Herbstzeit

Wengern feiert ein Fest für die Kartoffel

Schauen, kaufen, sitzen, essen, plaudern: In Wengerns Dorfkern ging es gemütlich zu.

Foto: Manuela Pavlovskis

Schauen, kaufen, sitzen, essen, plaudern: In Wengerns Dorfkern ging es gemütlich zu.

Wengern.   Vereinsring und Werbegemeinschaft in Wengern locken auf den Henriette Davidis Platz. Fest zur Erntezeit soll wieder fest etabliert werden.

Erdäpfel, Posaunen und Square Dance, dazu eine bunte Mischung aus Kaffee und Kuchen, Gnocci, Kartoffelsuppe, Pommes und Wurst, Wein und Bier – auf dem Henriette Davidis Platz in Wengern drehte sich am Freitag und Samstag alles um die tolle Knolle. Vereinsring und Werbemeinschaft Wengern boten den Besuchern nach längerer Abstinenz wieder ein Kartoffelfest.

„Zusätzlich zu dem in der ersten Hälfte des Jahres stattfindenden Feuerwehrfest möchten wir in Wengern auch die zweite Jähreshälfte mit Leben füllen“, erklärt Dieter Seitz, Vorsitzender des Vereinsrings Wengern. „Daher haben wir uns zusammengesetzt und das ,neue’ Kartoffelfest geplant. Ziel ist, das Kartoffelfest wieder fest zu etablieren.“ so Seitz.

Schon der Dämmerschoppen am Freitagabend lockte viele Besucher zum Henriette Davidis Platz. Am Bierwagen der Ruhrknappen-Wengern, mit Leckereien vom Grill am Stand der Feuerwehr sowie Gnocchi und Wein von der Werbegemeinschaft ließen es sich die Gäste gut gehen. Bis in die Nacht sorgte DJ Marc für ausgelassene Partystimmung. Auch die kleinen Besucher kamen beim Kartoffelfest auf ihre Kosten. Das bunte Kinderkarussel und die riesige Hüpfburg fanden großen Anklang.

Wer mochte, konnte Dart oder Badminton spielen oder sich einfach nur über die Angebote des TUS Wengern informieren. So wie auch über das Angebot Para-Badminton: Gespielt wird Rollstuhlfahrer gegen Fußgänger, aber auch gemischte Doppel. „Da staunen die Zuschauer schon manchmal nicht schlecht, was mit einem Rolli so möglich ist“, lacht Verena Engler, bevor sie erneut zu einem kraftvollen Aufschlag ausholt.

Wehmütiger Blick zurück

Auf das früher übliche Verteilen der Kartoffeln vom Lkw herab – hier durfte jeder soviel Kartoffeln mit nach Hause nehmen, wie er in einer Schürze tragen konnte – wurde in diesem Jahr verzichtet.

„Der logistische und sicherheitstechnische Aufwand ist heute zu groß“, so Dieter Seitz. „Bauer Behrendts hat einen Stand mit kleinen Kartoffelnetzen aufgebaut. Die Kartoffeln werden auch nur noch an die Kinder ausgegeben.“

Doch bevor es am Samstag so weit war, gaben der evangelische Posaunenchor Wengern und die Square Dance Gruppe „Lucky Moonlight Dancers“ aus Bochum Kostproben ihres Könnens.

Und die Bochumer Square Dancer zogen auch gleich Besucher aus Bochum mit nach Wengern. So wie Hilmar Orth und Anna-Maria Jander. „Ich bin selber Square Dancer bei den Lucky Moonlight Dancers “, erzählt Orth. „Und mein Vereinskollege Klaus Bottländer ist Wengeraner. Da schließt sich schnell der Kreis“, lacht er.

„Außerdem ist das toll hier in Wengern“, ergänzt Anna-Maria Jander. Und wie sich schnell herausstellte, hat die Bochumerin auch einen engen Bezug zu Wengern. „Ich habe früher hier in Wengern gewohnt und in der Hirsch-Apotheke gearbeitet“, erzählt sie „Wir hatten sogar hier auf dem Kartoffelfest mit der Apotheke einen eigenen Stand.“ „Das war immer sehr schön, wenn wir den Leuten Kräuter und Co. näher brachten“, ergänzt sie ein wenig wehmütig.

Ein weiterer Liveact war der Auftritt des Chores Grooving Voices, bevor, untermalt mit Musik von DJ Marc, das Fest am späten Abend seinen Ausklang fand.

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