Freizeit

Stadt Herdecke öffnet Freibad am Samstag mit Corona-Regeln

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Trotz hoher Corona-Anforderungen kann und will die Stadt Herdecke das Freibad am Bleichstein ab dem 12. Juni öffnen: Amtsleiterin Jessica Rausch (blaues Kleid) und Schwimmmeister Alexander Krüger (links) erklären an den gefüllten Becken das Konzept für die Saison 2021.

Trotz hoher Corona-Anforderungen kann und will die Stadt Herdecke das Freibad am Bleichstein ab dem 12. Juni öffnen: Amtsleiterin Jessica Rausch (blaues Kleid) und Schwimmmeister Alexander Krüger (links) erklären an den gefüllten Becken das Konzept für die Saison 2021.

Foto: Steffen Gerber

Herdecke.  Das Freibad der Stadt Herdecke öffnet ab Samstag, 12. Juni. Besucher müssen sich auf Corona-Regeln einstellen und sich online vorher anmelden.

Das sonnige Wetter passt, der Inzidenzwert ebenso: An diesem Samstag öffnet die Stadt Herdecke wieder ihr Freibad. Hört sich lapidar an, beinhaltet im Corona-Zeitalter aber viele Vorkehrungen. Erfreulich: Die letzten Arbeiten an den Becken endeten kürzlich. Während der Rasenmäher am Donnerstag über die Liegewiese fuhr, weisen am Kassenhaus rote Abstandsmarkierungen auf Besonderheiten hin. Die erläutern Jessica Rausch als zuständige Amtsleiterin und Alexander Krüger als Schwimmmeister.

Die Zeiten

Ab dem 12. Juni ist das Freibad täglich von 13 bis 19 Uhr geöffnet. In den sechswöchigen Sommerferien gilt ab dem 5. Juli ein Zwei-Schicht-Betrieb: Besucher erhalten von 10 bis 14 oder 14.30 bis 19 Uhr Einlass am Bleichstein (eine halbe Stunde dazwischen reiche für den Publikumswechsel). Zum Schulstart geht es zurück zum Nachmittagsbetrieb. Wegen Corona lasse die Stadt maximal 300 Leute pro Zeitblock hinein.

Die Anmeldung

Alle Badegäste müssen ihren Freibadbesuch per Formular (erreichbar über die städtische Internetseite www.herdecke.de) anmelden. „Das ist wegen der Kontaktnachverfolgung nötig“, erläutert Jessica Rausch. Besucher müssen daher Angaben zur Person machen und auf diesem Weg auch ihren Termin am gewünschten Tag eintragen.

Dieser Vordruck des Anbieters Terminland stehe aber erst 48 Stunden vor dem jeweiligen Besuch bereit. Das heißt beispielsweise: Wer Samstag in den Becken an der Hengsteyseestraße schwimmen will, kann frühestens Donnerstag ein Ticket reservieren. Und zwar einzeln: Jede Person, auch wenn sie zu Familien oder Gruppen gehört, muss einen individuellen Code vorzeigen.

Die Voraussetzungen

Beim Einlass gilt die mittlerweile bekannte 3-G-Regel: Genesene, Geimpfte oder (negativ) Getestete erhalten Zutritt, wenn sie das nachweisen können. Zudem sollten sie einen gültigen Lichtbildausweis und die Terminbestätigung etwa auf dem Handy oder als Ausdruck vorzeigen können. „Sollte es mal Rückfragen oder Probleme bei der Internetregistrierung geben, wollen wir kurzfristig nach Lösungen suchen und behilflich sein“, sagen Amtsleiterin und Schwimmmeister.

Der Besuch

Wer zum passenden und gebuchten Termin am Eingang steht, entrichtet dort den Eintritt: vier Euro für Erwachsene, Kinder/Jugendliche zahlen die Hälfte (ebenso jene mit belegbarer Sozialermäßigung). Jahreskarten oder ähnliches gibt es 2021 nicht. Auf dem Gelände gelten Abstandsregeln, eine Maskenpflicht gilt nur am Kassenhaus, im Umkleidetrakt und in Sanitäranlagen. Alle Becken, Liegewiese, Rutsche und Sprungturm stehen zur Verfügung. Ein Imbissangebot ermöglicht wieder der Herdecker Michael Smith.

Der Ausblick

Je nach Wetter will die Stadt das Freibad bis voraussichtlich September öffnen. Weiterhin unklar ist, wann die beschlossene Sanierung startet und ob es einen Schwimm-Betrieb am Bleichstein 2022 gibt.

Die Einschätzung

Trotz der erforderlichen Corona-Maßnahmen und einigen Personalproblemen im Vorfeld habe die Stadt ein Ziel: „Wir wollen vor allem Kindern und Jugendlichen, die in der Pandemie ja auf einiges verzichten müssen, den Freibadbesuch ermöglichen, damit sie hier Spaß haben können“, sagt Jessica Rausch. Das Angebot sei für die Verwaltung ein personeller und finanzieller Kraftakt. Neben der Aufsicht (zwei Rettungsschwimmer gehören zum Team) gebe es auch einen erhöhten Reinigungsbedarf.

„Wir tasten uns an all das heran, für uns alle ist das auch die erste Corona-Saison und eine Mammutaufgabe. Wir müssen erst Erfahrungswerte sammeln, um gegebenenfalls etwas optimieren zu können.“ Klar ist bereits: Ein Sicherheitsdienst unterstützt die städtischen Mitarbeiter gelegentlich im Bad. Bei hoffentlich gutem Wetter.

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