Umwelt

Stadtbetrieb dankt den Bürgern mit einer Verlosung

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Alessia Vespa vom Stadtbetrieb wirbt mit Vorsortierungsbehältern, Kompostsäcken und Papiertüten für die Aktion „Danke Biotonne“ am Samstag im Wertstoffland.

Alessia Vespa vom Stadtbetrieb wirbt mit Vorsortierungsbehältern, Kompostsäcken und Papiertüten für die Aktion „Danke Biotonne“ am Samstag im Wertstoffland.

Foto: Stadt Wetter

Wetter.  Die Wetteraner sammelten im vergangenen Jahr rund 62 Kilogramm Bioabfälle pro Kopf. Das ist mehr als der Bundesdurchschnitt.

Der Stadtbetrieb Wetter beteiligt sich gemeinsam mit mehr als 60 weiteren Städten und Landkreisen, dem Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, NABU und weiteren Verbänden an der bundesweiten Danke-Aktion zur Biotonne.

Und das hat einen guten Grund: In Deutschland sammeln Bürgerinnen und Bürger heute in Millionen von Biotonnen doppelt so viele Bioabfälle wie noch vor 25 Jahren. Rund 1.200 Kompost- und Vergärungsanlagen stellen aus rund 5 Millionen Tonnen Kartoffel-, Bananen-, Eierschalen und vielen anderen Küchen- und Gartenabfällen aus Biotonnen rund 2,5 Millionen nährstoffreichen Kompost für die Landwirtschaft und den Gartenbau sowie Biogas zur Strom- und Wärmeerzeugung her.

Im Vergleich zum Bundesdurchschnitt von 56 Kilogramm pro Einwohner und Jahr sammelte der Stadtbetrieb in Wetter im letzten Jahr 62 Kilogramm Bioabfälle pro Kopf. Die Harkortstadt liegt damit bereits über dem Bundesschnitt. Dabei ist nach oben noch reichlich Luft: Eine Studie des Umweltbundesamtes aus dem Sommer 2020 zeigt, dass unser Restmüll zu fast 40 Prozent aus Bioabfällen besteht; das sind jährlich 50 Kilogramm pro Kopf verschwendete Biomasse, aus der über die Biotonne wertvoller Kompost und Biogas gewonnen werden könnten. Bioabfall ist der größte ungenutzte Rohstoff in der Restmülltonne.

Im Detail handelt es sich dabei um: 45 Prozent ungekochte Küchenabfälle wie Obst- und Gemüsereste, Kaffeefilter, Kartoffeln und Eierschalen, rund 25 Prozent gekochte und zubereitete Nahrungsabfälle wie zum Beispiel Speisereste, Fisch, Fleisch und Milchprodukte, rund 18 Prozent verpackte Lebensmittel, die vor einem Wurf in die Biotonne von Plastik- und anderen Verpackungen befreit werden müssen, und knapp 10 Prozent Gartenabfälle.

Insofern soll das Dankeschön des Stadtbetriebes auch gleichzeitig Motivation für eine weitere Steigerung der Bioabfallmengen in Wetter sein. Daher verschenkt der Stadtbetrieb 100 Design-Vorsortierbehälter für kompostierbare Küchenabfälle in vier verschiedenen Trendfarben: Senfgrün mit weißem Deckel, die Kombinationen Weiß - Himbeer, Grey Stone - Powder Pink oder Türkis - Weiß.

Aktion am Samstag

Die Aktion findet am kommenden Samstag, 16. Oktober, im Wertstoffland statt. Bürger erhalten ein Los, mit dem sie die Vorsortierungsbehälter oder andere nützliche Sammelhilfen für den Bioabfall sowie auch Kompostsäcke für den eigenen Garten gewinnen können. Außerdem gibt es das trendige Küchenutensil auch bei künftigen Neubestellungen von Bioabfallgefäßen gratis dazu, jeweils solange der Vorrat an Losen und Gefäßen reicht.

Wenn der Bioabfall erst mal getrennt und gesammelt ist, wandert er in die Biogasanlage der Firma AHE in Witten. Die Biogasanlage macht aus den Küchen- und Gartenabfällen zunächst Biogas zur Herstellung von grünem Strom und Wärme; aus den Gärresten wird anschließend nährstoffreiche Komposterde gewonnen. Bei diesen Prozessen spielt die Qualität des Bioabfalls ebenfalls eine wichtige Rolle. Der größte Feind der Biotonne sind deshalb Abfälle aus Plastik, Glas und Metallen. Die können nicht aus dem Müll herausgefiltert werden.

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