Mobilität

„Wir wollen eine Mobilitätswende einleiten“

Unterschreiben für eine bessere Radinfrastruktur in NRW: Die Uni Witten/Herdecke unterstützt die Forderungen der Volksinitiative und hat bereits Unterschriftenlisten ausgelegt. Auch in Wetter und Herdecke liegen sie aus.

Unterschreiben für eine bessere Radinfrastruktur in NRW: Die Uni Witten/Herdecke unterstützt die Forderungen der Volksinitiative und hat bereits Unterschriftenlisten ausgelegt. Auch in Wetter und Herdecke liegen sie aus.

Foto: Uni Witten/Herdecke

Herdecke/Wetter.   Die Initiative „Aufbruch Fahrrad“ sammelt Unterschriften für ihre Forderungen auch in Herdecke und Wetter.

Diesel-Skandal, Feinstaub-Alarm, Stau-Rekorde, Stickoxide und Fahrverbote – der Verkehr nimmt weiter zu, Stress und Parkplatzsuche gehören vielerorts zur Tagesordnung. Trotzdem steigen immer noch viele Menschen ins Auto, weil sie den Eindruck haben, nicht sicher und komfortabel Rad fahren zu können. Das Aktionsbündnis für die Volksinitiative „Aufbruch Fahrrad“ in NRW möchte das ändern und unter anderem den Anteil des Radverkehrs bis 2025 von derzeit 8 auf 25 Prozent landesweit erhöhen. Dafür macht sich nun auch die Universität Witten/Her­decke stark.

Das Bündnis verweist auf Kopenhagen und die Niederlande, wo seit Jahren vorgemacht werde, wie es gehen kann. Wenn sich Menschen auf dem Rad sicher fühlten und die Infrastruktur in Form von sicheren und komfortablen Radwegen und fahrradfreundlichen Nebenstraßen vorhanden sei, könne das Fahrrad ein Teil der Lösung sein, ist Domenik Treß von der Uni Witten/Herdecke überzeugt. Die Lokalredaktion hat mit ihm gesprochen.

Was will die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad erreichen?

Domenik Treß: Wir wollen eine Mobilitätswende einleiten und ein Fahrradgesetz in Nordrhein-Westfalen einführen.

Werden innerhalb eines Jahres 66.000 Unterschriften gesammelt, muss sich der Landtag von Nordrhein-Westfalen mit unseren Forderungen befassen. Dazu gehören unter anderem tausend Kilometer Radschnellwege bis 2025, eine Million Abstellanlagen für Fahrräder, kostenlose Mitnahme im Nahverkehr und bessere Radinfrastruktur in den Kommunen.

Wo können Bürger, die diese Ziele unterstützen, unterschreiben?

Mit der Universität Witten/Herdecke (UW/H) gibt es nun eine prominente neue Sammelstelle. In der Caféteria liegen Informationsmaterial und Unterschriftenlisten aus. Zum Auftakt sammelten am 30. Januar Studierende und engagierte Bürger aus Witten Unterschriften im Foyer der Universität, allein in den ersten Tagen kamen schon über 150 Unterschriften zusammen. In Herdecke gibt es bisher nur eine Sammelstelle beim Carsharing-Verein Statt-Auto am Bergweg 50. Ich würde mich freuen, wenn auch in Herdecke und Wetter noch mehr Menschen für die Initiative Unterschriften sammeln. Das gilt auch für Wetter, wo auf Hof Sackern an der Albringhauser Straße 22 Unterschriften gesammelt werden. Interessierte, die die Aktion unterstützen möchten, können sich unter witten@aufbruch-fahrrad.de melden.

Wie steht die Uni Witten/Herdecke zu der Aktion?

Hochschulpräsident Martin Butzlaff ist selbst begeisterter Radfahrer und unterstützt unsere Anliegen, weil viele Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Fahrrad zum Campus kommen. Die Fahrradinfrastruktur gerade auch auf dem Weg zur Universität oder zum Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke muss sicherer werden, damit in Zukunft mehr Menschen das Auto stehen lassen. Außerdem ist Fahrrad fahren einfach gesund und macht Freude.

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