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Starke Zahlen vom Arbeitsmarkt für EN-Kreis im Jahr 2018

Die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt Ende 2018:

Die Lage auf dem heimischen Arbeitsmarkt Ende 2018:

Foto: Franz-Peter Tschauner/dpa

Wetter/Herdecke/Ennepe-Ruhr.   Die Agentur für Arbeit zählte im Dezember 1150 Erwerbslose weniger als vor zwölf Monaten im EN-Kreis. Das gesamte Jahr 2018 war erfreulich.

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Wie war die Entwicklung auf dem heimischen Arbeitsmarkt 2018? Sehr gut, bilanziert die zuständige Agentur für Arbeit in Hagen, zumal das Jahr im Ennepe-Ruhr-Kreis mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit endete. Die Zahl der Erwerbslosen sank um 78 auf 9158, was die Arbeitslosenquote weiter um 0,1 Punkte auf 5,3 Prozent verringerte. Vor genau einem Jahr waren es 6,1 Prozent gewesen.

„Aktuell sind es inzwischen 1150 Arbeitslose weniger als vor zwölf Monaten. Neben den Jüngeren unter 25 Jahren gab es bei den Ausländern aktuell den größten Rückgang“, so Michael Stechele, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Hagen.

Im Landesvergleich sei im hiesigen Bezirk 2018 ein überdurchschnittlicher Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. „Auch die Beschäftigungsentwicklung lieferte gute Nachrichten: Nach den neuesten Daten gibt es im Kreis insgesamt fast 108.300 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, 2650 oder 2,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und sogar 8,2 Prozent mehr als vor fünf Jahren“, berichtet Stechele.

Kräftenachfrage erfreulich

Im Jahresdurchschnitt sank die Zahl der Arbeitslosen um 962 oder 8,8 Prozent im Vergleich zu 2017. In der Grundsicherung waren mit 6634 genau 639 oder 8,8 Prozent weniger Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Ausländerarbeitslosigkeit ging aktuell um 112 auf 2557 zurück. Die Kräftenachfrage im Kreis legte nach dem Rückgang vom November noch einmal richtig zu. 721 Stellen wurden im Dezember neu gemeldet, 166 oder 29,9 Prozent mehr als im November. Dies waren gleichzeitig 128 oder 21,6 Prozent mehr als vor genau einem Jahr, so die Agentur.

Die Schwerpunkte bei der Kräftenachfrage bildeten Zeitarbeitsfirmen (307 neue Stellen), das Verarbeitende Gewerbe (96), das Gesundheitswesen (57), der Handel (47) und das Baugewerbe (31). Die Logistik meldete nur 17 Stellen, das Gastgewerbe aktuell nur 13. Der Gesamtstellenbestand verringerte hat sich im Vergleich zum Vormonat um 215 auf 2824 leicht verringert (-7,1 Prozent), in Relation zum Vorjahr hingegen um 187 oder 7,1 %.

Die Kurzarbeit im Kreis blieb völlig unkritisch. Im Dezember waren das Anzeigeaufkommen wie auch die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld weiterhin unauffällig, heißt es aus Hagen.

Erneut war die Entwicklung der Arbeitslosigkeit lokal unterschiedlich. In Breckerfeld (- 2 auf 155) änderte sich wenig, in Wetter (+ 14), Herdecke (+ 12) und Sprockhövel (+ 18 auf 403) gab es bereits Anstiege. Sinkende Arbeitslosenzahlen wurden hingegen in Schwelm (- 15 auf 943), Ennepetal (- 17 Arbeitslose auf 860), Hattingen (- 27 auf 1555), Witten (- 30 auf 3362) und Gevelsberg (- 31 auf 876) verzeichnet. Weiterhin ist in allen EN-Kommunen die Arbeitslosigkeit niedriger als vor einem Jahr.

Die Statistik führt Wetter und Herdecke mit Witten zusammen, in diesen drei Städten waren am Jahresende 4366 Personen ohne Jobs gemeldet. Das waren 658 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Quote betrug im Dezember 5,6 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 6,6 Prozent. Der Bestand an Arbeitsstellen sank im Dezember um 46 auf 1299. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es allerdings 189 Arbeitsstellen mehr.

Gesamteinschätzung

Ein weiteres Jahr mit einer ausgezeichneten Arbeitsmarktentwicklung ist im Ennepe-Ruhr-Kreis zu Ende gegangen, schreibt die Hagener Agentur. In den letzten Monaten wurden immer neue Jahresbestwerte verzeichnet. Damit wurde die niedrigste Arbeitslosigkeit des Jahres im Dezember erreicht. Die anhaltend gute und stabile konjunkturelle Lage hat die Erwerbslosenzahlen 2018 noch deutlicher sinken lassen als im Jahr zuvor. Auch im landesweiten Vergleich war dies eine überdurchschnittlich gute Entwicklung. Aktuell ist der günstige Abstand zur Vorjahreserwerbslosigkeit sogar nochmal gestiegen.

Für den Januar sei aber jahreszeitlich bedingt eine deutlich steigende Arbeitslosigkeit zu erwarten.

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