Fachpreise

Trio von Friedrich-Harkort-Schule an Ruhr-Uni ausgezeichnet

Auch drei Schüler vom Herdecker Friedrich-Harkort-Gymnasium freuen sich über Preise für wissenschaftliche Nachwuchs-Arbeiten

Auch drei Schüler vom Herdecker Friedrich-Harkort-Gymnasium freuen sich über Preise für wissenschaftliche Nachwuchs-Arbeiten

Foto: Kramer, RUB

Herdecke/Bochum.   Wissenschaftlich talentiert: Paula und Jennifer Schmidt sowie Jonas Jeskowiak von der FHS Herdecke erhalten Preise von einer Uni und Stiftung.

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Die meisten Kinder und Jugendlichen gehen in die Schule, um etwas zu lernen. Doch schon früh zeigt sich hier und da, dass manche auch aus wissenschaftlicher Sicht talentiert sind. Für herausragende Schülerarbeiten gibt es dann in jedem Jahr Dr.-Hans-Riegel-Fachpreise. 2018 durften sich mit Paula und Jennifer Schmidt sowie Jonas Jeskowiak drei Herdecker vom Friedrich-Harkort-Gymnasium über Auszeichnungen freuen.

Die Ruhr-Universität Bochum (RUB) und die Dr.-Hans-Riegel-Stiftung prämierten nun besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich in der Region um Bochum und Dortmund. Neben den rund 7000 Euro Preisgeldern ermögliche diese Auszeichnung auch den Zugang zu nachhaltigen Förderangeboten in Form von kostenlosen Seminaren und Konferenzen.

Dem Fokus auf MINT-Fächer entsprechend, wurden auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Schülerarbeiten in den Fächern Mathematik, Informatik, Biologie, Chemie, Geografie, und Physik eingereicht. Eine Experten-Jury der Uni Bochum bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien, wobei besonders kreative Themenstellungen sowie ein deutlich erkennbarer praktischer Eigenanteil (z. B. in Form von Experimenten) wichtige Einflussgrößen der Prämierung waren. Die Gewinner nahmen nun ihre Auszeichnungen stolz entgegen.

Darunter auch Jennifer Schmidt von der Friedrich-Harkort-Schule (FHS) in Herdecke, sie belegte im Fach Mathematik Platz zwei und widmete sich der Frage: Wie funktioniert die Mathematik des Zauberwürfels? Dafür stellte sie eine Gruppentheorie mit entsprechender Anwendung auf den Zauberwürfel aus. Drittplatzierter im Fach Informatik wurde Jonas Jeskowiak von der FHS, da er sich mit der Entwicklung eines Vier-Gewinnt-Spiels in der Programmiersprache Java beschäftigte.

Sind Zwillinge gleich intelligent?

Einen ausführlichen Artikel fertigten Mitarbeiter der Ruhr-Uni über Paula Schmidt von der FHS Herdecke an. Die Zweitplatzierte im Fach Biologie hatte untersucht, wie bedeutend die Genetik von Zwillingen für ihre Entwicklung sei (untersucht am Beispiel von Intelligenz).

Dem lag die Frage zugrunde: Sind Zwillinge von Natur aus gleich intelligent? Das wollte Paula Schmidt in ihrer Facharbeit untersuchen. Sie und ihre zweieiige Zwillingsschwester Mia sehen sich demnach sehr ähnlich, aber ihre Charaktere seien unterschiedlich. Auch ihre Interessen und Stärken in der Schule stimmen nicht überein: Paula mag die Naturwissenschaften, Mia ist die Kreative, heißt es weiter.

Paula beschäftigt sich den Angaben zufolge schon länger mit der Zwillingsforschung und hat schließlich beschlossen, ihre Facharbeit diesem Thema zu widmen.

Sie wollte herausfinden, in welchem Maße die Gene und die äußeren Einflüsse wie die Erziehung oder die Sozialisation die Intelligenz von Zwillingen beeinflussen. Sie wertete dafür Daten aus der sogenannten Minnesota-Studie aus. Der amerikanische Psychologe Thomas Bouchard befragt in dieser Studie seit 1979 getrennt voneinander aufgewachsene Zwillinge, um ein möglichst detaillierte Bild ihrer Persönlichkeit zu erstellen.

Paulas Arbeit zeige, dass der Einfluss der beiden Faktoren annähernd gleich sei. Ihre Facharbeit habe auch das Interesse für die Naturwissenschaften gestärkt. Für die Preisverleihung bereitete die Gymnasiastin eine Präsentation ihrer Arbeit vor und wurde dabei von den Mitarbeiterinnen der Jungen Uni geschult. „Ich habe gelernt, vor allen Dingen ruhig und locker zu bleiben“, erzählt Paula.

Geldpreise

Für die drei besten Facharbeiten in den Fächern Chemie, Physik, Biologie, Mathematik, Geografie und Informatik erhalten die ersten Gewinner in der jeweiligen Kategorie 600 Euro, die Zweit- und Drittplatzierten 400 und 200 Euro.

Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung für die Betreuung der Schülerarbeiten durch die jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrer.

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