Unglück

Unglück auf Bahngleisen in Wetter war doch kein Unfall

Wetter.   Die Polizei bestätigt, dass die Frau, die am Donnerstag in Höhe der Obergrabenbrücke in Wetter ums Leben kam, scheinbar in Absicht gehandelt hat.

Zum Unglück von Donnerstagnachmittag, bei dem eine Frau vom Zug erfasst wurde und starb, gibt es neue Erkenntnisse. Laut Angaben der Polizei war es doch kein Unfall. „Wir haben entsprechende Hinweise auf einen Suizid gefunden“, bestätigt Polizeipressesprecherin Sonja Wever einen Tag nach dem Vorfall. So sei die Frau allein unterwegs gewesen und der Lebensgefährte nicht direkt am Ort, sondern erst später dazu gekommen.

Unterstützung für Einsatzkräfte

Während und nach dem Einsatz wurden die Einsatzkräfte durch PSU-Assistentin Melanie Fuge-Köster. Die junge Frau ist speziell für diese Situationen ausgebildet. „Wir geben Unterstützung nach belastenden Einsätzen bei denen es beispielsweise Tote oder Schwerstverletzte gab oder auch bei denen Kinder involviert waren. Solche Einsätze sind nicht alltäglich und die Einsatzkräfte sind auch nur Menschen“, beschreibt Fuge-Köster die Arbeit des PSU-Teams.

In Wetter gehören dem Team vier Ehrenamtliche Feuerwehrleute an. Sie bieten Gespräche an, weisen aber auch direkt in der Nachbesprechung des Einsatzes darauf hin, worauf die Kameraden in den folgenden Tagen achten müssen. „Wer sich beispielsweise oft an das Ereignis erinnert, die Geräusche oder Bilder nicht aus dem Kopf kriegt, schlecht einschläft oder wem das auf den Magen geschlagen hat, für den bieten wir weitere Gespräche an“, sagt sie. Wichtig sei bei diesen Einsätzen, dass die Helfer auch hinterher auf sich selbst achten und auf ihre Kameraden.

Hilfe bei Suizidgedanken

• Wir berichten in der Regel nicht über Suizide, um keinen Anreiz für Nachahmung zu geben – außer, Suizide erfahren durch die Umstände besondere Aufmerksamkeit.

• Falls Sie Suizid-Gedanken haben oder jemanden kennen, der Suizid-Gedanken hat, wenden Sie sich bitte an die Telefonseelsorge: 0800/1110111 oder 0800/1110222. Die Anrufe sind kostenlos, die Nummern sind rund um die Uhr zu erreichen.

• Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe bietet im Internet einen Selbsttest, Wissen und Adressen zum Thema Depression an. Im Online-Forum können sich Betroffene und Angehörige austauschen. Für Jugendliche gibt es ein eigenes Forum.

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