Spaziergang

Tipps vom Regionalforstamt für erholsame Ausflüge im Wald

Lesedauer: 3 Minuten
Das Buschwindröschen blüht, das Regionalforstamt Ruhrgebiet erwartet rund um Ostern einen Besucheranstieg im Wald 

Das Buschwindröschen blüht, das Regionalforstamt Ruhrgebiet erwartet rund um Ostern einen Besucheranstieg im Wald 

Foto: Stefan Befeld, Wald und Holz NRW

Wetter/Herdecke.  Steigende Besucherzahlen im Wald: Das Regionalforstamt Ruhrgebiet bittet Spaziergänger um Rücksichtnahme und etwa um das Anleinen von Hunden.

Corona schränkt das tägliche Leben weiter ein. Was lässt sich unternehmen? Die Antwort liegt direkt vor der eigenen Haustür. Der Wald bietet Raum für verschiedene Aktivitäten und lädt ein, die Seele baumeln zu lassen.

Rücksichtsvoll und gelassen sind Menschen im Wald jederzeit willkommen, schreibt das Regionalforstamt Ruhrgebiet. Problematisch wird es demnach erst, wenn unüberlegtes Handeln zu einer Belastung für Tiere und Pflanzen wird.

Erhöhung um das Dreifache

Zu Zeiten von Corona und Lockdown hat sich die Zahl der Waldbesucher deutlich erhöht, „nämlich um das Dreifache“, sagt Peter Bergen, Leiter des Regionalforstamtes Ruhrgebiet. „Unser Wald wird zum Treffpunkt.“ In den Osterferien erwartet Bergen wieder eine hohe Besucherzahl in hiesigen Wäldern.

Im Zuständigkeitsgebiet des Regionalforstamtes Ruhrgebiet lebt mit circa 4,8 Millionen Menschen ein Viertel der Gesamtbevölkerung Nordrhein-Westfalens. Zu diesem Forstamt gehören 75.000 Hektar Wald. „Unterm Strich steht somit jedem Mensch der Standraum zweier alter Buchen zur Verfügung“, verbildlicht Bergen die Situation. „Umgerechnet auf die Fläche eines Fußballfeldes teilen sich im Ruhrgebiet 44 Menschen solch ein Feld. Das sind 33 mehr als im Landesdurchschnitt. Diese Menschendichte verlangt gegenseitige Rücksichtnahme“, sagt der Forstamtsleiter.

Wichtig zu wissen: Der Wald vor der Haustür gehört nur teilweise den Städten, weit überwiegend privaten Eigentümern. Der Wald darf zur Erholung betreten werden. Tieren und Pflanzen darf dabei aber kein Schaden zugefügt werden. Gerade in der nun beginnenden Brut- und Setzzeit ziehen die Tiere des Waldes überall im dichten Unterholz ihren Nachwuchs groß. Sie brauchen vor allem Ruhe.

Daher die eindringliche Bitte der Förster: Waldbesucher mögen auf den Wegen bleiben und die Hunde an der Leine führen. Ist der Wanderparkplatz überfüllt, dürfen die angrenzenden Waldwege nicht zugeparkt werden. Das seien oft die einzigen Rettungswege, über die Feuerwehr und Rettungswagen zu Menschen in Notlage gelangen können.

Neue Wege erkunden

Tipp des Regionalforstamtes: „Meiden Sie die gängigen Hotspots, entdecken Sie während des Spaziergangs neue Wege! Unsere digitalen Wanderkarten finden Sie unter www.wald.nrw/wege, auch Parkplätze sind hier eingezeichnet.“

Für Kinder sei so ein Spaziergang häufig nicht so interessant und entspannend wie für Erwachsene. Auf der Seite www.wald.nrw/spiele haben die Waldpädagogen von Wald und Holz NRW einige Angebote zusammengestellt, die den Ausflug auch für Kinder zu einem kurzweiligen Erlebnis machen können.

Zudem gehe die Klimakrise und die damit verbundene Schädigung der Wälder weiter. Forstleute fällen vermehrt Bäume und transportieren Holz ab. Ziel ist auch, die weitere Borkenkäfer-Ausbreitung einzudämmen. Zum Teil haben bereits Waldarbeiter junge Bäume für den Mischwald der Zukunft gepflanzt. Auch die Naturverjüngung bildet den Beginn einer neuen klimastabileren Waldgeneration. In Folge dessen müssen mitunter Wege gesperrt werden. Die Förster teilen mit: „Bitte respektieren Sie Absperrungen, und bleiben Sie auf den Wegen.“

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