Umwelt

Vom eigenen Verhalten zum Klimawandel

Die Aktion Herdecke räumt auf wurde als eine von 53 Maßnahmen der Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt. Für eine Müll-Aktion warben Sonja Fielenbach, Harald Müller, Tanja Münch, Prof. Claus Gößling, Lothar Goebel, Jürgen Theile, Iris Wasser und Thomas Schnadt, von links.

Die Aktion Herdecke räumt auf wurde als eine von 53 Maßnahmen der Nachhaltigkeitsstrategie vorgestellt. Für eine Müll-Aktion warben Sonja Fielenbach, Harald Müller, Tanja Münch, Prof. Claus Gößling, Lothar Goebel, Jürgen Theile, Iris Wasser und Thomas Schnadt, von links.

Foto: Frauke Schumann

Herdecke.  Beim Zukunftsforum im Ender Gemeindehaus wurden zehn von 53 Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit präsentiert.

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„Klimawandel – und ich?!“ lautete das Motto des Zukunftsforums, das kürzlich im Martin-Luther-Gemeindehaus in Ende im Zuge der Umsetzung der Herdecker Nachhaltigkeitsstrategie stattfand. Sie wurde Anfang Juli einstimmig vom Rat verabschiedet und soll eine nachhaltige Entwicklung in Herdecke vorantreiben, die soziale, ökonomische und ökologische Zielsetzungen vereint. Gemeinsam erarbeiteten Verwaltung, Politik und Zivilbevölkerung ein Paket aus 53 Maßnahmen.

Appell an alle Anwesenden

So bestand schon zu Beginn der Veranstaltung im Gemeindehaus für Besucher die Möglichkeit, sich an Posterstellwänden einen ersten Eindruck von Maßnahmen der Strategie zu verschaffen. Kirsten Strehl von der LAG 21 NRW begrüßte die Gäste und stellte kurz den Referenten Prof. Dr. Alexander Lohner vor. Lohner studierte Philosophie, Theologie und Psychologie und lehrt Angewandte Ethik an der Universität Kassel. Außeruniversitär war und ist er in der Lehrerfortbildung, als Medizinethiker und in der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Zum Zukunftsforum wurde er als theologischer Grundsatzreferent des Hilfswerks „Misereor“ eingeladen. In seinem Vortrag widmete er sich der Frage, welche Auswirkungen unser persönlicher Konsum auf den sogenannten Globalen Süden hat.

Sein Impulsvortrag mit dem Titel „Wieso schadet mein Konsumverhalten der Umwelt? Anmerkungen zu Nachhaltigkeit und Klimawandel“ beschäftigte sich vor allem mit der globalen Wasserproblematik. Eindrucksvoll und gespickt mit Anekdoten legte er dar, wie beispielsweise unser Verzehr von Südfrüchten afrikanische Kleinbauern schädigt und appellierte an die Anwesenden, den eigenen Konsum zu überdenken. Mit viel Nachdruck, jedoch ohne „den erhobenen Zeigefinger“, erklärte er die Auswirkungen der Schnittblumenindustrie und des globalen Fleischkonsums auf die Verfügbarkeit von Wasser und auf das Klima.

Aus der Herdecker Nachhaltigkeitsstrategie griff Kirsten Strehl anschließend einzelne Maßnahmen auf, die die Teilnehmenden sich beim sogenannten „Gallery Walk“ genauer anschauen konnten. Bei Getränken und Snacks kamen die Anwesenden zu unterschiedlichen Projekten und Punkten ins Gespräch, bevor dann eine offene Podiumsdiskussion begann. Johannes Pagel (LAG 21 NRW) begrüßte dazu auch den Schüler Fabian Göke von „Fridays For Future“ aus Hagen und die lokale Agendabeauftragte Sonja Fielenbach. Der 17-Jährige besucht das Friedrich-Harkort-Gymnasium in Herdecke und wurde 2019 zweifach für sein Engagement mit dem FHS-Preis ausgezeichnet. Sonja Fielenbach koordiniert bei der Stadt Herdecke Projekte in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Johannes Pagel eröffnete die Diskussion mit Fragen an das Podium, bevor er das Zepter an die Anwesenden weitergab, so dass eine angeregte Diskussion zu Lösungen auf Bundesebene, zu lokalen Nachhaltigkeitsaktivitäten und zu individuellen Handlungsalternativen entstand.

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