Adventsmarkt

Tolle Stimmung beim Inklusiven Adventsmarkt in Volmarstein

Bei Kälte am Sonntag freuten sich die Besucher über heiße Getränke und warmes Essen auf dem Adventsmarkt Volmarstein.

Bei Kälte am Sonntag freuten sich die Besucher über heiße Getränke und warmes Essen auf dem Adventsmarkt Volmarstein.

Foto: Günter Lehn

Volmarstein.  Über 100 Buden, 300 ehrenamtliche Helfer aus der Evangelischen Stiftung: Das sind nur zwei Gründe, warum der Adventsmarkt so erfolgreich ist.

Das Parkhaus ist voll, die Wohnhäuser leer. Scharen von Menschen strömen an diesem Wochenende zum Geländer der Evangelischen Stiftung Volmarstein. Viele von ihnen sind mit dem Rollstuhl unterwegs. Diese lädt traditionell zum „Inklusiven Adventsmarkt“ ein. Der Markt ist bestens geeignet für Besucher mit Behinderung, da der Veranstaltungsort, das Zentralgelände der Stiftung in Wetter-Volmarstein, barrierefrei zugänglich ist.

Und ein Rollator ist durchaus praktisch – das fanden die 300 ehrenamtlichen Helfer des Marktes, die damit das benutzte Geschirr viel schneller und effizienter in die Spülküche transportieren. Und benutztes Geschirr fällt bei über 100 Buden und Ständen einiges an. Schließlich wird kein Einweg-Geschirr verwendet. So schaffen es die Mitwirkenden der Evangelischen Stiftung allein bei dieser Veranstaltung gut 200 Kilo gepressten Müll zu vermeiden. Für den Transport und des Spülen des Geschirrs sorgen unter anderem Menschen mit Behinderung.

Örtliche Vereine mit dabei

Wie üblich machen beim Volmarsteiner Adventsmarkt örtliche Vereine mit – so der Jugendspielmannszug Volmarstein und das Akkordeon-Orchester Wetter. Eröffnet wird der Markt auch in diesem Jahr durch den Posaunenchor Volmarstein. „Es herrscht stets ein tolles Miteinander, weil unser Adventsmarkt ein wichtiger Treffpunkt für Menschen ohne und mit Behinderung ist“, sagt Pfarrer Jürgen Dittrich, theologischer Vorstand der Stiftung. Traditionell gehören viele Stiftungs-Bewohner zu den Besuchern.

Auf dem gesamten Gelände sind keine kommerziellen Anbieter erlaubt. Stattdessen wechseln selbst hergestellte Artikel von Menschen mit Behinderung den Besitzer. Ob kunstvolle Weihnachtsbäume, liebevoll gestrickte Mützen, Adventsgestecke oder ein nachhaltiger Kalender mit Motiven aus Wetter und Umgebung des Berufsbildungswerks. Doch auch die Besucher können aktiv werden und selbst Hand anlegen – ob beim Glücksrad, beim Lebkuchen-Verzieren oder direkt beim Schmied. Schließlich jeder seines Glückes Schmied. Einige haben direkt mehrere Eisen im Feuer. Und so finden heute bereits viele ihr finales Weihnachts- und Wichtelgeschenk. Viele Rollstuhlfahrer feiern dies fröhlich mit einem „Ahoi!“ an den Stehtischen des Glühweinstands, während sie überlegen, wie sie denn am Besten nach Hause kommen ohne Fahren zu müssen.

Besondere Atmosphäre

Mit der Dunkelheit hält eine besondere Atmosphäre auf dem Stiftungsgelände Einzug. Bewaffnet mit Waffeln und Kuchen machen sich die Besucher auf zur festlich beleuchteten Martinskirche. Dort ist eigens eine kleine Cafeteria im hinteren Bereich aufgebaut. Schließlich erwarten alle das Highlight des Tages - das inklusive Musical. 80 Mitwirkenden um Gerlinde Lüling – inklusive Stiftungsbewohnern – performen ein naturnahes Baum-Musical: „Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt“.

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