heimischen Vereine finanzielle Mittel so dringend gebraucht, wie in den Corona-Zeiten. Und so kommt dieser Geldsegen im richtigen Moment: Bereits 336.500 Euro hat die Sparkasse Gevelsberg-Wetter bisher in diesem Krisenjahr für die ehrenamtliche Arbeit gespendet oder an Spenden zugesagt. 156 Vereine in den beiden Städten, deren Bürger die Sparkasse finanziell betreut, wurden bedacht.

Spendengala fällt aus

„Eigentlich hatten wir in diesem Jahr eine große Spenden-Gala geplant, bei der das Geld symbolisch übergeben wird. Doch, von diesem Plan mussten wir wegen der Pandemie natürlich Abstand nehmen“, bedauert Thomas Biermann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, den Rahmen verkleinern zu müssen. Stattdessen hatte das Geldinstitut symbolisch drei Vertreter von Vereinen eingeladen, um auch deren Sorgen und Nöte anzuhören. Die Spenden, die früher vielleicht das Sahnehäubchen auf ihrer Arbeit waren, brauchen die Vereine zum Überleben. Das wurde in den Gesprächen deutlich.

Sylvia Nin, Vorsitzende des Breitensportvereins SE Gevelsberg schätzt, dass wegen Corona zwischen 60.000 und 70.000 Euro in der Kasse fehlen. Der Scheck von der Sparkasse über 2.300 Euro reicht da schon einmal aus, „um die Hygienemittel zu finanzieren, die wir bei unserem Sicherheitskonzept benötigen, wenn der Betrieb jetzt wieder ganz langsam anläuft.“

Beleuchtung für Erste-Hilfe-Station

Hans-Günther Adrian erinnert sich, die Beleuchtung für die Erste-Hilfe-Station des DRK auf der Kirmes mit der Sparkassen-Spende finanziert zu haben. „Moonlight“ nennt sich das technische Wunderwerk. Das liebste Volksfest der Gevelsberger fällt dieses Jahr genauso aus, wie viele andere Veranstaltungen, bei denen das Rote Kreuz Sanitätsdienste leistet und dafür eine Vergütung bekommt. „Auch uns fehlt Geld in der Kasse“, sagt Adrian. Deshalb wurde schon im Ortsverein darüber diskutiert, ob die Kleiderbörse für Bedürftige wieder geöffnet werden sollte, weil dafür ein teurer Desinfektionsmittel-Spender angeschafft werden musste. Die 2.750 Euro von der Sparkasse machen es leichter, solche Entscheidungen zu treffen. Die Kammer ist inzwischen geöffnet.

Auch Geld für Schulen

„Jahrzehntelang war die Spende von der Sparkasse unsere einzige Einnahmequelle“, verrät Inge Rometsch, 2. Vorsitzende des Musikvereins Gevelsberg, die 3.500 Euro mitnehmen durfte. Inzwischen haben die Besucher der Konzerte in der Aula Vogelsang auch die Gelegenheit, einen Betrag zu spenden. Eigentlich sind die musikalischen Veranstaltungen nämlich kostenlos. Kosten hat der Verein hingegen, wenn Gastmusiker aus Hagen oder sogar Düsseldorf dazustoßen, weil Instrumente im eigenen Ensemble für das ausgewählte Programm fehlen. Da gibt es wenigstens eine kleine Aufwandsentschädigung. Und auch die Wartung von Geige und Co. gibt es nicht umsonst.

Nöte sind bekannt

104.000 Euro spendete die Sparkasse allein an Sportvereine, 53.500 Euro gehen noch an Fördervereine der Schulen in Gevelsberg und Wetter. „Wir haben das Geld diesmal früher im Jahr auf den Weg gebracht, weil wir die Nöte kennen“, so Sparkassen-Chef Biermann. In den Beträgen sind noch nicht die Summen enthalten, die das heimische Geldinstitut aufgrund von Sponsorenverträgen zum Beispiel über Banden- oder Trikotwerbung überweist. „Wir haben die große Sorge, dass wir dabei vertragsbrüchig werden könnten, da keine Spiele stattfinden können“, teilte SEG-Vorsitzende Sylvia Nin ihre Bedenken mit. Vorstandsvorsitzender Biermann versprach, mit allen betroffenen Vereinen Kontakt aufzunehmen: „Wir werden in jedem Fall eine Lösung finden.“

Drei Vereine in Wetter bedacht

In Wetter dürfen sich ebenfalls drei Vereine über eine Spende der Sparkasse Gevelsberg-Wetter freuen: das mobile Hospiz Wetter, der Heimatverein Wetter sowie der Kinderschutzbund Wetter.

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