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Wetter kann HSG-Wucht nicht standhalten

Bester Herdecker Werfer: Rückraumspieler Timm Höntsch hebt ab zu einem seiner acht Treffer gegen die HSG Wetter/Grundschöttel II. Die Gäste hielten in der gut besetzten Bleichsteinhalle lange gut mit, mussten sich aber letztlich der spielerischen und individuellen Qualität des Kreisligazweiten geschlagen geben.

Foto: Fabian Vogel

Bester Herdecker Werfer: Rückraumspieler Timm Höntsch hebt ab zu einem seiner acht Treffer gegen die HSG Wetter/Grundschöttel II. Die Gäste hielten in der gut besetzten Bleichsteinhalle lange gut mit, mussten sich aber letztlich der spielerischen und individuellen Qualität des Kreisligazweiten geschlagen geben. Foto: Fabian Vogel

Wetter/Herdecke.   Herdecke gewinnt Derby mit starker Achse Höntsch/Rust. Krefter-Sieben nach 29:27-Sieg erleichtert.

Erfolgreich Revanche für die bisher einzige Pleite der Saison hat Kreisligist HSG Herdecke/Ende im Derby gegen die HSG Wetter/Grundschöttel II genommen. Beim 31:16 (12:7)-Erfolg tat sich die klar favorisierte Mannschaft von Trainer Stephan Hellwig in der gut besuchten Bleichsteinhalle nur im ersten Durchgang schwer. Wetters Reserve, die auf einige erfahrene Spieler verzichten musste, hielt lange gut mit und zeigte sich gerade in der Defensive lange auf Augenhöhe. „Sie haben es uns sehr, sehr schwer gemacht im ersten Durchgang“, zollte Hellwig den Wetteranern Respekt.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts sorgte die Umstellung der Herdecker Defensive auf eine offensivere 5:1-Deckung für mehr Dominanz. Immer wieder produzierte die müder werdende Mannschaft aus Wetter technische Fehler, die zu einfachen Toren der Hellwig-Sieben führten. Timm Höntsch übernahm im Angriff viel Verantwortung und sorgte mit seiner Wurfgewalt aus der zweiten Reihe für Tore. Im schnellen Spiel nach vorne zeigte sich der flinke Niklas Rust als dankbarer Abnehmer der Zuspiele vom gut aufgelegten Herdecker Schlussmann Noah Seuthe. Die Achse Höntsch/Rust kam auf gute 15 Tore.

Topteam vor entscheidenden Wochen

„Wir haben über 40 Minuten gut mitgehalten. So einen Gegner zur Halbzeit bei zwölf Toren zu halten, ist aller Ehren wert“, zog HSG-Trainer Andreas Fieberg von der HSG Wetter/Grundschöttel das Positive aus der am Ende für ihn „zu hohen Niederlage gegen einen sehr starken Gegner“. Sein Gegenüber richtete nach dem überzeugenden Erfolg den Blick nach vorne. Die nächsten beiden Spiele absolvieren die Herdecker gegen TuRa Halden und den Spitzenreiter TS Selbecke. „Das sind jetzt entscheidende Wochen“, so Stephan Hellwig.

HSG Herdecke/Ende: Formella (1.-30.), Seuthe (31.-60.); Höntsch (8), N. Rust (7), Trenkelbach (4/3), A. Jung (3), Dannemann (2), Sichtermann (2), Hofmann (1), Cornelsen (1), Lux (1), Neuhoff (1), T. Förster.

Erleichterung gab es nach dem wichtigen 29:27 (15:12)-Sieg über den HC Westfalia Herne II beim Bezirksligisten HSG Wetter/Grundschöttel. Durch den Erfolg haben die Wetteraner das Schlusslicht nicht nur auf Distanz gehalten, auch der direkte Vergleich geht mit 4:0-Punkten an die HSG. „Das war kein schönes Spiel, aber das wussten wir vorher“, sagte Trainer Nils Krefter. Seine Mannschaft führte von Beginn an fast durchgehend mit zwei bis drei Toren Abstand, bis der Gast aus Herne im zweiten Abschnitt beim Stand von 18:16 für Wetter eine doppelte Überzahlsituation nutzte, um auszugleichen. „Trotzdem haben wir das in der Phase gut gemacht“, lobt Krefter das clevere Verhalten mit zwei Spielern weniger. Das Spiel blieb allerdings auch in der Folge knapp, so dass der HSG-Trainer 40 Sekunden vor Spielende mit einer Auszeit ins Spiel eingriff. „Dann haben wir sehr gut auf die taktische Maßnahme von Herne reagiert und das ruhig und abgeklärt gespielt“, so Krefter. Marc Bonnermann sorgte 14 Sekunden vor dem Ende mit seinem dritten verwandelten Strafwurf für die Entscheidung. „Die Jungs haben heute ein ganz andere Einstellung an den Tag gelegt, als zuletzt gegen Ickern“, so der wettersche Übungsleiter, der vor allen Dingen seine Routiniers Kai Reuter und Marcel Handge herausstreicht: „Marci hat seine beste Saisonleistung gezeigt.“

HSG Wetter/Grundschöttel: Klawonn, Schmidt; Reuter (7), Bonnermann (6/3), Brauner (4), Weyer (4), Stiefermann (3), Zeschky (2), Handge (2), Braune (1), Wildförster, Orth, Langenscheidt, Pellegrino.

Mit diesem positiven Erlebnis ging es für Handge direkt im Anschluss zur Begegnung der von ihm trainierten Landesliga-Damen der HSG Wetter/Grundschöttel nach Kreuztal. Im Duell mit dem Tabellenvorletzten TuS Ferndorf holte sein Team einen wichtigen 27:25 (13:12)-Sieg. „Das war offensiv unsere beste Leistung. Wir haben das Tempo gut gesteuert und wirklich einen starken Einsatzwillen an den Tag gelegt“, lobte Handge. Erfreulich war aus HSG-Sicht die Dynamik im Angriff, die zu acht Treffern von den Außenpositionen führte. Dabei hatte die HSG kurzfristig auf Alina Streicher und Torhüterin Yvonne Scholz verzichten müssen. Aus einem guten mannschaftlichen Auftritt stachen Nina Trost und Nina Gerhartz heraus. „Sie haben sich für das Team zerrissen“, lobte Handge.

HSG Wetter/Grundschöttel: Wieczorek; Trost (9/5), Pohl (6/1), Bisping (4), Gerhartz (3), Pozuelo (3), Michelsen (1), Bugal (1), Zobel, Adrian, Winterhoff.

>> A-JUNIOREN BELOHNEN SICH NICHT

Die A-Junioren der HSG Herdecke/Ende haben mit einem 29:29 (16:20) beim Verbandsliga- Schlusslicht TuS Volmetal ein ärgerliches Remis verzeichnet.

Nach einer erneut schwachen ersten Halbzeit und 20 Gegentoren kämpfte sich die HSG zurück, brachte eine 29:26-Führung drei Minuten vor dem Ende aber nicht über die Zeit. Bester Werfer war Gero Neuhoff (14/6).

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