Kultur

Stadt und Demag erhalten den Zuschlag für die Extraschicht

Ein Feuerwerk mit musikalischer Begleitung leuchtet in Bochum zum Abschluss der Extraschicht im vergangenen Jahr über der Jahrhunderthalle. Das Programm in Wetter wird im Mai bekannt gegeben.

Ein Feuerwerk mit musikalischer Begleitung leuchtet in Bochum zum Abschluss der Extraschicht im vergangenen Jahr über der Jahrhunderthalle. Das Programm in Wetter wird im Mai bekannt gegeben.

Foto: Ingo Otto

Wetter.   Bei der Nacht der Industriekultur gibt es erstmals auch Programm in Wetter. An der Burgruine in der Freiheit wird am 29. Juni richtig gefeiert.

Die Nachricht kam gestern Morgen um 11.02 Uhr. Die Stadt Wetter ist erstmals einer der Spielorte der Extraschicht, die sich am 29. Juni erneut durch das Ruhrgebiet zieht. Von 18 bis 2 Uhr geht die bereits 19. Extraschicht über die Bühne. In diesem Jahr sind 50 Spielorte in 24 Städten von Unna bis Moers dabei: In Wetter werden die Burgruine Freiheit sowie die Demag Dreh- und Angelpunkt sein.

Ehemalige Zechen, Werksgelände, Hallen, Denkmäler, Parks und Museen öffnen für eine Acht-Stunden-Schicht ihre Tore. Hunderttausende Besucher waren im vergangenen Jahr dabei und werden es wohl auch dieses Jahr wieder werden. Wenn am letzten Juni-Samstag Orte der Industriekultur für eine Nacht zu Spielstätten außer- und ungewöhnlicher Darbietungen werden, hat dies längst einen festen Platz im kollektiven Terminkalender der Region.

Gemeinsame Bewerbung

„Wir freuen uns sehr, dass wir in Wetter ein Teil dieser bei den Bürgern in ganz Nordrhein-Westfalen seit Jahren sehr beliebten Extraschicht sind“, so Bürgermeister Frank Hasenberg. Die Stadt Wetter hatte sich gemeinsam mit der Demag bei der veranstaltenden Ruhr Tourismus GmbH um die Ausrichtung beworben.

Wetter ist daher am Samstag, 29. Juni, ein Spielort der Extraschicht, allerdings mit zwei Standorten: Zum einen rund um die Burgruine in der Freiheit, wo Friedrich Harkort im Jahr 1819 seine Mechanische Werkstätte gründete, zum anderen im Distributionszentrum der Demag. Das Weltunternehmen Demag ging aus der Mechanischen Werkstätte hervor. Verbunden werden die beiden Spielorte durch einen beleuchteten Historischen Pfad. Bürgermeister Hasenberg: „Friedrich Harkort ist eine prägende Figur für unsere Stadt. Seine Mechanische Werkstätte in der Freiheit war die Keimzelle der Industrialisierung in Westfalen. Es ist schön, dass wir dieses für unsere Stadt so bedeutsame Jubiläum nun gemeinsam mit zahlreichen Besuchern im Rahmen der so erfolgreichen und beliebten Veranstaltungsreihe der Extraschicht feiern können.“ Mit frischen Ideen und eigenen Konzepten bringen sich dieses Jahr insgesamt sechs neue Spielorte ein: Neben der Burgruine in Wetter wird das auch der Peter-Behrens-Bau in Oberhausen, benannt nach dem gleichnamigen Bauhaus-Architekten sein. Er war früher das Hauptlagerhaus der Gutehoffnungshütte und lädt heute mit über 100.000 Exponaten des LVR-Industriemuseums zum genussvollen Stöbern ein.

Weitere Neueinsteiger

Als „Location für alle Eventualitäten“ präsentiert sich heute die altehrwürdige Stadthalle Mülheim in Toplage direkt am Ruhrufer: modernste Ausstattung im neoklassizistischen Gemäuer. In einer ehemaligen Werkshalle der Henrichshütte Hattingen hat das Feuerwehrmuseum Feuer.Wehrk sein Zuhause gefunden und präsentiert nicht nur, aber überwiegend Exponate in knalligem Feuerrot.

Das Funke Druckzentrum in Essen öffnet zur Extraschicht seine Tore und bietet einen seltenen Einblick in die alte, mittlerweile hochtechnisierte, Kunst des Druckens. Nostalgische Straßenbahnen und weitere Oldies des Öffentlichen Personennahverkehrs aus den 1920er bis 1950er Jahren werden im Nahverkehrsmuseum Dortmund präsentiert, und nach kreativer Pause sind der Tetraeder in Bottrop und das CreativRevier Heinrich Robert in Hamm wieder mit an Bord der Extraschicht.

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