Verkehr

Volmarstein: A1 wird jetzt wieder voll gesperrt

Über diese Brückenhälfte soll im Frühsommer der Verkehrs sechsspurig laufen. Der Rohbau ist seit Februar fertig.

Über diese Brückenhälfte soll im Frühsommer der Verkehrs sechsspurig laufen. Der Rohbau ist seit Februar fertig.

Foto: Steffen Gerber / WP

Wetter.  Die A1 wird am kommenden Wochenende zwischen dem Kreuz Wuppertal-Nord und Hagen-West in beiden Richtungen voll gesperrt.

In einem Wetter-Quiz könnte die 16.000-Euro-Frage lauten: Was geschah zwischen dem 30. August und 2. September 2019? Wenn dann als Antwort-Möglichkeit „Autobahn auch im Raum Volmarstein gesperrt“ auftaucht, dürften sich die meisten an dieses besondere Ereignis erinnern. Dieses wiederholt sich nun. Mit fast identischen Vorgaben. Aber in einer anderen Zeit (Corona). Daher dürften die Auswirkungen vor der Haustür deutlich weniger zu spüren sein als vor einem halben Jahr.

Die A1 wird jetzt am letzten März-Wochenende zwischen dem Kreuz Wuppertal-Nord und Hagen-West in beiden Richtungen voll gesperrt, also kann auch niemand in Volmarstein ab- oder auffahren. Der Hauptgrund: Laut Landesbetrieb Straßen NRW müssen Fachleute Stahlträger an der benachbarten Anschlussstelle Gevelsberg (Brücke Eichholzstraße) einheben.

Ab Freitag nicht mehr befahrbar

Die Vollsperrung beginnt am Freitag um 21 Uhr und dauert in Fahrtrichtung Köln bis Sonntag, 12 Uhr. In Richtung Bremen ruht der Verkehr bis Montag, 30. März, 5 Uhr. Die Umleitung erfolgt für den Fernverkehr über umliegende Autobahnen. Wer – von Süden kommend – beispielsweise das Ziel Wetter oder Hagen hat, muss auf die A43 und dann von der Anschlussstelle Sprockhövel über die Bundesstraßen 234 und 226 fahren.

Das bedeutet, dass Anwohner sowohl in Grundschöttel als auch an der Volmarsteiner bzw. Hagener Straße wieder mit Belastungen rechnen sollten. Das seien, so Landesbetriebs-Sprecher Andreas Berg, „reguläre Umleitungsstrecken“. Wie voll es auf der U44 zwischen Hagen-West und dem Kreisel Vogelsanger/Schwelmer Straße am Wochenende wird, ist in diesen Corona-Zeiten mit Kontakt- und Besuchsverboten kaum zu prognostizieren. Unterdessen profitiere auch die Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau Gmbh) vom ruhenden Verkehr, um an der Talbrücke Volmarstein Bauarbeiten voranzutreiben. Dazu hätten die beteiligten Firmen zwar keine gesperrte Autobahn benötigt, gleichwohl vereinfache das die Tätigkeiten. „Wir planen jetzt weitere Vorarbeiten, damit hoffentlich wie gewünscht im Mai, spätestens aber vor den Sommerferien, im Raum Volmarstein sechs Spuren zur Verfügung stehen“, sagt Deges-Sprecherin Simone Döll und denkt an die häufigen Staumeldungen.

„Wir freuen uns über jeden Tag, um eher für Verkehrserleichterungen sorgen zu können.“ Übrigens soll nach der Freigabe der jeweils drei Fahrbahnen Tempo 80 auf der neuen Brückenhälfte gelten. Während auch in Corona-Zeiten die Bauarbeiten an der Talbrücke weiter laufen, haben sich Deges und Straßen NRW bezüglich der anstehenden Vollsperrung laut Döll „gut abgestimmt“. Für die Firmen stehen in Volmarstein jetzt am Wochenende diese Maßnahmen an: Die Deges habe die Auflage von der Bezirksregierung erhalten, die vorhandene Verkehrszeichenbrücke in Fahrtrichtung Köln abzubauen (Abbruch der beiden Fundamente). Zu einem späteren Zeitpunkt wird ein Ersatz aufgestellt, heißt es auf Anfrage. Außerdem werde die seit Januar 2018 gesperrte Auffahrtsrampe in Richtung Bremen instandgesetzt, die bekanntlich ebenfalls in diesem Frühsommer wieder zur Verfügung stehen soll.

Ebenfalls geplant: Für die Polizei und Rettungskräfte soll es künftig eine bessere Erreichbarkeit der Baustelle geben. Dies werde, so Straßen NRW, zu Verkehrseinschränkungen an der Kohlenbahn zwischen Wetter und Hagen führen. Und wenn es sich zeitlich einrichten lasse, will die Deges darüber hinaus noch auf diesem sonst vielbefahrenen A1-Abschnitt die alte Mittelstreifenüberfahrt West ausbessern. Soll doch nachher keiner sagen, die Vollsperrung habe nichts gebracht.

Diese Umleitungen will Straßen NRW zur Vollsperrung ausschildern: Der Fernverkehr auf der A1 in Fahrtrichtung Köln wird großräumig ab dem Kreuz Münster-Süd über die A43 (via Wuppertal) bis zum Autobahnkreuz Wuppertal-Nord geführt. Auf der A1 in Richtung Bremen wird der Verkehr über das Kreuz Wuppertal-Nord auf die A43 geleitet. Der Verkehr der A1 und von der A2 (aus Richtung Hamm kommend) wird am Kamener Kreuz über die A2, A45, A44 und A43 in Fahrtrichtung Köln umgeleitet. Der Verkehr von der A44 (aus Kassel kommend) wird am Kreuz Dortmund-Unna auf die A1 über das Autobahnkreuz Kamen auf die A2 und dann über die A45, A44 sowie A43 zum Kreuz Wuppertal-Nord umgeleitet. Zwischen Wuppertal-Nord und Westhofen wird der Verkehr von der A1 über die A43, A44 und die A45 umgeleitet. Der Parkplatz Eichenkamp und der Rastplatz Klosterholz bleiben ab Donnerstag geschlossen.

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