ESV

Stiftung Volmarstein übernimmt große Wohnanlage in Haspe

Nicolas Starck, Reinhard Nellen und Markus Bachmann (alle Evangelische Stiftung Volmar­stein) präsentieren mit Pfarrer Jürgen Schäfer (von links) die Pläne zum Umbau des Alten Stadtbads Haspe.

Nicolas Starck, Reinhard Nellen und Markus Bachmann (alle Evangelische Stiftung Volmar­stein) präsentieren mit Pfarrer Jürgen Schäfer (von links) die Pläne zum Umbau des Alten Stadtbads Haspe.

Foto: Michael Kleinrensing

Wetter/Haspe.   Das Diakoniezentrum Haspe bleibt Eigentümer der Immobilie, übergibt die Leitung der Wohnanlage Altes Stadtbad jedoch an die Stiftung Volmarstein.

Das Diakoniezentrum Haspe ist nicht länger Betreiber der Wohnanlage Altes Stadtbad. Vielmehr hat der Ambulante Dienst Volmarstein, ein Tochterunternehmen der evangelischen Stiftung Volmarstein, die Leitung des Hauses übernommen. „Damit geht für uns ein Stück Geschichte zu Ende“, sagte Pfarrer Jürgen Schäfer.

Für die Bewohner des Alten Stadtbads ändert sich zunächst einmal nichts. Die Mieten (zwischen 700 und 1200 Euro) bleiben unverändert, Serviceleistungen wie Hausmeisterdienste und die Rezeption erhalten. Allerdings wird es zukünftig nur noch 50 statt 56 Seniorenwohnungen geben. Denn neben der Einrichtung eines Therapiezentrums (Physio-, Logo- und Ergotherapie) werden im Erdgeschoss mehrere Räume zu einer Wohngemeinschaft für demente Menschen zusammengefasst.

Wohngemeinschaftsrat bilden

Bis zu zehn Personen sollen dort zusammen leben und intensiv betreut werden, ohne dass eine Heimordnung den Alltag bis ins Detail vorschreibt. Vielmehr wird mit den Angehörigen, die einen Wohngemeinschaftsrat bilden, festgelegt, was die Bewohner essen und welche Angebote ihnen gemacht werden.

Mit der Wohngemeinschaft sei auch keine Qualitätseinbuße für die Bewohner des Alten Stadtbads verbunden, so Geschäftsführer Reinhard Nellen. Sie hätten nun vielmehr die Aussicht, im Hause bleiben zu können, wenn sie sich selbst eines Tages dementiell verändern oder nicht mehr selbst versorgen können sollten, ergänzt Pfarrer Schäfer: „Mit der Stiftung als Betreiber der Einrichtung sehen wir eine gute Perspektive für die Menschen in Haspe.“

Stiftung ist Mieter

Das Diakoniezentrum bleibt Eigentümer der Immobilie, die vollständig an die Stiftung vermietet wird. Dafür seien keineswegs in erster Linie wirtschaftliche Gründe ausschlaggebend, so Schäfer. Doch ein kleiner Verein wie das Diakoniezentrum stoße angesichts der Herausforderungen, die mit der Leitung einer solchen Wohnanlage verbunden seien, an seine Grenzen.

Das Diakoniezentrum will diesem Umstand auch in seinem Namen Rechnung tragen. Es wird derzeit umbenannt in Evangelische Förderstiftung für Diakonie in Haspe und will diakonische Projekte im Stadtteil unterstützen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben