Politik

Wetters Politik zeigt sich solidarisch mit dem Feuerwehrchef

Hartmut Ziebs hält beim Berliner Abend der deutschen Feuerwehren einen Aufkleber mit der Aufschrift "Gewalt geht gar nicht. Deine Feuerwehr".

Hartmut Ziebs hält beim Berliner Abend der deutschen Feuerwehren einen Aufkleber mit der Aufschrift "Gewalt geht gar nicht. Deine Feuerwehr".

Foto: Christoph Soeder / picture alliance/dpa

Wetter.  Bis auf eine Fraktion erklären sich die Politiker Wetters solidarisch mit dem Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbands Hartmut Ziebs.

Mit einer Geste der Solidarität setzen Bürgermeister Frank Hasenberg, die Ratsfraktionen SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und BfW sowie das fraktionslose Ratsmitglied Udo Picksak in Wetter (Ruhr) ein deutliches Zeichen gegen Hetze und Intoleranz. Sie stellen sich eindeutig hinter Hartmut Ziebs, den Präsidenten des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV).

Ausgegangen war die Idee dazu von der örtlichen Grünen-Sprecherin Karen Haltaufderheide. Sie hatte in der jüngsten Hauptausschusssitzung unter dem Punkt Anfragen die Anregung in die Runde geworfen, eine Solidaritätsbekundung zu entwerfen und im Rat zu beschließen. Da die nächste Ratssitzung jedoch erst am 12. Dezember ist, der Feuerwehrverband jedoch schon am 6. Dezember tagt, wäre das letztlich zu spät gewesen und so nahm sich die Verwaltung auf Wunsch fast aller Fraktionen dem Thema an und verfasste die Erklärung.

Der Hintergrund

Doch worum geht es eigentlich? Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands Hartmut Ziebs, der aus der Nachbarstadt Schwelm kommt, hatte sich mit klaren Worten gegen Versuche rechtsnationaler Kräfte ausgesprochen, bei Feuerwehren Einfluss zu nehmen. Daraufhin hatten ihm einige Mitglieder des DFV-Präsidiums den Rücktritt nahegelegt. Derartige Angriffe auf Hartmut Ziebs seien nicht hinnehmbar und offenbarten ein seltsames Demokratieverständnis, so die Vertreter der Fraktionen in Wetter.

Gerade die Mitglieder der Feuerwehren stellten sich mit viel Engagement, Leidenschaft und ehrenamtlichen Einsatz in den Dienst unserer Gesellschaft. „Speziell vor dem Hintergrund der Initiative Wetter Weltoffen, die sich gegen rechtspopulistische Tendenzen und Hetze in jedweder Form einsetze, stehen die Fraktionen des Rates geschlossen hinter Hartmut Ziebs und dessen Haltung“, heißt es in der Mitteilung, die jedoch nicht alle Fraktionen unterschrieben. Es fehlt die CSR-Fraktion.

Geflüchtete helfen bei der Wehr

Mit Blick auf Wetter betonten die Ratsmitglieder auch den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr für Integration und Toleranz. So sind in den Löschgruppen Alt-Wetter und Wengern aktuell sechs syrische Geflüchtete aktiv und in die Arbeit der Wehr eingebunden. Darüber hinaus seien die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr zum Respekt gegenüber der gesellschaftlichen Vielfalt in der Wehr verpflichtet. Daher sei es besonders verstörend, so die Ratsmitglieder, wenn mit Hartmut Ziebs nun ein Feuerwehrmann angegriffen wird, der sich für genau diese Werte öffentlich einsetzt. Vor diesem Hintergrund ließen die Angriffe auf Hartmut Ziebs jeglichen Anstand und Respekt vor der Leistung der Feuerwehrkameradinnen und -kameraden vermissen, so die Fraktionen.

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