Glauben

Volles Haus zur Eröffnung der Ruhrkirche in Wetter

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Früher mal Autohaus, jetzt Kirche: Die Ruhrkirche hat im Schöntal ihren Neubau mit vielen Gästen eröffnet.

Früher mal Autohaus, jetzt Kirche: Die Ruhrkirche hat im Schöntal ihren Neubau mit vielen Gästen eröffnet.

Foto: Privat

Wetter.  Welche Kirche muss heutzutage noch vergrößern? Die Ruhrkirche in Wetter muss. Gerade hat sie mit vielen Gästen die Eröffnung des Neubaus gefeiert.

Auch wenn die ersten Gottesdienste in der Ruhrkirche bereits vor dem offiziellen Eröffnungsgottesdienst gefeiert worden waren: Angesichts der erwarteten Gäste und der besonderen Stimmung wurde noch einmal bis zum letzten Augenblick gewerkelt: Nach vielen Jahren und Stunden voller Überlegungen, Planungen und Arbeiten hat die Ruhrkirche am Wochenende nun ihren Neubau bezogen und ein großes Fest in den neuen, schönen und modernen Räumlichkeiten im Schöntal gefeiert.

Für die Gemeinde war die Eröffnung ein emotionaler Moment mit Vorgeschichte: In den letzten sechs Jahren hatte die Alt-Wetteraner Gemeinde ihre Gottesdienste wegen Platzmangels aus der Villa in der Kaiserstraße in die Mensa der Schule am See verlegt. Durch die Pandemie und die wechselnden Beschränkungen kamen kurzzeitig weitere Orte und dauerhaft das Streaming über das Internet hinzu. Erst kürzlich hatte die Stadtverwaltung im Schul- und Kulturausschuss mitgeteilt, dass die Ruhrkirche die Aula der Sekundarschule am See nicht mehr nutzen muss, da ihr eigenes Domizil bezugsfertig geworden ist.

Nun freut sich die Ruhrkirche, wieder ein festes Zuhause zu haben, in das sie die Menschen dieser Stadt und darüber hinaus einladen kann. Für das Gebäude an der Kaiserstraße neben dem Bürgerhaus, das viele Jahre auch für Gottesdienste genutzt worden war, dann aber angesichts des Zulaufs aus allen Nähten platzte, hat sich zu Beginn des Jahres ein Käufer gefunden.

Das Motto der Ruhrkirche am letzten Wochenende lautete: „Zu Gottes Ehre mutig unterwegs“. So stand bereits am Samstag mit einer Worshipnight, einer Lobpreisnacht, der Dank an Gott für das neue Gemeindezentrum an erster Stelle. Die rund 230 Besucher erwarteten eine ermutigende und inspirierende Predigt von Gastprediger Friedhelm Holthuis und die Band der Ruhrkirche, die zum gemeinsamen Singen und Beten zur Ehre Gottes einlud.

Quartierscafé soll folgen

Sonntag dann war der offizielle Eröffnungsgottesdienst. Dieser startete feierlich mit dem Durchschneiden eines roten Bandes am Eingang zum neuen Gebäude durch Projektleiter Martin Sinn. „Im Gottesdienst gab es mitreißende Lieder, eine bewegende Predigt von Pastor Timo de Buhr und feierliche Beiträge, unter anderem von Bürgermeister Frank Hasenberg“, berichtet die Gemeinde. Auch dem Architekten und den ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Kirche wurde für ihr ausdauerndes Engagement in der Planungs- und Bauphase gedankt.

Nach einem bewegenden Generationsgebet war der Gottesdienst mit 400 Personen beendet, aber das Fest ging weiter: Es wurde angestoßen und gegrillt, Besichtigungen des Gemeindezentrums wurden angeboten, eine Fotobox stand bereit, später gab es noch Kaffee und Kuchen. Für die Kinder gab es die ganze Zeit eine Spielstraße mit vielen verschiedenen Angeboten, eine Hüpfburg und das beliebte Trampolino. Neben Dankbarkeit, Freude und Erleichterung war den Gemeindemitgliedern die Spannung und Vorfreude auf das, was im und mit dem neuen Gebäude in den nächsten Jahren möglich sein wird, anzumerken.

Für die Ruhrkirche war dies nicht nur das Ende einer kräftezehrenden Bauprojektes, es war vor allem erst der Anfang von etwas Neuem. Unter anderem träumt die Gemeinde davon, im Schöntal in Zukunft ein Quartierscafé zu eröffnen, das den Stadtteil bereichert.

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