Umzug

Wetteraner Amt, AVU und Stadtmarketing ziehen in Neubau

Die Sparkasse Gevelsberg-Wetter konzentriert ihre Abteilungen in dem Eck-Gebäude an der Kaiserstraße (vorne Bildmitte). Den L-förmigen Neubau (hinten Mitte) übernimmt die Stadt Wetter und richtet dort ein zweites Rathaus ein.

Die Sparkasse Gevelsberg-Wetter konzentriert ihre Abteilungen in dem Eck-Gebäude an der Kaiserstraße (vorne Bildmitte). Den L-förmigen Neubau (hinten Mitte) übernimmt die Stadt Wetter und richtet dort ein zweites Rathaus ein.

Foto: Hans Blossey

Wetter.   Weil die Sparkasse ihre Stelle in Wetter ab Februar renoviert, findet ein Umzug statt. Die Interimsbank ist von der Bahnhofstraße erreichbar.

Die Beschlüsse sind gefasst, die Planung steht, der Umzug ist terminiert. Ab Februar 2019 will die Sparkasse Gevelsberg-Wetter rund neun Monate die hiesige Hauptstelle in der Kaiserstraße 78 umbauen. Das hat – wie berichtet – auch Folgen für weitere Einrichtungen und die Stadt Wetter, die das Nachbargebäude zur Ämteransiedlung von der Bank kaufen will. Vom 4. auf den 5. Dezember zieht das Bürgerbüro mit 15 städtischen Mitarbeitern um, der AVU-Treffpunkt und das Stadtmarketing-Büro folgen Mitte Dezember.

Die drei Anlaufstellen sind dann nicht mehr an ihrem derzeitigen Standort im Sparkassen-Altbau, sondern direkt nebenan im nach hinten versetzten Gebäude in der zweiten Etage zu finden. Die Einrichtungen sind dann per Aufzug und Treppen erreichbar. „Wir wollen 2019 einen Kaufvertrag mit der Sparkasse abschließen und den Neubau im ersten Quartal 2020 übernehmen“, sagt Bürgermeister Frank Hasenberg. Die Stadtverwaltung will danach ihre zwei bisherigen Amtsgebäude in der Wilhelm- und Bornstraße leerziehen, Geld für den Umzug in das neue Rathaus II in der unteren Kaiserstraße sei im Haushalt eingeplant.

Derweil wartet die Sparkasse noch auf letzte Genehmigungen zum Umbau, wobei das beauftragte Architekturbüro Bock, Neuhaus, Partner schon die letzte Umgestaltung der Kundenhalle übernommen hat und daher die Örtlichkeit mit der unter Denkmal stehenden Fassade gut kennt. Diese wollen die Verantwortlichen verstärkt in den Vordergrund rücken. Daher muss der Glasvorbau an der Kaiserstraße weichen, zudem soll eine neue Beleuchtung das Gebäude besser in Szene setzen.

Kundenhalle soll luftiger wirken

Das Hauptaugenmerk richten die Planer auf die Kundenhalle. In dem künftig offeneren Raum sollen sich Kunden leichter orientieren können, steuern sie doch bald vom Haupteingang direkt auf eine Service-Station zu und erhalten dort an vier Anlaufstellen Auskunft von Mitarbeitern. Während die neuen Selbstbedienungs-Automaten am bekannten Ort bleiben und eine mobile Glaswand den 24-Stunden-Bereich abgrenzen soll, entstehen Beratungsbüros (für Privat- und Firmenkunden plus Vermögensanlagen) an den Seiten des Erdgeschosses. In die heutigen AVU-Räume zieht die vierköpfige Immobilien-Abteilung ein.

„Wir wollen im Erdgeschoss die Aufenthaltsqualität erhöhen und über neue Möbel auch eine Lounge-Ecke gestalten. Insgesamt sollen Kunden die Größe hier anders wahrnehmen können“, erklärt Sparkassen-Vorstandsvorsitzender Thomas Biermann. Um Platz auf den 150 Quadratmetern zu gewinnen, kommt die alte Wendeltreppe weg, der Aufzug und die Torbögen bleiben. Vor dem aktuellen Übergang zwischen Neu- und Altbau, wo früher Platz für Kunstausstellungen war, richtet die Bank eine Diskretkasse ein.

Insgesamt können 23 Mitarbeiter im Erdgeschoss gleichzeitig aktiv sein. „Die zentrale Idee unseres neues Konzepts ist es, das Beratungsangebot dort zu bündeln und die Büros nicht mehr auf verschiedenen Etagen zu belassen“, berichten Biermann und Thomas Theile als Leiter des Vorstandsstabs.

Im ersten Obergeschoss des Altbaus siedeln sich zwei interne Abteilungen neben dem vermieteten Büro an. Darüber sollen die elf Mitarbeiter der Sektion Konto, Spar- und Wertpapiergeschäft ihre berufliche Heimat finden, im Dachgeschoss soll es Sozialräume (plus Raucherraum) geben. In den oberen Etagen bleiben die Grundrisse unverändert, die Erneuerung bezieht sich auf die Einrichtung (Böden und Technik).

Drei Millionen Euro Umbaukosten

Die Kosten: drei Millionen Euro. Der Zeitplan: Im Februar 2019 sollen die Bauarbeiten beginnen. Vor dem Jahreswechsel soll dann alles bei optimalem Verlauf fertig sein.

Für die Zwischenzeit richtet die Sparkasse ab Anfang Februar in der untersten Etage des Neubaus (im ehemaligen Immobilien-Büro) eine Interimsbank mit SB-Automaten und Service-Anlaufstelle ein, der barrierefreie Zugang erfolgt von der Bahnhofstraße. Übergangsweise entstehen vier Beratungsbüros für Privatkunden eine Etage darüber. „Auch deshalb wollen wir die Umbauphase so kurz wie möglich halten.“

Sobald der modernisierte Altbau dann zur alleinigen Sparkassen-Nutzung bereit steht, sind hier 50 der insgesamt 200 Mitarbeiter in Wetter und Gevelsberg verortet. „An der Kaiserstraße agieren dann drei wichtige Abteilungen und das Immobiliencenter als übergreifende Einrichtung, daher soll man das hier schon als richtige Hauptstelle wahrnehmen“, meint Biermann. Durch die Fusion entstanden in Wetter freie Räume im Neubau, die künftig dann der Stadt gehören.

Bekenntnis zu Wetter

In der Harkortstadt sollen Kunden aber alle Bankgeschäfte erledigen und Beratungen erhalten können, auch wenn in Gevelsberg insgesamt mehr Abteilung angesiedelt sind. Biermann: „Die Kunden und wir müssen sich in der Umbauzeit zwar auf Einschränkungen einstellen, wir gehen da aber optimistisch ran und werten all dies auch als Bekenntnis zum Standort Wetter.“

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