Wirtschaft

Wetteranerin erhält internationalen Preis für Design

Wetteranerin Sarah Jabs erhält begehrten Designer Preis.

Wetteranerin Sarah Jabs erhält begehrten Designer Preis.

Foto: Privat

Wetter.   Obstbrände sind altbacken? Keineswegs und deshalb müssen sie auch nicht so aussehen. Für den neuen Look, erhielt Sarah Jabs nun den Red Dot Award.

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Sarah Jabs, Inhaberin der Werbeagentur JABSMEDIA aus Wetter, ist ausgezeichnet: Im „Red Dot Award: Communication Design 2018“ ist es der Designerin gelungen, die 24-köpfige Jury mit ihrem Projekt zu überzeugen.

Die 31-jährige Designerin Sarah Jabs lebt und arbeitet in Wetter. Zu Beginn absolvierte sie eine Ausbildung zur Mediengestalterin für Digital- und Printmedien mit der Fachrichtung Gestaltung und Technik. Um Berufserfahrung zu sammeln, arbeitete sie drei Jahre in leitender Position in einer Marketingabteilung. Anschließend studierte sie Kommunikationsdesign an der Fachhochschule Dortmund - University of Applied Sciences and Arts - und schloss 2018 erfolgreich ihren Bachelor of Arts ab. Bereits 2009 meldete sie ein Gewerbe an, baute ihre Selbstständigkeit langsam nebenher auf und arbeitet heute deutschlandweit erfolgreich als Kommunikationsdesignerin und Fotografin.

Über 8.600 Arbeiten begutachtet

Über mehrere Tage haben die Experten mehr als 8.600 internationale Kommunikationsdesign-Arbeiten begutachtet, diskutiert und bewertet. Für die hohe gestalterische Qualität und kreative Leistung für ihr Verpackungsdesign „WIII – Williams Christbirne“ vergaben die Fachleute den begehrten Red Dot. Doch wie kam die junge Frau eigentlich auf die Idee, gerade für Williams Christbirne neue Verpackungen zu designen? „Ich habe Williams Christbirne im Skiurlaub kennengelernt und fand ihn ganz lecker“, sagt Jabs. Aber: „Ich habe festgestellt, dass alle Obstbrände irgendwie sehr altbacken aussehen. Deshalb habe ich mich gefragt, wie die Flaschen für Kunden im Alter zwischen 20 und 39 Jahren aussehen müssten. „ Dabei herausgekommen sind frische Designs, die in verschiedenen Farben Anreize setzen.

Professor Dr. Peter Zec, Initiator und CEO des Red Dot Awards, über den Wettbewerb und seine Auszeichnung: „Seit mehr als 60 Jahren bieten wir Gestaltern, Agenturen und Unternehmen eine Plattform für die Evaluierung guten Designs. Wer am Red Dot Award teilnimmt, muss sich bewusst sein, dass unsere Juroren einen sehr hohen Anspruch an die Einreichungen haben. Dieser zeigt sich in den intensiven Debatten und Diskussionen, die geführt werden, um im fachlichen Austausch miteinander zu einem fundierten Urteil zu kommen. Diejenigen, die sich in dem harten Bewertungsprozess den Red Dot sichern können, dürfen zu Recht stolz auf sich sein, denn die Jury vergibt unsere Auszeichnung nur an Entwürfe von hoher gestalterischer Güte. Umso mehr freue ich mich, den Preisträgern ganz herzlich zu ihrem verdienten Erfolg zu gratulieren.“

Der Abend der Verleihung stand ganz im Zeichen ausgezeichneter Kreativleistungen: Während der glamourösen Preisverleihung des „Red Dot Award: Communication Design 2018“ wurden die Wettbewerbssieger im Konzerthaus Berlin gefeiert. Vor vollem Haus nahmen Designprofis und -talente, Agenturköpfe und Unternehmensrepräsentanten aus 40 Nationen ihre verdienten Trophäen entgegen.

Ausstellung Design on stage

Nach der Red Dot Gala ging es für die internationale Designszene im ewerk Berlin weiter. Auf der Designers‘ Night nahm die Red Dot-Siegerin Sarah Jabs ihre Urkunden entgegen und stieß auf ihren Erfolg an. Gemeinsam mit den weiteren Preisträgern, Agenturköpfen und Unternehmensvertretern, unter anderem von Cheil, Mutabor, Strichpunkt, Festo, Philips und Siemens, feierten sie bis in den frühen Morgen. Die Party hielt als besonderes Highlight die Siegerausstellung „Design on Stage“ bereit. In dieser wurde das Verpackungsdesign „WIII – Williams Christbirne“ von Sarah Jabs den internationalen Gästen des Events präsentiert. Das ausgezeichnete Projekt der Designerin wird ebenfalls im International Yearbook Communication Design 2018/2019 vorgestellt, das am 15. November erschienen ist und in rund 40 Ländern vertrieben wird. Und wie geht es jetzt weiter? „Ich werde mir das Design patentieren lassen und es danach eventuell einer Destillerie anbieten“, sagt die glückliche Gewinnerin.

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