Energie

Stadt Herdecke plant Photovoltaik-Anlagen auf 4 Schuldächern

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Auf dem Dach der Werner-Richard-Schule in Herdecke ist eine Photovoltaik-Anlage seit einiger Zeit in Betrieb, weitere sollen folgen.

Auf dem Dach der Werner-Richard-Schule in Herdecke ist eine Photovoltaik-Anlage seit einiger Zeit in Betrieb, weitere sollen folgen.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Herdecke.  Über ein NRW-Förderprogramm will die Stadt Herdecke vier Photovoltaik-Anlagen auf Schuldächern und einem weiteren Gebäude bis 2024 finanzieren.

Maßnahmen für den Klimaschutz sind nicht nur wichtig, sondern können auch zu Einsparungen bei Energiekosten führen. Mit diesen Worten leitete Herdeckes Beigeordneter Dennis Osberg im Ausschuss für Bauen, Planen und Verkehr eine Mitteilung ein, wonach die Verwaltung weitere Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Gebäudedächern bauen will.

Nachdem sich die Stadtverwaltung in den letzten Wochen nach eigenen Angaben „sehr intensiv“ mit diesem Thema beschäftigt hatte, gab sie nun den Fahrplan für die nächsten drei Jahre bekannt. Auf insgesamt vier Gebäudedächern soll dann eine neue PV-Anlage mit Batteriespeicher stehen. Vor allem dank Fördergeldern, die aus einem Programm (progres.nrw) nach Herdecke fließen sollen. Dadurch lasse sich die teure Anschaffung finanzieren, um dann einen effizienten und wirtschaftlichen Betrieb dieser Einrichtungen zu ermöglichen.

Fünftes Gebäude wird noch ermittelt

Im kommenden Jahr, so Osberg, will die Stadt das Dach des Friedrich-Harkort-Gymnasiums mit einer zusätzlichen 245 Kilowatt-Peak starken Anlage ausrüsten. Dazu gehört ein gestellter Fördermittelantrag über rund 420.000 Euro. Folgen sollen im Jahr 2023 die Dächer der Hugo-Knauer-Schule sowie der Schrabergschule und in 2024 das Dach der Realschule. Mindestens ein weiteres Gebäude will die Verwaltung außerdem noch auswählen. „Die Stadt Herdecke wird somit jährlich einen Antrag auf entsprechende Fördermittel stellen“, sagte der Beigeordnet und Kämmerer. Der Eigenanteil des genannten Fördermittelprogrammes des Landes NRW, das bis 2024 läuft, liege bei zehn Prozent. Die einmaligen Eigenanteile belaufen sich bis dahin auf insgesamt circa 160.000 Euro.

Ab 2025 sei im Falle der Bewilligung der Fördermittel von einer Senkung der Bewirtschaftungskosten von mehr als 100.000 Euro jährlich auszugehen. Eine Amortisation – bezogen auf den städtischen Anteil – tritt laut Osberg bereits nach kürzester Zeit ein. Das stieß auf Zustimmung der Ausschussmitglieder. Peter Gerigk von den Grünen fragte nach, ob die Stadt von diesen Dächern auch etwas ins öffentliche Stromnetz einspeise. „Der Eigenverbrauch steht eindeutig im Vordergrund“, antwortete der Beigeordnete. In den Sommerferien beispielsweise könne aber auch etwas ins öffentliche Netz gehen. Osberg: „Die Förderrichtlinien geben vor, dass wir den gewonnenen Strom nicht vermarkten dürfen.“ (gerb)

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