Verkehr

Staatsanwaltschaft untersucht tödlichen Unfall in Wengern

Auf diesem Zebrastreifen in Wengern übersah eine 55-Jährige den Senior beim Überqueren der Straße. Blumen und Kerzen erinnern an das Unglück.

Auf diesem Zebrastreifen in Wengern übersah eine 55-Jährige den Senior beim Überqueren der Straße. Blumen und Kerzen erinnern an das Unglück.

Foto: Steffen Gerber

Wengern.   Nach dem tödlichen Unfall auf der Osterfeldstraße in Wengern hat Hagens Staatsanwaltschaft ein verkehrsanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben.

Der tragische Verkehrsunfall in der Osterfeldstraße vom 7. Dezember 2017 ist bei vielen Wengeranern noch Gesprächsthema. Laut Polizeibericht hatte an jenem Donnerstag eine Wetteranerin einen Senior auf dem Zebrastreifen am Penny-Supermarkt bei Dunkelheit und Regen gegen 17 Uhr übersehen und den 86-Jährigen mit ihrem Auto sehr schwer verletzt. Der Wetteraner starb kurze Zeit später an den Folgen in einem Krankenhaus.

Auf Anfrage teilt die zuständige Staatsanwaltschaft Hagen nun mit, dass sie zwecks Ursachenforschung ein verkehrsanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben hat. Mit Ergebnissen dieser Untersuchung rechnet die Behörde allerdings nicht mehr in diesem Monat. Unterdessen erfuhr die Redaktion aus gesicherter Quelle, dass das Unfallopfer zum Zeitpunkt des tragischen Zusammenstoßes keine dunkle Kleidung trug.

Ortsbegehung schon lange vereinbart

In der nächsten Woche schon treffen sich Vertreter der Stadt Wetter, der Polizei und von Straßen-NRW als zuständige Verkehrsbehörde dieser Durchgangsstraße zu einer Ortsbegehung. Den Termin hatten die Beteiligten – wie berichtet – schon vor dem schlimmen Unfall vereinbart. Denn schon länger gibt es Bestrebungen, auf der Osterfeldstraße die Geschwindigkeitsvorschrift von 50 um 20 km/h herabzusetzen. Während die Polizei sowie der Landesbetrieb Zweifel an der rechtlichen Voraussetzung für eine Tempo-30-Zone angaben und keinen Unfallschwerpunkt ausmachen konnten, sprachen sich Wetters Stadtverwaltung und im September eine politische Mehrheit mit der SPD an der Spitze für eine Drosselung der Geschwindigkeit zumindest im Ortskern (zwischen den Einmündungen Max-Gruhl-Straße und Schmiedestraße) aus. Manchen Anwohnern geht das nicht weit genug, einige fordern Tempo 30 für den gesamten Abschnitt mit Beginn des Ortseingangs.

Initiatoren hoffen auf Unterstützung

Aktiv geworden ist derweil Andre Meetz. Der Wengeraner hatte bereits in der jüngsten Ratssitzung eine Unterschriftenaktion angedeutet, um eine Geschwindigkeitsreduzierung zu erwirken. Mittlerweile hat er im Internet eine Facebook-Seite eingerichtet, die unter dem Stichwort „Tempo 30 für die Osterfeldstrasse (Wengern/Wetter)“ zu finden ist. Zur Begründung heißt es dort: „Damit man sich besser organisieren kann und um Helfer zu animieren, habe ich diese Gruppe gegründet. Teilen ist erlaubt und gerne gesehen.“ Interessierte können den Initiatoren auch eine E-Mail (Adresse: 30-er-Zone@gmx.de) schreiben.

Zudem schrieb Meetz der Lokalredaktion, dass eine Tempo-30-Zone zwar „kein Allheilmittel“ sei, doch müsse der Gesetzgeber „das volle Repertoire ausschöpfen, um meine Mitbürger zu schützen.“

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