Engagement

Stadtteilkonferenz in Alt-Wetter

Die Teilnehmer der Stadtteilkonferenz Alt-Wetter

Die Teilnehmer der Stadtteilkonferenz Alt-Wetter

Foto: Laura Wunderlich

Wetter.   Es gibt viele Ideen, wie die Stadt Wetter noch attraktiver werden kann. Zudem ist bereits jede Menge Vorarbeit geleistet worden.

Wetter soll besser werden, das stand für die Stadt und die Lenkgruppe Demografie und die Steuerungsgruppe „Aktionsplan Menschengerechte Stadt Wetter“ schon vor zehn Jahren fest. Beide Gruppen entwickelten Ideen und Pläne um Wetter zu verbessern. Stadtteilkonferenzen sollten dabei helfen mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Nach Konferenzen in den Stadtteilen Grundschöttel und Wengern, haben sich die Lenkgruppe und die Steuerungsgruppe zusammengeschlossen und veranstalteten am Samstag eine Stadtteilkonferenz in Alt-Wetter.

In den verschiedenen, aus dem Aktionsplan und dem Demografiebericht herausgehenden, Arbeitsgruppen „Wirtschaft und Arbeitsmarkt“, „Familie, Kinder und Jugend“, „Senioren und Pflege“ sowie „Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr“ konnten die Bürger zusammen Ideen austauschen und diskutieren.

Gesprochen wurde in der Begrüßung vor allem von Inklusion, einem der Hauptthemen der Stadtteilkonferenz. „Es sollte darum gehen, Ideen zu sammeln, kreativ zu werden und umsetzbares in die Tat umzusetzen“, sagt Bürgermeister Frank Hasenberg.

„Wir wollen etwas bewegen für Alt-Wetter“, sagt der Bürgermeister der Stadt Wetter. Man wolle die Stadt attraktiver für alle Menschen machen. Mit der Zusammenarbeit könne man das gewünschte menschengerechte Wohnen und Leben ermöglichen.

Vorgeschichte des Treffens

Marietta Elsche von der Ehrenamts- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wetter und Axel Fiedler, der Behindertenbeauftragte der Stadt stellten vor, wie die Gruppen vorher gearbeitet haben, warum man sich zusammenschloss und was man nun vorhabe.

Dabei wurde zurück an den Bürgerworkshops im Rahmen des Regierungsprogrammes „Fit für 2025“ erinnert und welche Bereiche laut dem Demografiebericht wichtig für die Zukunft sind. Und auch die Geschichte der Steuerungsgruppe wurde erläutert. Von der UN Behindertenrechtskonvention bis zu einem Runden Tisch in Wetter und dem Aktionsplan und Zwischenbericht, der 2017 auch in leichter Sprache veröffentlicht wurde.

Nach dieser kurzen Einführung durften sich die Bürger einen der vier Bereiche aussuchen um mit den jeweiligen Moderatoren aus Verwaltung oder Lenk- oder Steuergruppe Ideen zu entwickeln die in den jeweiligen Fachbereich passen. Schnell wurde klar: Es gibt viele Ideen, die es umzusetzen geht.

Die Tafeln mit den Ideen wurden umgehend gefüllt und die Bürger konnten sich einbringen.

Vor allem in der Kinder und Jugendarbeit sammelten sich viele Ideen, wie von den Demokratietagen im Juli, die alle zwei Jahre stattfinden sollen, aber es ging auch darum Jugendlich mitreden zu lassen, den Dialog zu suchen und nicht über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden.

Auch im Bereich Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr gab es viele Anregungen, wie am Bahnhof auch Pendlern und Bahngästen zu erlauben, über längere Zeit dort zu parken, generell die Parksituation in Alt-Wetter solle verbessert werden. Man wünsche sich auch eine Plattform auf der man diese Ideen sammeln kann genauso wie mehr Bänke in Alt-Wetter.

Job-Speeddating geplant

Die Gruppe Wirtschaft und Arbeitsmark hatte viele Veranstaltungsideen, wie eine Ausbildungsmesse, ein Ausbildungs-Paten-Modell und Job-Speeddating. Barrierefreiheit war ein großes Thema in der Gruppe Senioren und Pflege. Stadtteilbegehungen sollen aufzeigen, wo noch etwas getan werden müsse. Dafür hatte sich schon eine Gruppe gegründet. Auch eine Gruppe, die die Freizeitaktivitäten, die es für Senioren gibt zusammen trägt, gibt es. Und auch Ansprechpartner, so genannte Stadtteilkümmerer hatten sich freiwillig gemeldet, um zu helfen. Marietta Elsche ist zufrieden mit der Stadtteilkonferenz und freut sich wenn die Wünsche Bürger umgesetzt werden können. „Ich finde es toll, dass es schon so spezifische Termine und Gruppen gibt, es also nicht alles in der Luft schwebt sondern die Leute, die hier waren auch mit anpacken“, sagt Elsche.

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