Karnevalsbeginn

Um 11:11 Uhr setzt Wetter die Narrenkappe auf

Am Samstag heißt es wieder: Pappnasen raus und Feiern!

Foto: Valentin Dornis

Am Samstag heißt es wieder: Pappnasen raus und Feiern! Foto: Valentin Dornis

Wetter/Herdecke.   Karnevalsfreunde Wetter starten am Samstag in zweite Session. In Herdecke gibt es erneut keine große Sitzung.

Narrenkappen und Schminke haben lange genug in der Schublade gelegen: Am Samstag ist der 11. im 11.. Das närrische Datum, das für den Start in die aktuelle Karnevalssession steht. Karneval? Hier? „Und wie!“ heißt es seit einem Jahr. Denn Wetter hat seit 2016 einen neuen Verein: die Karnevalsfreunde Wetter. Pünktlich und natürlich um „11 Uhr 11“ geht es mit der Sessionseröffnung auf der Aktionsfläche im Ruhrtal-Center los: Die Jecken wollen dort Motto und Programm der aktuellen Session vorstellen. „Nach dem überwältigenden Zuspruch und großen Erfolg aus dem Vorjahr möchten wir nun daran anknüpfen“, sagt Tim Eisenblätter, Vorsitzender der Karnevalsfreunde. Es wird also „definitiv alles größer werden“.

Wichtigste Termine stehen schon fest

Was genau passiert, wird am Samstag verkündet, die Termine stehen allerdings schon fest: Am 8. Februar stürmen die Karnevalisten das Rathaus, am selben Tag findet auch die Altweiberparty statt. Darauf folgt zwei Tage später ein Kostümball und am 12. Februar der Kinderkarneval.

Mit ihrer Idee, den Kinderkarneval in Wetter ein wenig anzuschieben, landete der Verein übrigens auf Platz zehn der AVU Krone im Bereich Kultur. Bereits seit vielen Jahren gibt es am Rosenmontag die Kinderkarnevalsveranstaltung der Lichtburg. Diese wollen die Neu-Jecken nun unterstützen: Die Karnevalsfreunde sind in den sozialen Medien unterwegs und wollen dort sowie in Printkampagnen Werbung für den Kinderkarneval machen. Vor Ort planen sie, das Programm mit Deko und verschiedenen Künstlern aufzuwerten. Getreu dem Motto „Jeder Jeck ist gleich“, wollen sie sich so für die kleinen Jecken stark machen. Neben der Narrenmütze tragen die Karnevalsfreunde jetzt also auch eine Krone.

Neue Mitglieder gefunden

Königliches Verhalten legen sie aber längst nicht an den Tag. Im Gegenteil, es wird für den Karneval geackert. Nach der Session ist vor der Session, sagt Tim Eisenblätter und berichtet, dass schon in der Fastenzeit, unmittelbar nach Ende der Premieren-Session der Karnevalsfreunde, erste Künstler wieder verpflichtet wurden. „Außerdem haben wir an verschiedenen Festivitäten in Wetter wie dem Feierabendmarkt und dem Straßenkunstfestival teilgenommen“, sagt der Vereinsvorsitzende. Und nicht nur das: Seit der Gründung hat sich die Zahl der närrischen Vereinsmitglieder „von elf auf 24 mehr als verdoppelt“, freut sich Initiator Eisenblätter.

Ganz anders ist die Situation dagegen in Herdecke: Wie auch schon zum Sessionsstart 2017 kann keine Veranstaltung stattfinden. „Es gab einfach zu wenig Bewerber und Interessenten“, heißt es bei den Herdecker Narren. Da es auch mit dem Nachwuchs schlecht aussieht, hat Dieter Brinkhoff vom Traditionsverein 1. Großer Herdecker Karnevalsverein 1984 (GroHeKa) wenig Hoffnung für die kommenden Jahre. „Die Resonanz hat einfach nachgelassen“, bestätigt auch Geschäftsführer Klaus Runge. Wenn es „jedes Jahr 20 bis 30 Leute weniger“ werden, macht das schon was aus, wie der 1.Vorsitzende Reinhard Freisen berichtet. Auch die Akquise von Werbung für das Programmheft sei schwieriger geworden, dadurch fehlt Geld. Freisens Fazit: „Ehe ich eine schlechte Veranstaltung mache, mache ich lieber keine“.

Für das nächste Jahr ist der Vorsitzende der GroHeKa dennoch „frohen Mutes“. Bis dahin müssen sich Narren und solche, die es vielleicht werden sollen, Richtung Wetter orientieren. Der 11.11. ist da ein erster Termin. Und wer keine Pappnase mehr im Schrank hat, dem helfen die Neu-Narren sicher gerne aus.

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